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Öffnungen nach Tübinger Modell

Rosenheims Bewerbung um Lockerung der Corona-Regeln: Entscheidung aufgeschoben

Die Corona-Pandemie hat die Rosenheimer Innenstadt leer gefegt. Darunter leiden viele Einzelhändler und Gastronomen. Schlecker
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Ödland: Leben wird am Max-Josefs-Platz frühestens in zwei Wochen wieder einkehren.
  • Michael Weiser
    vonMichael Weiser
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Markus Söder spannt Rosenheim auf die Folter: Die Entscheidung, ob die kreisfreie Stadt am Modellversuch mit Lockerungen der Corona-Regeln teilnimmt, soll laut Ministerpräsident erst in zwei Wochen fallen. Markus Söder führt für den Aufschub die angespannte Pandemie-Lage ins Feld. 

Rosenheim – Aufgeschoben heißt nicht aufgehoben. Noch nicht jedenfalls. Im Rennen um die Rolle als oberbayerische Modell-Stadt mit vorsichtigen Lockerungen der Corona-Regelungen rechnet sich die kreisfreie Stadt Rosenheim weiter theoretische Chancen aus, ebenso wie die Landkreise Traunstein und Mühldorf.

Man habe sich fristgerecht bei der Regierung von Oberbayern beworben, sagte Sprecher Thomas Bugl. „Auch wir hoffen weiterhin, ausgewählt zu werden“, sagte eine Sprecherin des Landratsamts Traunstein, „das wäre eine Chance für die Menschen und Betriebe im Landkreis.“ 

Bugls Erwartungen scheinen allerdings durch die Verschiebung einen gehörigen Dämpfer erfahren zu haben. Ist vor dem Hintergrund des bevorstehenden Bundestagswahlkampf ein bayerischer Sonderweg denkbar? „Die Hoffnung stirbt zuletzt“, sagt Bugl. 

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Eigentlich hatte die Entscheidung über die Modellregionen am Mittwoch verkündet werden sollen, im Anschluss an die Sitzung des bayerischen Kabinetts. Angesichts der weiterhin gespannten Pandemie-Lage erteilte Ministerpräsident Markus Söder Hoffnungen auf Lockerungen eine Abfuhr.

Modellregionen: Start verschoben

„Es ist nicht die Zeit für Experimente“, sagte Söder am Mittwochmittag. „Geplante Öffnungen werden erstmal verschoben, sie passen auch nicht in die Zeit. Wir glauben, dass es besser ist, noch zwei Wochen zu warten.“ Für die weiterhin angespannte Lage machte Söder die starke Verbreitung der britischen Corona-Virus-Variante B1.1.1.7 verantwortlich.

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Von der Verschiebung betroffen sind nach den Worten des Ministerpräsidenten die Entscheidungen über die Modellregionen oder -städte in Bayern. Insgesamt sollen für dieses Projekt acht Kommunen vorgestellt werden, eine für jeden Bezirk, beziehungsweise zwei für das bevölkerungsstarken Oberbayern. Sie sollen sozusagen als Testbezirk dienen, in denen nach dem „Tübinger Modell“ auf der Grundlage intensiver Tests Bereiche wie die Außengastronomie trotz einer Inzidenzzahl von 100 oder mehr vorsichtig geöffnet werden.

Eine der Bedingungen, die Kandidaten erfüllen müssen, ist die Bereitstellung von Schnelltests für zehn Prozent der Einwohner. In Rosenheim wären das 6.400 pro Tag. „Diese Herausforderung nehmen wir sportlich an“, sagte Thomas Bugl.

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Rosenheim jenseits der Notbremsen-Marke, aber unter bayerischem Durchschnitt

In der kreisfreien Stadt Rosenheim lag die 7-Tage-Inzidenz gestern laut Robert-Koch-Institut bei 102,3, im Landkreis Rosenheim bei 80,7 (Stand 7. April, 0 Uhr). Damit lag die Region insgesamt deutlich unter dem Wert von Bayern (120,6) und auch unter dem der Bundesrepublik (110,1) Anders der Landkreis Traunstein, der eine Inzidenz von 157,3 aufwies. Der Landkreis Mühldorf lag bei 138,9.

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