Skifahren in der Region

Skifahren in der Region: Nicht nur Rückzahlungen bei Saisonkarten sind geplant

Ein Skifahrer am Sudelfeld: Trotz des grassierenden Coronavirus steht dem Pistenspaß in der Region nach Einschätzung der Alpen-Plus-Partner nichts im Weg.
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Ein Skifahrer am Sudelfeld: Trotz des grassierenden Coronavirus steht dem Pistenspaß in der Region nach Einschätzung der Alpen-Plus-Partner nichts im Weg.
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Einbahnregelungen, Automaten, an denen berührungslos Tickets gezogen werden können, und Maskenpflicht in den Liften: Die Alpen-Plus-Partner haben am Dienstag ihr Konzept vorgestellt, wie sie die Wintersaison auf ihren Skipisten trotz Corona sicher bestreiten wollen.

Von Heidi Siefert

Bayrischzell/Rosenheim – „Nach dem Sommerbetrieb unter Corona-Bedingungen gehen wir mit einem guten Gefühl in die Saison“, gab sich Peter Lorenz, Geschäftsführer von Wallberg- und Brauneckbahn sowie der Alpenbahnen Spitzingsee GmbH anlässlich des Jahrespressegesprächs der Alpen-Plus-Partner zuversichtlich für einen Skiwinter, der unter besonderen Vorzeichen steht. Auch beim Skifahren werden besonders sorgfältige Hygiene, Mindestabstände, Einbahnregelungen und Mund-Nasenbedeckung eine wichtige Rolle spielen.

Sehnsucht nach Bewegung

Dennoch stehe dem Skibetrieb aus aktueller Sicht nichts im Wege. Gerade in diesen schwierigen Zeiten sei die Sehnsucht nach Bewegung in der freien Natur für viele die beste Möglichkeit, um Kraft und Energie zu tanken, so die Alpen-Plus-Verantwortlichen.

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Um den Schutz von Gästen und Mitarbeitern zu gewährleisten, habe man bereits im Sommer Personal aufgestockt und die Hygienemaßnahmen verstärkt. Allein an Reinigungskosten müsse man monatlich zehn Prozent mehr bezahlen, erklärte Egid Stadler, Geschäftsführer der Bergbahnen Sudelfeld, der auf „die Vernunft unserer Gäste“ hofft. Und darauf, dass man es nicht mit Maskenverweigerern zu tun bekomme. Die Schutzmasken sind überall dort verpflichtend, wo der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht haltbar ist. Das gilt auch in Liften, Gondeln sowie im Skikurs.

Szenarien durchgespielt

„Gerade wenn sich unsere Skilehrer zu Kindern auf Augenhöhe beugen müssen, müssen sie Maske tragen“, erläuterte Skischulleiter Michael Maier, der das Servicezentrum am Sudelfeld betreibt. In Zusammenarbeit mit der Kommission Deutscher Skischulen habe man ein Sicherheitskonzept erarbeitet, das von der besonderen Hygiene bei Leihmaterial bis zur konkreten Situation im Kurs alle möglichen Szenarien durchspielt. Gruppen werde man räumlich trennen und möglichst viel in den Außenbereich unter Heizpilze verlagern. Mit transparenten Mund-Nasen-Bedeckungen wolle man Verleih-Kunden wie Schülern einen persönlicheren Kontakt bieten, ohne aber die Sicherheit zu gefährden.

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Wo immer es möglich ist, sollen sich die Wintersportler kontaktlos organisieren können – vom Liftpasskauf über die Skikurs-Buchung und Reservierung von Leihmaterial bis zum Parken, das ab Mitte November an Wedellift, Himmelmoos, Waldkopf und Grafenherberg auch per Parkster-App möglich sein wird. Lifttickets sind nun auch per QR-Code oder WPT-Nummer berührungslos am Automaten erhältlich. Der Vorverkauf der Saisonskipässe „Alpen Plus“, sowie „Alpen Plus Gletscher Card“ läuft bereits. Die Preise habe man bewusst nicht erhöht. Sowohl für die zu Vorverkaufspreisen, als auch für die später erworbenen Saisonkarten geben die Alpen-Plus-Partner ein Rückzahlungsversprechen. „Für jeden vollen ausgefallenen Kalendermonat erhält der Saisonpass-Inhaber eine Rückzahlung von 25 Prozent des Kaufpreises abzüglich einer einmaligen Bearbeitungsgebühr von 20 Euro.“

E-Tankstellen an der Waldkopf-Talstation

Eine deutlicher Verbesserung des Skivergnügens verspricht man sich an der Rosengasse, die nun zu den Bergbahnen Sudelfeld gehört. Zwar bleibe der Schlepper, doch mit der Pistenpräparierung werde die Abfahrt regelmäßig gepflegt und attraktiver. Neu sind drei E-Tankstellen für jeweils zwei Fahrzeuge direkt an der Waldkopf-Talstation.

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