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41-JÄHRIGER STEHT VOR DEM LANDGERICHT

Traunstein: Mit über 15 Kilogramm Kokain im Auto kontrolliert – Neuer Prozesstermin angesetzt

Ein weiterer großer Rauschgiftfund in Südostbayern gelang Beamten der Grenzpolizeiinspektion Raubling im vergangenen August im Bereich von Flintsbach. 15,22 Kilogramm Kokain zogen sie bei der Kontrolle eines Range Rover Evoque mit einem 41-jährigen albanischen Staatsangehörigen am Steuer aus dem Verkehr.

Traunstein/Rosenheim – Die Sechste Strafkammer am Landgericht Traunstein mit Vorsitzender Richterin Jacqueline Aßbichler setzte jetzt das Verfahren wegen bewaffneten Drogenhandels aus, es sind Nachermittlungen erforderlich. Ein neuer Verhandlungstermin ist noch nicht bekannt.

Der Range Rover Evoque mit dem 41-Jährigen war am Morgen des 24. August 2020 von der Autobahn A 8 kommend auf der A 93 Richtung Kufstein/Innsbruck unterwegs, als ihn eine Streife der Grenzpolizeiinspektion Raubling auf den Parkplatz Petersberg lotste. Das Fahrzeug war damals von der Einsatzzentrale zur Fahndung ausgeschrieben worden, wie einer der Aufgriffsbeamten gestern im Zeugenstand berichtete. Der 41-Jährige verneinte damals die Frage, ob er illegale Dinge im Wagen mitführe.

Einhandmesser und 15 Pakete Kokain entdeckt

Beim Durchsuchen aber entdeckten die Polizeibeamten in der Mittelkonsole ein Einhandmesser. Außerdem bemerkten sie Manipulationsspuren im Bodenbereich. Unter einem Teppich lag der Zugang zu einem professionellen Schmugglerversteck, in dem insgesamt 15 Einzelpakete mit Kokain verstaut waren. Das Rauschgift war mit 40 Prozent Kokainhydrochlorid von sehr guter Qualität, wie sich später herausstellte.

Der Angeklagte berief sich gestern – wie bereits bei der vorläufigen Festnahme vor einem halben Jahr – auf sein Schweigerecht. Als das Gericht die von der Grenzpolizei angefertigten Lichtbilder anschauen wollte, widersprach einer der Verteidiger, Daniel Amelung aus München, der Verwertung. Die Begründung: Die Fotos seien ohne einen erforderlichen formellen Durchsuchungsbeschluss zustande gekommen.

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Ein vom Gericht angeregtes Rechtsgespräch mit Verteidiger Amelung, seinem Kollegen Raphael Botor aus Rosenheim sowie Staatsanwalt Josef Haiker erbrachte keine Verständigung. Vorsitzende Richterin Aßbichler informierte, die Verteidigung wolle auf einen „Freispruch“ hinaus aufgrund eines „umfassenden Beweisverwertungsverbots“. Nachermittlungen sollen nun die Hintergründe der von der Einsatzzentrale am Präsidium Oberbayern-Süd veranlassten Kontrolle klären. re

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