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Trauer um den Rosenheimer Werner Krämer: Ein heimatverbundener Tänzer auf vielen Hochzeiten

Werner Krämer
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Werner Krämer
  • Anton Hötzelsperger
    VonAnton Hötzelsperger
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  • Jens Kirschner
    Jens Kirschner
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Mit dem Tod von Werner Krämer nur wenige Tage vor dessen 87. Geburtstag haben Stadt und Landkreis Rosenheim eine Persönlichkeit verloren, die sich um ihre Heimat verdient gemacht hat. Der Volkstanzkreis Rosenheim verliert mit ihm seinen Gründungsvorsitzenden und ein Mitglied, das auf vielen „Hochzeiten tanzte“.

Danach machte er sich als Verfasser vieler Heimatgeschichten, als Herausgeber des Wendelstein-Kalenders und Heimatforscher einen Namen. Er arbeitete oft eng mit dem Stadtarchiv zusammen. Viele seiner Fotografien und Recherchen leisteten einen wichtigen Beitrag, um die Entwicklung Rosenheims zu dokumentieren. Ebenso veröffentlichte Krämer mehrere Bücher. Bei der Vorstellung des Werkes „1000 Jahre Happing“ überraschte ihn und seine bei Mitautoren die damalige Rosenheimer Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer – nicht nur mit ihrer tiefgehenden Laudatio, vor allem mit der Verleihung der Goldenen Bürgermedaille. Und nicht zuletzt erhielt er für sein großes Engagement um die Heimat das Bundesverdienstkreuz.

Leidenschaftlicher Tänzer

Eine weitere große Leidenschaft war für Krämer der Tanz. Ein Hobby, dass er am Ende meisterhaft beherrschte. Nicht zuletzt teilte er diese Leidenschaft mit seiner Frau Ingrid. Die Tanzfreude in ihm weckte Mitte der 60er-Jahre der Chiemgauer Tanzmeister Georg von Kaufmann. Als sich am 1. September 1966 im Saal des Hotels Hofbräu in Rosenheim 33 Interessierte einfanden, wählten sie Werner Krämer zum Vorsitzenden und zugleich zum Tanzmeister.

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Sein Engagement für die Gemeinschaft würdigten die Tanzfreunde, indem sie Krämer zum Ehrenvorsitzenden ernannten. Unter seiner Leitung richtete der Verein schon im ersten Jahr nach der Gründung seinen ersten öffentlichen Volkstanz aus und nahm am Herbstfest-Einzug in Rosenheim sowie am Erntedankfest teil. Vier Jahre führte er den Volkstanzkreis. Diesem blieb er noch viele weitere Jahre bis ins hohe Alter verbunden.

Wiedergründung der Gebirgsschützen

Als Heimatkundler war er ein profunder Kenner der Geschichte der Gebirgsschützen. Durch sein umfangreiches Wissen hat er die Wiedergründung einiger Kompanien angestoßen und die Gründungen der Kompanien Rosenheim, Bad Aibling und Oberer Wasen Raubling federführend begleitet. Auch die Kompanien Samerberg und Hofmark sowie Söllhuben konnten bei ihrer Neugründung auf seine Hilfe bauen. Die Kompanie Raubling ernannte ihn zum Ehrenoberleutnant, bei den Gebirgsschützen Bad Aibling war er Ehrenmitglied und Träger der goldenen Kompanie-Medaille.

Als Familienmensch widmete sich Krämer liebevoll seinen Kindern, Enkeln und inzwischen auch Urenkeln. Vor allem seine handwerklichen Fertigkeiten gab er gerne an sie weiter. Wobei er immer darauf bedacht war, nur anzuleiten und nichts vorzuschreiben.

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