Gefahr für die Region?

Tote Wildvögel in Norddeutschland: Veterinäramt Rosenheim warnt vor Geflügelpest

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Seit Ende Oktober wurden in Norddeutschland tote Wildvögel gefunden. Das dafür verantwortliche Geflügelpest-Virus könnte auch in die Region Rosenheim gelangen.
  • Katharina Ober
    vonKatharina Ober
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Tote Vögel in Norddeutschland und den Niederlanden beunruhigen seit Ende Oktober die Veterinärämter. Die Tiere waren mit dem Geflügelpestvirus infiziert. Das Virus könnte sich bis in die Region Rosenheim verbreiten. Das Landratsamt warnt in einer Pressemitteilung.

Rosenheim - „In Deutschland sind seit dem 30. Oktober vermehrt Wildvögel gefunden worden, die mit dem hochpathogenen Geflügelpestvirus (H5N8) infiziert waren. Funde gibt es bisher in Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg. Erste Ausbrüche bei privaten und gewerblichen Geflügelhaltungen wurden auch in Schleswig-Holstein und den Niederlanden gemeldet“, heißt es in der Pressemitteilung des Landratsamtes.

Zugvögel könnten Geflügelpest verbreiten

Insbesondere der Vogelzug und Kälteeinbrüche der kommenden Wochen würden zur Verbreitung beitragen. „Diese Bedingungen begünstigen eine Übertragung und Ausbreitung des Virus“, so das Landratsamt.

Das Friedrich-Loeffler-Institut schätze das Risiko einer Übertragung des Virus durch direkten oder indirekten Kontakt in Nutzflügelhaltungen oder Vogelbestände derzeit als hoch ein, heißt es weiter.

Auch Nutzgeflügel durch Virus gefährdet

Ein Überspringen des Erregers auf Haus- und Nutzgeflügel könne im Vorfeld wirksam verhindert werden, informiert die Behörde. „In gewerblichen und privaten Geflügel- und Vogelhaltungen, egal welcher Größe, insbesondere mit Auslauf- und Freilandhaltung sollten Präventions- und Biosicherheitsmaßnahmen dringend überprüft und wenn nötig optimiert werden“, so das Landratsamt.

Bürgerinnen und Bürger sind aufgefordert, auffällige oder tote Wasser- oder Wildvögel nicht anzufassen, sondern umgehend beim Landratsamt Rosenheim zu melden unter: 08031/392 01.

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