Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


B15 neu ist vom Tisch

78 Millionen Euro fließen in die Rosenheimer Westumfahrung und machen die B15 alt damit zukunftssicher.  Foto reisner
+
78 Millionen Euro fließen in die Rosenheimer Westumfahrung und machen die B15 alt damit zukunftssicher. Foto reisner

Diese Nachricht werden die Bürger zwischen Rechtmehring und Bad Aibling mit Erleichterung aufnehmen: Die umstrittene Trasse für eine "B 15 neu", die wenige Kilometer westlich der bisherigen Bundesstraße von Nord nach Süd durch den Landkreis Rosenheim verlaufen sollte, ist endgültig vom Tisch. Der Freistaat wird diese Streckenführung nicht für den Bundesverkehrswegeplan anmelden. Stattdessen soll der Verkehr über die bestehende B15 geführt werden.

Rosenheim/Landkreis - Seit über 30 Jahren geht es um, das Gespenst der B15 neu. Die Verkehrsverbindung soll laut Planung vierspurig von Regensburg über Landshut nach Rosenheim führen und zwischen Bad Aibling und dem Inntaldreieck in die A8 einmünden. In den 70er-Jahren wurde vorsorglich eine Trasse raumgeordnet. Laut dieser Grobplanung sollte die B15 neu im Norden des Landkreises von der bisherigen Route abzweigen und über Rechtmehring, Pfaffing, Tuntenhausen und Bad Aibling laufen. Während an der Verbindung in Niederbayern und der Oberpfalz fleißig geplant und gebaut wurde und wird, war die B15 neu im Landkreis Rosenheim aber lange kein Thema, unter anderem aufgrund der zu erwartenden hohen Kosten. Zudem wurde die bestehende Trasse in den letzten Jahren stetig ausgebaut - bis hin zum Bau der Rosenheimer Westtangente und der geplanten Ortsumfahrung Lengdorf bei Rott. Für eine neue Trasse sah man keine Notwendigkeit.

Im vergangenen Sommer tauchte das Schreckgespenst aber unvermutet wieder auf. Grund war die Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans, die 2015 ansteht. Für diesen Plan teilen die Länder die in ihren Augen wichtigen Verkehrsprojekte mit, damit der Bund sie nach Priorität ordnen kann. Im Sommer wurde nun bekannt, dass die Staatsregierung die B15 neu wieder angemeldet hat. Begründet wurde dies mit den Verkehrsproblemen im Bereich Regensburg-Landshut. Für Rosenheim habe dies in den nächsten Jahrzehnten keine Auswirkungen, versicherte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer noch im August 2013 bei einem Gespräch mit der Redaktion der OVB-Heimatzeitungen. Eine weitere Fernstraße im Landkreis Rosenheim könne er sich nur schwer vorstellen.

Das ging zahlreichen Bürgern, die entlang der geplanten Trasse leben, nicht anders. Doch viele wollten die Botschaft nicht glauben und fürchteten eine Autobahn mit gelben Schildern. Bürgerinitiativen sammelten Unterschriften, allerorten wurden Gemeinderatsbeschlüsse gefasst, die verlangten, die B15 neu aus dem Bundesverkehrswegeplan herauszunehmen. Bereits im Juli hatte auch der Kreistag mit großer Mehrheit einen Beschluss gefasst, mit dem die Bundesregierung aufgefordert wurde, den Projektabschnitt Rosenheim zu streichen.

Nun hatte die Staatsregierung ein Einsehen und ließ den Abschnitt im Raum Rosenheim für die kommenden 15 Jahre, solange der Verkehrswegeplan gilt, im "weiteren Bedarfsplan" verschwinden. Dort landen die Projekte, für die - auch auf lange Sicht - kein Geld da ist. Mit dieser Einordnung darf nicht einmal geplant werden. "Damit ist die neue Trasse aufgegeben", so Landrat Josef Neiderhell.

Fortsetzung nächste Seite

Kommentare