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Studenten beeindrucken beim Solar Decathlon Europe

Team „levelup“ der TH Rosenheim platziert sich im Spitzenfeld des Wettbewerbs

Das Team „levelup“ gewann den ersten Preis in der Kategorie „Energy Performance“: (von links) vorne Sebastian Obermaier, Lukas Steiner, Katja Thomas und Professo Uli Spindler sowie hinten Michael Hobmaier, Marinus Limbrunner, Jakob Werner, Matthias Rummelsberger, Giulia Bettini, Nadja Pollack, Florian Weides und Andreas Boschert.
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Das Team „levelup“ gewann den ersten Preis in der Kategorie „Energy Performance“: (von links) vorne Sebastian Obermaier, Lukas Steiner, Katja Thomas und Professo Uli Spindler sowie hinten Michael Hobmaier, Marinus Limbrunner, Jakob Werner, Matthias Rummelsberger, Giulia Bettini, Nadja Pollack, Florian Weides und Andreas Boschert.

Erfahrung durch ein zukunftsträchtiges Projekt und die Vorstellung einer House Demonstration Unit beim Wettbewerb für nachhaltiges Bauen und Wohnen, Solar Decathlon Europe, war die eine Belohnung für das Team „levelup“ der Technischen Hochschule (TH) Rosenheim. Zum anderen gab es viel Lob und einige Preise.

Wuppertal/Rosenheim – Beim weltweit größten universitären Wettbewerb für nachhaltiges Bauen und Wohnen, dem Solar Decathlon Europe (SDE), hat das Team „levelup“ der Technischen Hochschule (TH) Rosenheim einen hervorragenden sechsten Platz belegt. Von den zehn Einzelwertungen gewann das Rosenheimer Team eine und holte zudem zwei zweite Plätze sowie zwei Sonderpreise. Auf dem Solar Campus in Wuppertal präsentierten hunderte internationaler Studierender von 16 Universitäten und Hochschulen Beispiele für schöne, umweltfreundliche und bezahlbare Gebäude.

Gebäude sanieren und aufstocken

Die Idee hinter dem Konzept des Rosenheimer Teams: Bestandsgebäude vor allem aus den 1950er- bis 1970er-Jahren energetisch sanieren und aufstocken. Eine modulare und adaptierbare Holzbauweise sowie eine serielle Fertigung soll bezahlbaren Wohnraum in urbanen Räumen ermöglichen. Für die Umsetzung baute das Team eine zweigeschossige Wohneinheit, die in Wuppertal ausgestellt wurde. Mit drei Holzmodulen im Erdgeschoss stellt diese House Demonstration Unit (HDU) einen Ausschnitt der Aufstockung dar. Das Obergeschoss mit Dachterrasse und Gewächshaus biete Gemeinschaftsflächen für alle Bewohner.

Besonders überzeugte der Entwurf in der Kategorie „Energy Performance“. Bewertet wurden der Energieverbrauch und die solare Energiebereitstellung im realen Betrieb. Der Lohn für die Rosenheimer HDU: ein erster Platz. Zweite Plätze für „levelup“ gab es in den Kategorien „Comfort“ und „Functioning“. Hier zählt der Innenraumkomfort mit Schallschutz, Beleuchtung, Luftqualität oder auch Effizienz der Haushaltsgeräte. Zudem gewann das Team zwei Sonderpreise: den „Indoor Air Quality Award“ und den dritten Platz beim „Sustainable Architectural Lighting Award“.

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Professor Jochen Stopper von der Fakultät für Innenarchitektur, Architektur und Design hat die Studenten vom Anfang bis zum Finale beim Solar Decathlon begleitet. Das „levelup“-Team mit allen Unterstützern hätte den über 100 000 Besuchern in Wuppertal gezeigt, was schon heute möglich ist: klimaneutrales, ressourceneffizientes, recycelbares, flächensparendes und bezahlbares Bauen und Wohnen. Nach vielfachen Kaufangeboten und Realisierungsanfragen will man laut Stopper über weitere Umsetzungsschritte nachdenken.

Entwickelt, geplant und umgesetzt wurde das Projekt von einem interdisziplinären Studierendenteam der TH Rosenheim, das nach zweieinhalb Jahren Arbeit und dem Finale in Wuppertal mit unzähligen wertvollen Erfahrungen nach Rosenheim zurückgekehrt ist.

Masterstudent Sebastian Obermaier lobt, dass Teamwork bestimmender war als Konkurrenz. „Wir haben uns gegenseitig unterstützt, sodass auch jedes Team seine House Demonstration Unit fertigstellen konnte.“

Projekt bildet fachlich weiter

„Neben der interdisziplinären Arbeit zwischen den Fachbereichen und dem Lösen von Problemen auf einer Baustelle, war das Tragen von Verantwortung, auch gegenüber Partnern und Sponsoren, eine neue Erfahrung für uns alle“, ergänzt Innenarchitektur-Studentin Giulia Bettini.

Professor Heinrich Köster, Präsident der TH Rosenheim, zieht ein Fazit aus Sicht der Hochschule: „Unser Team hat eine ganz starke Leistung abgeliefert.“ Er habe sich in Wuppertal von der außergewöhnlich hohen Qualität der Wohneinheit überzeugen können. „Wir nehmen aus dem Wettbewerb wertvolle Erkenntnisse mit und werden bei Forschungsaktivitäten in der Zukunft sicher davon profitieren.“ re/MN

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