98 Tage in Haft

Kiefersfelden – Am Donnerstag haben die Grenzkontrollen die Reisepläne eines Senegalesen völlig durcheinandergebracht.

Der Afrikaner muss seine Reise sogar für knapp 100 Tage unterbrechen. Die Bundespolizisten kontrollierten den senegalesischen Reisenden in einem Fernbus aus Italien. Der 28-Jährige konnte sich den Beamten gegenüber zunächst mit seinem Flüchtlingspass und einer gültigen italienischen Aufenthaltserlaubnis ausweisen. Sein Reisebus fuhr dennoch ohne ihn weiter. Wie sich bei der Überprüfung seiner Personalien herausstellte, suchte die Staatsanwaltschaft Kempten nach ihm. Laut Haftbefehl hatte das Amtsgericht Lindau dem Senegalesen wegen eines früheren illegalen Einreiseversuchs im Jahr 2018 eine Geldstrafe in Höhe von 980 Euro auferlegt. Diese Justizschulden hatte der Mann jedoch bislang nicht beglichen. Nun wird er laut Polizei voraussichtlich für 98 Tage in Haft bleiben müssen.

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