Fahrgäste werden über drohende Engpässe informiert

Streiks bei der Bahn treffen wohl auch Meridian-Kunden

Von erneut drohenden Streiks bei der Bahn könnten diesmal auch die Fahrgäste des Meridian betroffen sein. Foto Aerzbäck
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Von erneut drohenden Streiks bei der Bahn könnten diesmal auch die Fahrgäste des Meridian betroffen sein. Foto Aerzbäck

Rosenheim - Schlechte Nachrichten für Pendler, Schüler, Studenten und Ausflügler: Am gestrigen Freitag ist um 16 Uhr die Frist im Tarifstreit zwischen Deutscher Bahn (DB) und Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) abgelaufen. Anders als beim Arbeitskampf der Lokführer-Gewerkschaft könnten bei einem jetzt zu erwartenden Streik auch Fahrgäste des von der Bayerischen Oberlandbahn betriebenen Meridian auf den Nahverkehrsachsen München-Salzburg, München-Kufstein und Holzkirchen-Rosenheim sowie der Südostbayernbahn betroffen sein.

Und das, obwohl die Meridian-Mitarbeiter gar nicht streiken. "Unsere Kollegen sind in einem eigenen Tarifvertrag organisiert, der gerade nicht zur Debatte steht", so Meridian-Qualitätsmanager Arno Beugel.

Für die Fahrgäste kann der Streik dennoch gravierende Folgen haben. "Wenn ein Fahrdienstleiter streikt, dann hat das sofort Einfluss auf alle Verbindungen, die dieser Fahrdienstleiter regelt", sagt Beugel. Ohne Fahrdienstleiter, die von der DB AG eingesetzt werden, könnten schlichtweg keine Züge fahren. "Wir bitten alle unsere Fahrgäste, sich auf mögliche Zugausfälle einzustellen", rät der Qualitätsmanager, der bereits in der ersten Hälfte der nächsten Woche mit Auswirkungen rechnet.

"Es ist zu befürchten, dass die Streiks verstärkt ab Dienstag stattfinden, wenn vor allem Berufspendler und Schüler unterwegs sind." Fahrgästen empfiehlt die Bayerische Oberlandbahn als Betreiber des Meridian, sich über die aktuelle Lage zu informieren und mehr Zeit einzuplanen. "Es kann natürlich auch sein, dass die Frist der EVG verstreicht, ohne dass es auf unseren Strecken zu Streiks kommt. Das können wir aber leider nicht vorhersehen", so Beugel.

Insbesondere zu den Hauptverkehrszeiten mit Schüler- und Pendlerverkehr sei es im Arbeitskampf nicht möglich, ausreichend Busse für einen Schienenersatzverkehr zur Verfügung zu stellen. Da alle Bahnstrecken im Freistaat betroffen sein können, sei der Bedarf an Ersatzbussen im Streikfall sehr hoch. Bereits seit gestern wurden nach Angaben des Meridian-Managers die Fahrgäste in den Zügen auf drohende Ausfälle von Verbindungen hingewiesen. aez

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