Neue Maßnahmen beschlossen

Corona-Zahlen bereiten Stadt und Landkreis Rosenheim Sorgen – Auch wieder Schulen betroffen

Coronavirus - Ludwigslust
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Ein Coronavirus-Test bei der Auswertung (Symbolfoto). Viele Tests in der Region fallen positiv aus.
  • vonAlexandra Schöne
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Rosenheim – Die Region Rosenheim sorgt wieder bundesweit für Schlagzeilen: Die Stadt ist erneut Corona-Hotspot. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt aktuell 67,7 (Stand 12. Oktober, 0 Uhr). Der Landkreis hat ebenfalls die erste Warnmarke von 35 überschritten. Die Fallzahl liegt bei 37,1. Ein Lagebild.

Die Corona-Lage in der Stadt Rosenheim

Die Zahlen steigen und steigen. Donnerstag, 8. Oktober, hat die Stadt Rosenheim erstmals die kritische Marke von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen überschritten. Trauriger Höhepunkt am Wochenende: eine Fallzahl von 70,8.

Auf die steigenden Infektionszahlen hat die Stadt mit verschärften Maßnahmen reagiert. In privaten wie öffentlichen Räumen dürfen sich nur noch maximal fünf Personen gemeinsam aufhalten. An privaten Veranstaltungen zu Hause und in der Gastronomie dürfen in Räumen nicht mehr als 25 und im Freien nicht mehr als 50 Gäste teilnehmen. Die Sperrstunde für Gastronomiebetriebe und Bars beginnt um 23 Uhr. Außerdem dürfen die Bürger – wie in der Stadt München – auf öffentlichen Plätzen keinen Alkohol trinken.

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Verstöße gegen diese Regeln habe es bei den Kontrollen am vergangenen Wochenende nicht gegeben, sagt Rosenheims Polizeihauptkommissar Robert Maurer. „Es gab keine Beanstandungen, alles war positiv. Man muss den Bürgern ein großes Kompliment aussprechen.“ Die weitere Entwicklung will die Stadt Rosenheim „genau beobachten“, sagt Sprecherin Sabine Lemm auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen. Eine nochmalige Verschärfung: nicht ausgeschlossen.

Die Corona-Lage im Landkreis Rosenheim

Im Landkreis Rosenheim ist die Lage etwas entspannter als in der Stadt. Doch auch hier steigen die Infektionszahlen. Deshalb hat nun auch der Landkreis nachjustiert und die Auflagen verschärft. Das bedeutet: Ab Dienstag, 13. Oktober, ist die Teilnehmerzahl für Veranstaltungen (Hochzeiten, Beerdigungen, Geburtstage) und nicht öffentliche Versammlungen in geschlossenen Räumen auf 50 beschränkt.

Sollten Zusammenkünfte in privaten, geschlossenen Räumlichkeiten stattfinden, empfiehlt die Kreisbehörde „dringend“, die Anzahl auf 25 Teilnehmer zu beschränken. Für Veranstaltungen im Freien rät die Behörde, eigenverantwortlich nicht mehr als 100 Teilnehmer zuzulassen.

Schulen in Stadt und Landkreis Rosenheim

An den weiterführenden Schulen in der Stadt Rosenheim gelten seit Montag verschärfte Regeln. Zuletzt haben die Schüler die Masken nur im Gebäude, nicht aber am Platz im Klassenzimmer getragen. Das hat sich geändert. Ab der 5. Klasse gilt die Maskenpflicht auch im Unterricht, sofern kein 1,5-Meter-Mindestabstand eingehalten werden kann. An den Schulen im Landkreis gilt es nach wie vor, auf dem gesamten Schulgelände eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Im Unterricht muss keine Maske aufgesetzt werden.

Neue Fälle sind in der Zwischenzeit wieder an mehreren Schulen aufgetreten: Einen weiteren positiven Test gibt es an der Mittelschule am Luitpoldpark in Rosenheim, zwölf Personen befinden sich in diesem Zusammenhang in Quarantäne. In der Kinderkrippe „Wurzelkinder“ in Rimsting gibt es ebenfalls eine weitere Infektion. Damit wurden bisher insgesamt vier Personen positiv getestet. Aktuell befinden sich circa 30 Kinder und 14 Mitarbeiter in Quarantäne.

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Auch in der Grundschule Feldkirchen-Westerham wurde eine Person positiv auf das Coronavirus getestet. Betroffen ist eine Schulklasse. Insgesamt müssen 24 Personen in Quarantäne. In der Altenpflegeschule Rosenheim gibt es zwei positive Testergebnisse. 40 Personen gelten als Kontaktpersonen ersten Grades und befinden sich in Quarantäne.

Stichwort: Quarantäne

Für alle bestätigten Covid-19-Erkrankungsfälle und deren enge Kontaktpersonen gilt eine 14-tägige Quarantäne. Die Bürger müssen sich laut Ina Krug, Sprecherin des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim, täglich bei der Behörde melden – entweder per Mail oder telefonisch. Tun sie das nicht, nimmt das Amt Kontakt auf. Gibt es einen Hinweis, dass sich jemand nicht an die Quarantäneanordnung hält, bittet das Gesundheitsamt die Polizei um Amtshilfe. Diese würde dann vor Ort kontrollieren.

Und wie steht es um die Disziplin? Überwiegend werde die Quarantänepflicht eingehalten, sagt Ina Krug. Bisher seien 20 Fälle bekannt, in denen Personen gegen die Anordnung verstoßen hätten. In allen Fällen seien Bußgeldverfahren eingeleitet worden. Der Regelsatz bei einem Verstoß beläuft sich laut der Sprecherin aktuell auf 2000 Euro.

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