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Gesundheitsamt erlässt Abkochverfügung

Starkregen verunreinigt Trinkwasser in Brannenburg, Flintsbach, Degerndorf und Raubling

Starke Regenfälle haben das Trinkwasser aus dem Quellgebiet „Förchenbachtal“ verunreinigt. Ab sofort müssen Bürger aus den Gemeinden Brannenburg, Degerndorf, Raubling und Flintsbach das Wasser abkochen.
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Starke Regenfälle haben das Trinkwasser aus dem Quellgebiet „Förchenbachtal“ verunreinigt. Ab sofort müssen Bürger aus den Gemeinden Brannenburg, Degerndorf, Raubling und Flintsbach das Wasser abkochen.
  • Barbara Forster
    VonBarbara Forster
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Bürger aus den Gemeinden Brannenburg, Degerndorf, Raubling und Flintsbach müssen ab sofort ihr Trinkwasser abkochen. Das Gesundheitsamt Rosenheim hat am Montag, 23. August, eine Abkochverfügung erlassen. Grund für die Verfügung sind Verunreinigungen durch starke Regenfälle in den vergangenen Tagen.

Brannenburg/Flintsbach/Raubling – Durch die Niederschläge wurden die Quellen am „Förchenbachtal“ verschmutzt, teilt Rüdiger Langanke, Vorsitzender des Wasserbeschaffungsverband Degerndorf mit. Bürger aus den Gemeinden Brannenburg, Degerndorf, Raubling und Flintsbach müssen ab sofort ihr Trinkwasser abkochen. Das Gesundheitsamt Rosenheim hat am gestrigen Montag eine Abkochverfügung erlassen. Grund für die Verfügung sind Verunreinigungen durch starke Regenfälle in den vergangenen Tagen, teilt Rüdiger Langanke, Vorsitzender des Wasserbeschaffungsverband Degerndorf, mit. Durch die Niederschläge wurden die Quellen am „Förchenbachtal“ verschmutzt. Etwa 20 000 Haushalte seien von der Verunreinigung betroffen, schätzt der Vorsitzende.

Keime noch unbekannt

Welche Keime genau ins Wasser gelangt sind, konnte Langanke auf Nachfrage nicht beantworten: „Wir sind momentan dabei, die entsprechenden Anlagen zu chloren. Das betrifft das Ortsnetz sowie die Wassergewinnungsanlagen“, berichtet der Vorsitzende. Weil zunächst gechlort und dann gespült werden müsse, könne die Leitungsdesinfektion etwa 14 Tage dauern, schätzt er.

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Die Bürger sind derzeit angehalten, das Wasser – sofern es zum Trinken, zum Spülen oder zum Zähneputzen gedacht ist – nur abgekocht zu verwenden. Diese Aufforderung gelte bis auf Widerruf. Nach dem Abkochen sollte das Wasser mindestens zehn Minuten abgekühlt werden, um eventuell vorhandene Keime wirksam abzutöten, rät der Wasserbeschaffungsverband. Vor allem bei Säuglingen und alten Menschen sei besondere Vorsicht geboten.

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„Das ist sehr ärgerlich, weil wir eigentlich ein sehr gutes Trinkwasser haben, auf das wir stolz sind. Aber trotzdem passiert sowas“, sagt Olaf Kalsperger, Bürgermeister von der Gemeinde Raubling. Matthias Jokisch, Brannenburger Rathauschef, sagt: „Es ist sehr schnell reagiert worden. Ein Riesen-Aufwand, der auf viele Schultern verteilt wurde.“ Alle Hebel seien in Bewegung gesetzt worden, damit das Trinkwasser bald wieder unabgekocht verwendet werden kann. „Eine sehr ernste Geschichte“, findet Jokisch, „so einen Fall hatten wir das letzte Mal 1999 in Brannenburg.“

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