Eröffnungsfeier am Montag in Inzell - Heuer erstmals Final-Wettbewerbe

800 Sportler bei "Special Olympics"

Mit Begeisterung hefteten sich die Athleten der Lebenshilfe bei ihrem letzten Training vor den Winterspielen in der Hochberg-Loipe an die Fersen von Tobias Angerer (Zweiter von rechts). Foto Mergenthal
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Mit Begeisterung hefteten sich die Athleten der Lebenshilfe bei ihrem letzten Training vor den Winterspielen in der Hochberg-Loipe an die Fersen von Tobias Angerer (Zweiter von rechts). Foto Mergenthal

Inzell - Der Countdown läuft: Am kommenden Montag, 2. März, wird in der Max Aicher-Arena das Feuer für die Nationalen Winterspiele "Special Olympics" entzündet.

Etwa 800 Athletinnen und Athleten mit geistiger Behinderung gehen in acht Sportarten an den Start und geben im Sinne des ursprünglichen olympischen Gedankens ihr Bestes. Die heimischen Athleten fiebern natürlich besonders auf das Ereignis hin, darunter 20 Sportlerinnen und Sportler der Lebenshilfe Traunstein und gut 20 vom Heilpädagogischen Zentrum (HPZ) Ruhpolding. Auf der nach ihm benannten Loipe am Hochberg bei Traunstein trainierte der bekannte Skilangläufer Tobias Angerer nun das Lebenshilfe-Team.

"Mir hat's riesig Spaß gemacht. Sie haben sich sehr gut auf den Skiern bewegt. Ich habe ihnen gar nicht mehr viel beibringen müssen", lobt der Gewinner des Skilanglauf-Weltcups 2006 und 2007 vom SC Vachendorf seine Schützlinge. Als ehemaliger Spitzensportler kann er sich gut einfühlen, wie es den Lebenshilfe-Athleten derzeit geht: "Sie fiebern auf das Ereignis vor der eigenen Haustüre hin und zählen die Tage, bis es los geht." Mit dabei ist unter anderem der Schreiner Markus Hinterbrandner (26) aus Traunstein, ein passionierter Ausdauer-Sportler. "Den Heimvorteil möchte ich schon nutzen", betont er. "Ich bin schon ein bisserl aufgeregt", gesteht Siegmund Klosa (45), der stolz auf seine eigene Wohnung in Traunstein und seine Hausmeister-Stelle am HPZ Ruhpolding ist. Einige Lebenshilfe-Athleten absolvieren schon mal einen Testlauf bei der Chiemgau Team Trophy am Sonntag.

Insgesamt werden in Inzell vom 2. bis 5. März mehr als 2800 aktive Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Winterspiele involviert sein. Bereits 2009 war Inzell Gastgeber dieser Spiele. Die Sitzplätze für die Eröffnungsfeier waren schnell ausgebucht, doch damit die gesamte Bevölkerung teilnehmen kann, wurden noch jede Menge Stehplätze bereitgestellt.

Das genaue Programm ist noch eine Überraschung. Die Eröffnungsfeier dauert am Montag von 18.30 bis 20 Uhr, Einlass ist um 17.30 Uhr. Die Spiele werden von der Schirmherrin von Special Olympics Deutschland, Daniela Schadt, eröffnet. Mit einbezogen sind Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Anni Friesinger-Postma, die "Gesichter der Spiele", Tobias Angerer, Tanja Kirsch und Stefan Birnbacher, sowie alle bayerischen Athletensprecher, SOD-Botschafter Frank Busemann und Stefanie Hertel mit ihrer Band. Höhepunkt wird das Special Olympics-Zeremoniell sein, zu dem unter anderem die Entzündung des olympischen Feuers und eine Olympia-Hymne gehören.

Aus der Region gestalten die Eröffnung mit: der Kirchenchor und die Musikkapelle Inzell, der Trachtenverein GTEV D'Falkastoaner Inzell, der DEC Inzell-Frillensee mit allen Abteilungen und die Eissportgruppe des ESC River Rats Geretsried. Wichtig für Besucher: An der Arena gibt es keine Parkplätze, jedoch im Ort Inzell unter anderem in der Schwimmbadstraße.

Alle Wettbewerbe und die "Olympic Town" in der Max Aicher-Arena sind frei zugänglich. Menschen mit und ohne Behinderung können im wettbewerbsfreien, offenen Mitmachangebot im Ludwig-Schwabl-Sportpark, an der Lindlbauer-Loipe und an den Kesselliften miteinander Sport treiben. In der "Olympic Town" in der Arena finden sich Infostände verschiedener Einrichtungen.

Zum ersten Mal gibt es heuer Final-Wettbewerbe. Eine Abendveranstaltung im Eisschnelllauf mit den Endläufen über 500 Meter sowie "Unified Staffeln" über 20 Runden werden am Mittwoch, 4. März, ausgetragen. Erstmals gibt es auch Schnuppertrainings für jedermann: am 3. März um 15.30 Uhr in der Inzeller Eishalle und am 5. März von 9 bis 12 Uhr in der Sporthalle. vm

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