Einbrecher erbeuteten über 200.000 Euro bei Stephanskirchener Zahnarzt – Prozess beginnt

Beim Einbruch in eine Zahnarztpraxis in Stephanskirchen hatten die Täter unter anderem zahlreiche medizinische Geräte gestohlen.
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Beim Einbruch in eine Zahnarztpraxis in Stephanskirchen hatten die Täter unter anderem zahlreiche medizinische Geräte gestohlen.

Die Beute war groß, reichlich kann aber auch das Strafmaß ausfallen: Heute (30. Juli) ab 9 Uhr muss sich vorm Landgericht Traunstein wegen schweren Diebstahls einer der Männer verantworten, die 2016 in eine Zahnarztpraxis in Stephanskirchen eingebrochen sein sollen. 

Traunstein/Stephanskirchen – Irgendwann in der Nacht vom 20. auf den 21. Juli 2016 kamen sie, versehen mit einem Bohrer und genauem Wissen, was in einer Praxis besonders wertvoll ist: Die Täter, die in jener Nacht in eine Zahnarzt-Praxis in Stephanskirchen einbrachen, entwendeten Technik und Materialien im Wert von über 220 000 Euro. Wegen dieser Tat muss sich heute ab 9 Uhr ein 32-jähriger Ukrainer vor dem Landgericht Traunstein verantworten. Die Anklage lautet auf schweren Diebstahl.

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Alles mitgenommen, was wertvoll ist

Die Staatsanwaltschaft wirft Mykola K. vor, irgendwann in der Nacht das Schloss einer Terrassentür aufgebohrt und sich so Zutritt zu der Praxis verschafft zu haben. Er und ein Komplize, dessen Verhandlung noch aussteht, nahmen mit, was wertvoll ist: eine Lichthärtelampe, Operationsinstrumente, Implantatteile, Schläuche mitsamt Motoren für Zahnbohrungen und Zahnreinigungen, Geräte für Wurzelfüllungen, einen Motor für Wurzelkanalbehandlungen, einen CAD-Scanner, eine Laser-Vorrichtung, Artrikulatoren und eine Lupenbrille weist die Anklageschrift als Beute aus. Außerdem sackten sie eine Kaffeekasse ein. Inhalt: 20 Euro.

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Seit Oktober 2019 in Untersuchungshaft

Gut eineinhalb Jahre später gingen Mykola K. und sein Komplize der Polizei ins Netz: Beamte hatten in der Zahnarztpraxis Spuren sichern können, die mit Spuren einer späteren Tat übereinstimmten. Im Dezember 2017 stellte das Amtsgericht Rosenheim einen Haftbefehl aus. Seit Oktober vergangenen Jahres saß Mykola K. in Dresden in Untersuchungshaft. we

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