Kommentar

Schweigen zu schlechten Zahlen - es bleiben offene Fragen

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  • Rosi Gantner
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Die Region Rosenheim hinkt bei der Erstimpfung dem bayern- und deutschlandweiten Durchschnitt hinterher. Rosi Gantner, Chefreporterin der OVB-Heimatzeitungen, ordnet in ihrem Kommentar die Zusammenhänge ein.

Freundliches Personal, kompetente Einführung – so bekommen wir mittlerweile von vielen Lesern das Durchlaufen des Rosenheimer Impfzentrums gespiegelt. Und dennoch scheint die Impfkampagne in der Region seit Monaten nur mühsam in Schwung zu kommen, vielfach geradezu vor sich hinzuholpern.

Denn was die Impfquote betrifft, ist die Region ins Hintertreffen geraten. Gerade, was die Erstimpfung angeht, die von Experten als besonders wichtig für einen ersten Schutz betrachtet wird.

Lesen Sie auch: Weiterhin Corona-Notbremse: Region Rosenheim kommt nicht unter Inzidenz von 100 (Plus-Artikel OVB-Online)

Hier steigerten sich Stadt und Landkreis quasi über Nacht zwar von 14,5 auf 16,7. Was allerdings einzig der Tatsache geschuldet ist, dass seitens der offiziellen Stellen die Zahlen am Vortag nur unvollständig, ohne die bereits erfolgten Impfungen bei den Hausärzten, an die Redaktion übermittelt worden waren.

Und dennoch liegen Stadt und Landkreis weiter deutlich hinter dem bayernweiten Durchschnitt (18,8) und Deutschland (18,5) zurück.

Die Gründe? Dazu schweigt sich die Stadt Rosenheim, organisatorisch mit dem Impfzentrum für immerhin an die 325.000 Bürger betraut, weiter aus. Ob sie sie nicht nennen kann oder will – auch das bleibt offen.

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