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Schönheits-OP für ein Kleinod

Große Pläne hat der neue Besitzer für das Schloss Altenburg. Fotos Merk/RE
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Große Pläne hat der neue Besitzer für das Schloss Altenburg. Fotos Merk/RE

Trotz seines prominenten Besitzers dämmerte das Schloss Altenburg in Aschbach (Gemeinde Feldkirchen-Westerham) jahrelang im Dornröschenschlaf dahin. Schönheitschirurg Professor Dr.

Werner Mang hatte große Pläne mit der Immobilie. Realisiert wurde indes nichts. Nun hat der prominente Arzt das Schloss verkauft. Auch der neue Besitzer setzt auf die Schönheit.

Feldkirchen-Westerham - "Wir haben uns in das Objekt verliebt", sagt Dr. Ludger Meyer, Facharzt für Chirurgie und Plastische Chirurgie an der Schönheitsklinik "Villa Bella" (München). Das Unternehmen ist der neue Besitzer des Altenburger Schlosses - und die Pläne für dessen Zukunft sind konkret.

"Wir bereiten ein feines, hochkarätiges Nutzungskonzept vor", sagt der Chirurg. Dieses schaut ganz anders aus als die Pläne, die Mang vor einigen Jahren vorlegte. Sein Entwurf sah, wie berichtet, ein Therapiezentrum für psychosomatische Erkrankungen vor. Gut 150 Betten waren geplant: "Das ist gar kein Vergleich zu unseren Ideen", sagt Meyer. Sein Unternehmen plant die Einrichtung einer Fachklinik für Chirurgie, plastische Chirurgie und Schmerztherapie: "Um die 15 Betten werden wir zur Verfügung stellen können", so der Mediziner. "Ruhig und nicht überkandidelt" soll es in der Einrichtung zugehen. Ein Ort der Erholung soll Schloss Altenburg werden. Deshalb gehört zu den Plänen von "Villa Bella" auch, die Parkanlage wieder auf Vordermann zu bringen. Diese soll laut Architekt "wieder in den Zustand gebracht werden, der ihren Zauber entstehen und erkennen lässt".

Bis es soweit ist, wird es ein weiter Weg. Vorige Nutzer haben einige Bausünden begangen: "Im Inneren gibt es beispielsweise Plastik-Duschkabinen. Da ist praktisch kein historischer Bestand mehr vorhanden", urteilt Meyer nach den ersten Besichtigungen der Anlage. Weitere werden folgen - auch mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, das schon im Vorfeld Wert darauf legte, "dass die überlieferten Ausstattungsbestandteile dringend zu erhalten sind".

Viele Fragen gilt es also noch zu klären, bis die Ärzte - laut Meyer "Münchner Mediziner mit internationalem Ruf" - und das Pflegepersonal ihre Arbeit beginnen können. Fakt ist, dass die "Villa Bella" möglichst schnell den Betrieb aufnehmen möchte: "Schließlich ist die Kapitalbindung enorm", sagt Meyer. Dazu zählen die Ausgaben für die anstehende Sanierung und Renovierung ebenso wie der Kaufpreis. "Dieser liegt im einstelligen Millionenbereich", so der Mediziner. Er verspricht, nach Klärung aller noch offenen Fragen, eine Informationsveranstaltung anzusetzen: "Erst einmal schauen wir jetzt, was wir auf der Hand haben - dann reden wir mit unseren Mitspielern." Sprich: der Gemeinde und den Bürgern.

Im Gemeinderat kamen die vorgelegten Pläne gut an. Mit 18:4 Stimmen wurde der Bauvoranfrage in der jüngsten Sitzung zugestimmt. Damit folgte das Gremium der Ansicht von Bürgermeister Bernhard Schweiger: "Wir sind ja froh, wenn das Schloss wieder mit Leben gefüllt wird." Rund vier Jahre hatte Leerstand in Altenburg geherrscht. Zuvor wurde die Immobilie als Seminargebäude der evangelischen Kirche genutzt.

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