Rosenheimer und Traunsteiner Kommunen wollen gemeinsam Energie sparen

Bei der Gründung des Energieeffizienz-Netzwerkswaren dabei (von links) vorne: Professor Dr. Dominikus Bücker (INEV, TH Rosenheim), Anton Wallner (Bürgermeister Bad Feilnbach), Karin Gall (Gemeinde Stephanskirchen), Josef Huber (Stellvertretender Landrat Rosenheim), Doris Laban (Bürgermeisterin Bad Endorf), Thomas Kamm (Bürgermeister Siegsdorf), Olaf Kalsperger (Bürgermeister Raubling), Georg Weigl (Bürgermeister Tuntenhausen), Dr. Isabel Bücker (INEV); hinten: Thomas Stürzer (INEV), Professor Dr. Eckhard Lachmann (TH Rosenheim), Peter Feldschmidt (Bad Feilnbach), Hans-Jürgen Schuster (Zweiter Bürgermeister Prien), Michael Schlosser (Prien), Matthias Baderhuber (Bürgermeister Waging), Rainer Auer (Bürgermeister Stephanskirchen), Christoph Schneider (Bürgermeister Neubeuern), Hans Holzmeier (Bürgermeister Schechen), Christian Praxl (Bürgermeister Rohrdorf), Bernhard Krichbaumer (Gemeinde Tuntenhausen), Markus Pletschacher (Stadt Rosenheim), Robert Freund (Stadt Rosenheim). INEV

Das Institut für nachhaltige Energieversorgung (INEV), mit Sitz an der Technischen Hochschule Rosenheim, hat gemeinsam mit den Bürgermeistern und Energiebeauftragten von 13 Rosenheimer und Traunsteiner Kommunen das Kommunale Energieeffizienz-Netzwerk Rosenheim-Traunstein gegründet.

Rosenheim – Ziel des Netzwerks ist es, einen breiten Erfahrungsaustausch zu Fragen der Energieeinsparung und des Klimaschutzes anzustoßen und mehr Transparenz über den Energieverbrauch der eigenen Kommune zu erhalten. Es soll helfen, Potenziale zu identifizieren, Ziele zu definieren und wirtschaftlich sinnvolle Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs umzusetzen. Insgesamt soll, damit der Energieverbrauch und die Treibhausgasemissionen der teilnehmenden Kommunen gesenkt werden.

Breiter Austauschvon Erfahrungen

Das INEV hatte das Projekt initiiert und im Oktober einen Förderantrag beim Projektträger Jülich gestellt. Das Bundesumweltministerium unterstützt im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative die Kommunen während der dreijährigen Netzwerkphase bei den Kosten der Netzwerkarbeit und der energietechnischen Beratung mit einer Förderung von 60 Prozent.

+++

Tipp der Redaktion: Kennen Sie schon unseren kostenlosen Feierabend-Newsletter? Die Top-Themen der Region um 17 Uhr per E-Mail – sauber ausrecherchiert und aufgeschrieben von Ihrer OVB-Redaktion. Jetzt Newsletter ausprobieren!

+++

Zu Beginn steht eine Analyse des Energieverbrauchs und die Identifikation von Einsparpotenzialen durch die energietechnischen Berater des INEV. Auf dieser Basis werden individuelle Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs entwickelt. Dabei können die Kommunen ihre individuellen Schwerpunkte festlegen. Bei der Ausarbeitung und Umsetzung unterstützt das Institut durch kontinuierliche und neutrale energietechnische Beratung.

Während der Netzwerkphase finden vierteljährlich Treffen statt, bei denen sich die Energiebeauftragten der Kommunen zu praktischen Fragen austauschen und ihre Erfahrungen bei der Umsetzung von Maßnahmen teilen können. Zusätzlich erhalten sie Expertentipps und Schulungen durch fachkundige Referenten.

Transfer von Wissen in die Gesellschaft

Professor Dr. Dominikus Bücker, Leiter des INEV, stellte begrüßt das große Interesse: „Dadurch, dass alle teilnehmenden Kommunen in der Region liegen, kann eine intensive Vernetzung stattfinden, die auch über die Zeit der geförderten Netzwerkphase hinaus besteht und von der die Kommunen nachhaltig profitieren können.“ Der Gastgeber der Gründungsveranstaltung, der stellvertretende Landrat Josef Huber, berichtete über die gute Zusammenarbeit zwischen Landkreis und Hochschule im Bereich des Klimaschutzes, die schon seit Jahren im Rahmen der Initiative „Energiezukunft Rosenheim (ezro)“ stattfindet.

Mehr zum Thema:

Energiezukunftspreis für fünf Unternehmen der Region

Professor Dr. Eckhard Lachmann, Vizepräsident der Technischen Hochschule Rosenheim betonte, dass sich die Hochschule als wichtiger Partner der Region in den Bereichen Bildung und Weiterbildung sowie Forschung und Entwicklung versteht. Er sieht das Energieeffizienznetzwerk als gutes Beispiel, wie Transfer von Knowhow von der Hochschule in die Gesellschaft gelingt. Zum Abschluss der Veranstaltung wurden die Gründungsverträge unterschrieben.

Kommentare