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„Der Rosenheimer Norden brennt“: Mahnfeuer gegen Neubautrasse des Brenner-Nordzulaufs geplant

Mit Mahnfeuern wollen Bürger in der Region gegen eine mögliche Trasse zum Brenner-Nordzulauf demonstrieren. Foto: dpa
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Mit Mahnfeuern wollen Bürger in der Region gegen eine mögliche Trasse zum Brenner-Nordzulauf demonstrieren. Foto: dpa

Unter dem Motto „Der Rosenheimer Norden brennt“ wollen Bürger am kommenden Samstag gegen eine der möglichen Neubautrassen des Brenner-Nordzulaufs mit Mahnfeuern protestieren. Auch eine Ballonkette soll dabei zum Einsatz kommen.

Von Kathrin Gerlach

Rosenheim – Mehr als 25 Mahnfeuer werden am Samstag, 11. Januar, entfacht. Mit der Aktion „Der Rosenheimer Norden brennt“ protestieren die Bürgerinitiativen im Brennerdialog gegen den Bau einer Neubautrasse des Brenner-Nordzulaufs. Die Aktion beginnt um 15 Uhr am Kreisel B15/Langenpfunzen. Entlang der möglichen Trasse wird vom Inn bis nach Mintsberg/Wernardsberg eine Ballonkette errichtet, um das Ausmaß der Hochtrasse – eine der fünf Varianten – sichtbar zu machen.

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„Viele Menschen stellen sich unter einer neuen Bahntrasse zwei kleine, harmlose Gleise vor. Aber die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke besteht aus Hochtrassen, Brückenbauwerken, Überbauungen und bis zu 50 Meter breiten Schneisen, die die Landschaft wie eine Autobahn zerschneiden“, betonen Thomas Riedrich, Vorsitzender des Brennerdialog, und der Stephanskirchener Bürgermeister Rainer Auer.

Informationen zum Planungsstand

Alle 50 Meter werden die Luftballons auf der Höhe des möglichen Brückenbauwerks schweben und so die „brutalen Auswirkungen der kilometerlangen Hochtrasse sichtbar machen“. Zudem informieren Riedrich und Auer über den Planungsstand, die Ergebnisse der Petition und weitere Protestaktionen.

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Gegen 16.30 Uhr wird am Kreisel ein Mahnfeuer entfacht. Zwei Stunden später wird laut Organisatoren dann der gesamte Rosenheimer Norden brennen. Von Stetten bei Ostermünchen über Berg, Bretschleifen, Aubenhausen, Hilperting, Bach, Buchrain, Ester, Bichl, Moos, Kolberg, Hub bis nach Aschach sowie von Haslau über Mühlbach, Thonbichl, Ried und Ödenhub bis nach Mintsberg werden Mahnfeuer brennen.

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„Wir wollen deutlich machen, in welchem Ausmaß der Brenner Nordzulauf Natur und wertvolle Schutzgebiete zerstören würde“, betont Jakob Wallner von der Bürgerinitiative Großkarolinenfeld. Er hat die Mahnfeuer initiiert und weiß: „25 Landwirte machen schon mit. Tendenz steigend.“ Die Landwirte kämpfen nicht nur um den Erhalt der Natur, sondern zugleich um ihre Existenz. „Mit dem Brenner-Nordzulauf gehen 200 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche verloren. Das ist die Existenz von acht bis zehn Landwirten“, betont Wallner.

Aktion soll als „Weckruf“ dienen

Deshalb setzt sich der Brennerdialog nach eigenen Angaben ein für eine ehrliche und vernünftige Verkehrspolitik sowie den Ausbau der Bestandsstrecke ein. Gleichzeitig sollen die Mahnfeuer ein Weckruf an die Bevölkerung sein. „Ich glaube, bei vielen Menschen ist noch nicht angekommen, was der Brenner-Nordzulauf für die Region bedeutet“, sagt Wallner, selbst Biobauer. „Unser Land wird nicht mehr das sein, was es heute ist. Ist die Trasse gebaut, wird es Jahre dauaern, ehe die landwirtschaftlichen Flächen wieder nutzbar sind. Die Verunstaltung unserer Orte und Landschaften wird dazu führen, dass Naherholung und Tourismus hier keine Rolle mehr spielen.“

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Wer sich an der Aktion „Der Rosenheimer Norden“ beteiligen möchte, kann schon ab 13 Uhr dabei helfen, die Ballonkette zu errichten. Wer selbst Mahnfeuer entzünden möchte, erhält bei Jakob Wallner unter Telefon 08 06 7/8 64 nähere Informationen zur Vorgehensweise.

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