EINSTIMMIGER BESCHLUSS

Rosenheimer Kreistag macht Weg für Pflegestützpunkt der Stadt und des Landkreises frei

Die Hand eines Menschen zu halten , ist für Pflegebedürftige eine wichtige Form menschlicher Zuneigung. Was die Pflegeberatung betrifft, soll künftig ein Pflegestützpunkt Betroffenen und deren Familien weiterhelfen.
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Die Hand eines Menschen zu halten , ist für Pflegebedürftige eine wichtige Form menschlicher Zuneigung. Was die Pflegeberatung betrifft, soll künftig ein Pflegestützpunkt Betroffenen und deren Familien weiterhelfen.
  • Norbert Kotter
    vonNorbert Kotter
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Mit einem einstimmigen Beschluss hat der Kreistag den Weg für die Errichtung eines gemeinsamen Pflegestützpunktes der Stadt und des Landkreises Rosenheim freigemacht. Das Gremium folgte der ebenfalls ohne Gegenstimme abgegebenen Empfehlung des Kreisausschusses.

Rosenheim – Ein Stein der Erleichterung fiel Landrat Otto Lederer (CSU) gleich zu Beginn der Debatte über diesen Tagesordnungspunkt vom Herzen. Grund: Er konnte seiner Verwaltung attestieren, „mit viel Fingerspitzengefühl“ alle Fragen verhandelt zu haben, die es im Vorfeld der Kreistagsentscheidung zu klären galt.

Wichtigste Aufgabe war, die Partner aus den Reihen der Wohlfahrtsorganisationen von dem Konzept zu überzeugen, mit denen der Landkreis bisher im Bereich von Fragen zur Pflege gut zusammengearbeitet hat. Der Landrat hatte bereits bei der Entscheidung des Kreisausschusses betont, dass der Kreis bei der Pflegeberatung nicht bei Null anfange und schon bisher freiwillig Geld hierfür ausgegeben habe.

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Da der Landkreis jetzt selber eine Beratung anbieten dürfe, wolle man diesen Weg gehen und setze auf eine enge Kooperation mit der Stadt Rosenheim. Die hatten auch die Freien Wähler und die AfD im Auge, als sie ihre Anträge auf Einrichtung eines solchen Stützpunktes stellten.

„Wir errichten offiziell zwei Stützpunkte, aber wir werden eng kooperieren in einer Gebäudlichkeit“, informierte der Landrat.

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Lederer schwebt vor, das Landkreispersonal nicht ausschließlich ortsgebunden einzusetzen. „Wir wollen in der Fläche präsent sein. Das hat für uns einen hohen Stellenwert.

Darüber müssen wir mit unseren Partnern sprechen. Eventuell müssen wir auch über den Einsatz mobiler Einheiten nachdenken“, sagte der Landrat. Lederers Devise: „Wir wollen nicht Ängste schüren, sondern Vertrauen schaffen.“

Erster Vorstoß durch Bezirksrat Hofer

Bezirksrat Sepp Hofer (Freie Wähler), von dem einst der erste Vorstoß in diese Richtung kam, teilte die Erleichterung des Landrats. „Wir dürfen froh darüber sein, dass wir das heute auf den Weg bringen.“ Ausdrücklich begrüßte Hofer die Kooperation mit der Stadt, aber auch die geplante Zusammenarbeit mit den im Pflegebereich tätigen Wohlfahrtsorganisationen.

Christian Demmel (AfD) sprach von einem guten Verhandlungsergebnis und bat um ein geschlossenes Signal des Kreistags.

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„Das Wichtigste für uns ist, dass der Stützpunkt eine neutrale Stelle wird, die umfasssend berät“, meinte der frühere Pruttinger Bürgermeister Hans Loy (CSU).. Da konnte ihn Sepp Hofer beruhigen. „Der Gesetzgeber will ja gerade, das die Wohlfahrtsverbände die Beratung nicht übernehmen.“

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