Rosenheimer Grünen-Sprecherin: Aussagen von Palmer "widersprechen unseren Werten und Idealen"

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Steffi König, Sprecherin der Grünen im Landkreis Rosenheim, sagt über Boris Palmer: "Wir sollten seine Person nicht größer machen, als sie ist."
  • Heidi Geyer
    vonHeidi Geyer
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Steffi König, die Sprecherin der Grünen im Landkreis Rosenheim, äußert sich zu Boris Palmers Forderungen nach Lockerungen in der Corona-Krise.

Der grüne Oberbürgermeister von Tübingen, Boris Palmer, hat in den vergangen Tagen mit folgender Äußerung für Aufregung gesorgt: „Wir retten in Deutschland möglicherweise Menschen, die in einem halben Jahr sowieso tot wären.“ Hintergrund war die Forderung nach Lockerungen in der Corona-Krise. In der Zwischenzeit hat er sich für diese Formulierung entschuldigt. Was sagt Steffi König (51), Sprecherin der Grünen im Landkreis Rosenheim, zu seinen Äußerungen?

Wie bewerten Sie die Aussagen von Herrn Palmer?

Ich distanziere mich ähnlich wie Robert Habeck ganz klar von den Aussagen Herrn Palmers. Diese Aussagen sprechen nicht für die Grünen, sie widersprechen unseren Werten und Idealen vollkommen.

Wird die Diskussion den Grünen eher schaden oder nützen?

Ich glaube, dass es uns nachträglich weder schadet, noch nützt. Herr Palmer ist Oberbürgermeister der Stadt Tübingen in Baden-Württemberg. Er hat darüber hinaus keine landes- oder bundespolitischen Ämter bei den Grünen. Wir sollten seine Person daher nicht größer machen, als sie ist.

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Befürworten Sie einen Parteiausschluss Boris Palmers?

Dazu kann ich nichts sagen. Der Kreisverband Tübingen hat Palmer ja bereits aufgefordert, seine Haltung zu überdenken. Die beiden Landesvorsitzenden haben sich ebenfalls distanziert, die Bundesvorsitzenden auch. Ein Parteiausschluss ist jedoch Sache des Landesverbandes Baden-Württemberg.

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