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Rosenheimer Erntebilanz: Südlicher Landkreis fällt besser aus als der Norden

Mehr Wintergetreide als sonst bauten heuer die Landwirte in Stadt und Landkreis Rosenheim an. dpa
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Mehr Wintergetreide als sonst bauten heuer die Landwirte in Stadt und Landkreis Rosenheim an. dpa

Die Erntebilanz der Landwirte in Stadt und Landkreis Rosenheim fällt zufriedenstellend aus. Es gebe aber Unterschiede zwischen den Höfen im nördlichen Landkreis und denen im Süden, sagte Kreisobmann Josef Bodmaier im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen. Die Trockenheit habe sich in der Gegend um Wasserburg und Haag stärker bemerkbar gemacht als auf den Feldern näher an den Alpen.

Rosenheim/Landkreis

Hitze im Frühjahr hat Auswirkungen

„Im Frühjahr war es in diesem Jahr ziemlich heiß, das haben die Landwirte schon zu spüren bekommen“, so Bodmaier. Viele von ihnen hätten die Anbauplanung daher umgestellt und zum Beispiel mehr Wintergetreide angebaut, da dies sicherere Erträge bringe. Der Mais stehe heuer gut, bilanzierte Bodmaier. Im Norden sei er durch die Trockenphase etwas früher, im Süden hingegen später dran als in den Vorjahren. Die Silos seien vor allem im südlichen Landkreis bestens gefüllt.

An der Lage der Milchbauern hat sich nach Darstellung des Kreisobmanns nicht viel verändert, sie haben nach seinen Worten nach wie vor mit dem niedrigen Milchpreis zu kämpfen. „Derzeit stehen wir bei etwa 35 Cent pro Liter. Das ist noch etwas weniger als zum gleichen Zeitpunkt 2018. An sich wäre langfristig ein Preis von 40 Cent pro Liter erforderlich, um kostendeckend zu wirtschaften“, erläuterte Bodmaier.

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Etwa 90 Prozent der Landwirte ernähren ihre Kühe seinen Angaben nach inzwischen ohne gentechnisch verändertes Leistungsfutter. Auch bei der Haltung der Tiere tut sich etwas, immer mehr Bauern setzen auf einen Laufstall. „Nur noch etwa ein Drittel der Kühe stehen in Anbindeställen.“ Doch nicht jeder Landwirt könne es sich leisten, einen Laufstall zu bauen. Wenn die Weiterführung des Betriebs nicht sicher sei, würde eine so große Investition auch nicht mehr unbedingt getätigt.

Schweinefleisch stärker nachgefragt

Zum Schlachtviehmarkt sagte Bodmaier, dieser dümpele so vor sich hin. Schweinefleisch sei gut nachgefragt, was vor allem an den Exporten nach China liege. Für ein Kilo müsse man etwa 1,85 Euro bezahlen, der Durchschnitt lag 2018 bei circa 1,50 Euro. Der Fleischpreis bei Jungbullen betrage durchschnittlich 3,40 Euro pro Kilo, das sei etwas weniger als im Vorjahr. Die Preise für Geflügelfleisch spielten für die Landwirte im Kreis Rosenheim nicht die große Rolle.

Beim Thema Geflügel hob Kreisbäuerin Katharina Kern im Gespräch mit dem OVB hervor, dass immer mehr Hühner in Freilandhaltung leben. „Das ist super. Wir sehen hier, dass es den Leuten das wert ist, für das Tierwohl auch etwas mehr für Eier zu bezahlen“, so die Bäuerin aus Oberaudorf. Diese Bereitschaft wünsche sie sich generell, wenn es um die Qualität und die regionale Herkunft von Lebensmitteln geht.

„Volksbegehren war ein Nackenschlag“

Generell wünschen sich Bodmaier und Kern eine größere Wertschätzung für die regionale Landwirtschaft. Beide betonten, dass das Volksbegehren Artenschutz für die Landwirte ein Nackenschlag gewesen sei. „Wir haben uns bei diesem wichtigen Thema zu Unrecht in ein schlechtes Licht gerückt gefühlt“, sagte Bodmaier.

„Naturschutz ist für unsere Bauern ein wichtiges Thema, sie leisten sehr viel dafür.“ Er habe nun die Hoffnung, dass sich das Engagement der Bürger für die heimische Natur nicht darauf beschränkt, ein Volksbegehren zu unterzeichnen. „An sich müssten die Regale unserer Direktvermarkter hier in der Region ja leer sein, wenn die Leute es ernst meinen.“

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