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Bayerischer Verwaltungsgerichtshof kippt Verbot

Nach VGH-Urteil: Rosenheimer Bars dürfen Innenräume öffnen

Bars und Kneipen
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Bars und Kneipen, also Schankwirtschaften ohne Speisen, dürfen in Bayern nach einem VGH-Urteil wieder öffnen.
  • Alexandra Schöne
    VonAlexandra Schöne
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Bars und Kneipen dürfen jetzt auch ihre Innenräume öffnen. Das hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof entschieden. Rosenheimer Nachtgastronomen freuen sich, Ministerpräsident Söder funkt aber dazwischen.

Rosenheim - Franz Fischer findet das Urteil zwar „super“, aber öffnen wird er seinen „Nerdz Club“ in Rosenheim noch nicht. Denn das Nerdz befinde sich gerade noch im Umbau. Die Lüftung zu installieren, werde noch länger dauern. „Wir haben festgestellt, dass es mit den momentanen Außentemperaturen bei uns unten einfach noch zu heiß wird“, sagt er. Sobald der Umbau fertig ist, wolle er überlegen, wie es weitergeht. Fischer will vorsichtig bleiben. „Die Zahlen steigen. Ich glaube, es wird nur einen kurzen Grund zur Freude geben und sich dann schnell wieder erledigen.“

Auch Stephan Rech, Geschäftsführer der Rosenheimer Lausa Bar, sieht das Urteil zwiegespalten. „Ich finde es sehr schön, dass man wieder arbeiten kann. Aber ich sehe das vorsichtig, weil ich nicht weiß, wie lange es so bleibt“, sagt er. Anfang kommender Woche will er mit dem Ordnungsamt sprechen, um Auflagen für die Öffnung abzusprechen. Wenn alles klappt, plant Rech, die Lausa Bar am kommenden Donnerstag wieder aufzusperren.

Ministerpräsident Söder lehnt Öffnung ab

Markus Wunderlich, Betreiber der One Bar in Rosenheim, des Eiskellers in Aschau und der Tatis Bar in Rosenheim, war auf Anfrage nicht zu erreichen.

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Medienberichten zufolge lehnt Ministerpräsident Markus Söder (CSU) eine generelle Öffnung von Bars und Clubs ab. Nach einer Tagung des Parteivorstands am Freitag, 23. Juli, verkündete er, dass das Kabinett am kommenden Dienstag das Vorgehen hinsichtlich der Öffnung von Nachtgastro-Innenräumen festlegen würde.

VGH begründet Urteil mit ungerechtfertigter Ungleichbehandlung

Hintergrund der Entwicklung: Reine Kneipen und Bars im Freistaat dürfen nach einem Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofes (VGH) ab sofort auch innen wieder öffnen. Der VGH kippte die Regelung zur Schließung von Innenräumen reiner Schankwirtschaften, wie das Gericht am Freitag mitteilte. Für Bars und Kneipen ohne Essensangebot gelten damit ab sofort die gleichen Regeln wie für Restaurants. Discos und Clubs sind von der Entscheidung nicht betroffen und bleiben weiter geschlossen.

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Pandemiebedingt hatten reine Bars und Kneipen nach der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung im Gegensatz zu Speisewirtschaften nur unter freiem Himmel öffnen dürfen. Eine Wirtin aus Unterfranken hatte dagegen einen Eilantrag eingereicht, dem der Verwaltungsgerichtshof am Freitag stattgab. Zwar habe es zu Beginn der Pandemie erhebliche Unterschiede zwischen der Innengastronomie von Speise- und Schankwirtschaften gegeben, begründete das Gericht. Zwischenzeitlich habe sich aber das Geschehen - besonders der gesteigerte Alkoholkonsum beim geselligen Zusammensein - so sehr angenähert, dass eine unterschiedliche Behandlung nicht mehr gerechtfertigt werden könne. (Mit Material von dpa)

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