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Weiter Stress für Kliniken der Region Rosenheim

Corona klingt ab, RSV-Welle rollt in der Region Rosenheim an - von Entwarnung keine Spur

Die Herbstwelle in der Region ist wohl weitgehend abgeklungen. Doch euphorisch sind Experten noch nicht.
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Die Corona-Herbstwelle in der Region ist wohl weitgehend abgeklungen. Doch die Krankenhäuser spüren eine neue Belastung.
  • Michael Weiser
    VonMichael Weiser
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Corona verliert seinen Schrecken, in der Region Rosenheim sinken die Zahlen weiter. Doch von Entwarnung ist im Moment nichts zu spüren - die Kliniken schlagen wegen einer neuen Welle Alarm. Das RS-Virus hält die Kinderstation in Atem.

Rosenheim - Corona verliert seinen Schrecken, immer weniger positiv getestete oder an Symptomen leidende Patienten müssen am Romed-Klinikum Rosenheim behandelt werden. Eine stade Zeit ist die Adventszeit dennoch nicht: Corona wird offenbar von einer neuen Welle verdrängt.

Infektionsgeschehen auf moderatem Niveau: Die Ansteckungszahlen in der Region Rosenheim sinken langsam.

Der Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) beschert den Mitarbeitern bei Romed gerade zunehmend Arbeit. Stand Freitag, 2. Dezember, wurden in den Romed-Kliniken insgesamt 42 Covid-Patienten - davon drei auf Intensiv - und zehn Patienten mit Verdacht auf Covid versorgt. Eine stabile Lage, wie es heißt.

Daneben aber nehmen die Zahlen an Influenza- und RSV-Patienten allgemein aktuell zu, heißt es von Seiten des Klinikums. „In der Kinderklinik ist der Druck jedoch momentan sehr groß“, berichtet Sprecherin Elisabeth Siebeneicher. Am Freitag (2. Dezember) wurden in der Kinderklinik 16 RSV-Patienten versorgt, am Tag zuvor waren es 18. Die Lage wurde als prekär bezeichnet.

Personallage in den Kliniken weiterhin angespannt

Siebeneicher fasst die Situation auf Anfragen der OVB-Heimatzeitungen wie folgt zusammen: Im Klinikverbund bestehe eine hohe Auslastung, doch sei Situation aktuell noch zu beherrschen. Allerdings - die neue Herausforderung trifft die Kliniken in einer weiterhin angespannten Personallage, manche Bereiche seien unterbesetzt, heißt aus von Seiten der Mitarbeiter.

Hierl sieht Dunkelziffer bei Infektionen

Seit dem jüngsten Covid-19-Lagebericht vor zwei Wochen (21. November) wurden dem Staatlichen Gesundheitsamt Rosenheim 909 neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim (Lagebericht vom 3. Nobember: 1.043) gemeldet. „Das Gesundheitsamt sieht die Herbstwelle in der Region als abgeklungen“, sagt Amtschef Dr. Wolfgang Hierl. „In den letzten beiden Wochen sind die Zahlen der positiven Meldungen sowie der Kurvenverlauf der 7-Tage-Inzidenz für Stadt und Landkreis Rosenheim noch einmal leicht gesunken.“

Allerdings vergisst Hierl auch nie seinen Vorbehalt: Die Zahlen beruhen auf PCR-Tests. Oftmals werden aber positive Antigentests nicht mehr durch eine PCR-Untersuchung abgesichert. Wie oft gar kein Test gemacht wird, darüber lasse sich nur spekulieren, sagt Hierl.

„Trotz der Unsicherheit kann man von einer Entspannung der Lage in der Bevölkerung sprechen“, erklärt Hierl. Das gelte nicht für die Krankenhäuser der Region, da könne „weiterhin keine Entwarnung“ gegeben werden. Zwar seien auch dort die Zahlen der positiv Getesteten auf den Normalstationen deutlich und den Intensivstationen leicht abgesunken. Doch angespannte Personalsituation sowie Influenza oder RSV tragen zu der Belastung der Kliniken bei. Die Romed-Häuser seien „an ihrer Kapazitätsgrenze“, sagt auch Hierl.

Grippeschutzimpfung weiter angeraten

Hierl rät weiterhin zur Corona-Schutzimpfung. Und: Man solle auch an die Grippeschutzimpfung denken. „Sie kann zusammen mit der Corona-Impfung verabreicht werden. Im Vordergrund steht für Sie klar die Eigenverantwortung und der Selbstschutz“, mahnt Hierl.

Entwicklung der Inzidenzen

Die Inzidenzzahlen sind weiter stabil. Mit Stand 2. Dezember liegen sie bei 144,86 für die Stadt und 127,58 für den Landkreis. Zwei Wochen zuvor lagen sie bei 135,42, beziehungsweise 139,35 (21. November). Die Zahl der im Zusammenhang mit Corona verstorbenen Menschen hat sich um 15 auf 945 erhöht. Es handelt sich um Nachmeldungen - keiner der 15 neu Gemeldeten war innerhalb des Berichtszeitraums seit 21. November verstorben.

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Region hinkt bei Impfungen hinterher

Neben den Zahlen gibt es noch einen Hinweis darauf, dass Corona in den Augen der Menschen seinen Schrecken verloren hat: Nur noch wenige Tage lang hat das Impfzentrum in Rosenheim geöffnet, mit Beginn des neuen Jahres wird die Einrichtung bei den Maltesern die Arbeit einstellen. Die Nachfrage ist seit Monaten gering: Noch immer liegt die Zahl der wenigstens Zweitgeimpften in der Region Rosenheim mit 66 Prozent deutlich unter dem Schnitt in Deutschland und Bayern mit jeweils über 75 Prozent.

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