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Drogenhändler vor Traunsteiner Landgericht

Rosenheim: Schleierfahnder finden 20 Kilogramm Marihuana im Auto eines 37-Jährigen

Ein 37-jähriger Dortmunder und sein 46-jähriger Onkel müssen sich wegen Drogenhandels vor Gericht verantworten.
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Ein 37-jähriger Dortmunder und sein 46-jähriger Onkel müssen sich wegen Drogenhandels vor Gericht verantworten.
  • vonMonika Kretzmer-Diepold
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Ein 37-jähriger Dortmunder und sein 46-jähriger Onkel müssen sich wegen Drogenhandels vor Gericht verantworten. Schleierfahnder fanden bei einer Kontrolle neun Kilogramm Kokain in dem Auto des Onkels und neun Monate später 20 Kilogramm Marihuana in dem Wagen des 37-Jährigen.

Traunstein/Rosenheim – Mit mehr als neun Kilogramm Kokain im Auto zogen Schleierfahnder im November 2019 einen 46-jährigen Albaner nahe Bad Feilnbach aus dem Verkehr.

Das Rauschgift war angeblich für dessen 37-jährigen Neffen bestimmt, der neun Monate später in Dortmund selbst mit über 20 Kilogramm Marihuana im Wagen erwischt wurde. Der 37-jährige Auftraggeber muss sich vor der Zweiten Strafkammer am Landgericht Traunstein mit Vorsitzendem Richter Erich Fuchs verantworten.

Schmugglerversteck im Kofferraum

Die gleiche Kammer hatte den Onkel des jetzigen Angeklagten als Kokain-Transporteur im Oktober zu acht Jahren Gefängnis verurteilt (wir berichteten). Schleierfahndern war das Fahrzeug mit Dortmunder Kennzeichen in der Nacht des 7. Novembers 2019 auf der Autobahn A8 nahe Bad Feilnbach in Fahrtrichtung Salzburg aufgefallen.

Auf dem Parkplatz Eulenauer Filz leugnete der Autofahrer, etwas Verbotenes dabei zu haben. In der Fahrertüre stießen die Beamten auf einen Inbus-Schlüssel, der bei genauer Untersuchung in ein professionelles, mit einem Teppich getarntes Schmugglerversteck im Kofferraum passte. Darin lag die enorme Menge Kokain, das auf dem Markt rund eine Million Euro eingebracht hätte. Der aktuell nahe Köln inhaftierte Onkel wurde von Polizeibeamten vorgeführt und machte von seinem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch.

Onkel unternahm Schmuggelfahrten von Holland nach Italien

Bei der Auswertung des Chatverkehrs auf zahlreichen Handys nach der Festnahme des Onkels war das Bayerische Landeskriminalamt auf den Neffen gestoßen. Er war nach ersten Erkenntnissen möglicherweise der Hintermann von Schmuggelfahrten, bei denen Kokain von Holland Richtung Italien geschafft wurde.

Der 37-Jährige befasste sich nach Erkenntnis der Ermittler auch mit Marihuana, wie Telefonüberwachungen ergaben. Observationsmaßnahmen folgten. Die Handschellen klickten im August. Seither saß der 37-Jährige in Untersuchungshaft. Staatsanwalt Josef Haiker legt dem Angeklagten, neben den neun Kilogramm Kokain im Auto des Onkels, die Übergabe von fünf Kilogramm Marihuana am 2. Juni 2020 an einen unbekannten dritten Mann sowie die in seinem Fahrzeug am 12. August 2020 in Dortmund von der Polizei sichergestellten knapp 20,1 Kilogramm Marihuana zur Last. Die Ermittler konnten an den Drogenverpackungen teils Fingerspuren des Mannes nachweisen.

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Der 37-Jährige berufe sich auf sein Recht, zu den Vorwürfen zu schweigen, erklärte gestern Verteidiger Michael Budde aus Dortmund. Der Neffe schilderte zu seinen persönlichen Verhältnissen, er sei in Albanien aufgewachsen, habe zeitweise illegal in Deutschland gelebt und seinen Lebensunterhalt mit Schwarzarbeit finanziert. Er konsumiere selbst Marihuana.

Der psychiatrische Sachverständige, Dr. Josef Eberl vom Bezirksklinikum in Gabersee gelangte jedoch zu voller Schuldfähigkeit bei allen angeklagten Taten.

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