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Rosenheim: So sehen die brandneuen Intensivstationen am RoMed-Klinikum aus

  • Alexandra Schöne
    vonAlexandra Schöne
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Baumaschinen prägen noch das Bild vor dem Haus 2 des Romed-Klinikums in Rosenheim. Die OVB-Heimatzeitungen waren auf einem exklusiven Rundgang durch die neue operative Intensivstation. Durch den neuen Haupteingang ging es in die Patientenräume.

Rosenheim – Das große, weiße Gebäude mit den waagrechten Fensterfronten an der Ellmaierstraße ist fast fertig. Es wird von elf hohen Säulen getragen, auf einer Front prangt das große Logo des Romed-Klinikums Rosenheim. Es ist das neue Haus 2 des Krankenhauses. Damit verschwindet auch der öffentliche Haupteingang aus der Pettenkofer-straße. Er befindet sich nun im neuen Haus 2.

Kennen sich aus auf der neuen operativen Intensivstation im Romed Klinikum: (von links) Dr. Max von Holleben (Kaufmännischer Leiter), Georg Peter (Leiter Liegenschaften und Bau), Dr. Katharina Lenherr (Ärztliche Leiterin Internistische Intensivmedizin), Jana Englert (Stationsleiterin Operative Intensivstation), Markus Reum (Bereichsleiter Internistische Intensivstation), Dr. Clemens Schilling (Ärztlicher Leiter Internistische Intensivmedizin).

Auf dem Vorplatz vor der Eingangstüre herrscht geschäftiges Treiben. Bauarbeiter eilen umher und pflastern Wege, Gärtner bepflanzen Beete um den kreisförmigen Aufenthaltsbereich. „Gerade machen wir noch den Feinschliff“, sagt Dr. Max von Holleben, der Kaufmännische Leiter des Klinikums. Er steigt über einen Fliesenstapel und Kabel und öffnet die kleine Türe neben dem Eingangsportal. „Im Januar wollen wir umziehen.“

Georg Peter erklärt den Aufbau der Gerätschaften für die medikamentöse Therapie und für Infusionen.

Integrationscafé in der Eingangshalle

Bis dahin soll auch die Inneneinrichtung fertig sein. In der Eingangshalle bauen Handwerker noch die Vorrichtungen für den Empfang auf. Links befindet sich das Integrationscafé für Patienten, Besucher oder Angehöriger. Über die Treppe in der Eingangshalle führt ein langer Gang, von riesigen Fenstern gesäumt, zum Bestandsgebäude. Kurz vorher beginnt das Treppenhaus. So gelangt man in die oberen Stockwerke des Hauses 2.

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Das Ziel des OVB-Rundgangs an diesem Vormittag: das zweite Obergeschoss, die operative Intensivstation. 20 Patienten können dort künftig versorgt werden. Die Station ist laut Georg Peter, Leiter „Liegenschaften und Bau“, mit einem Zwei-Flur-System ausgestattet. Das bedeutet: In der Mitte der Station befindet sich der Lager- und Logistikbereich mit Arbeitszimmern, Kontrollzentrale sowie Ver- und Entsorgungsräumen. Rechts und links der Flure reihen sich nacheinander die Patientenzimmer auf. „Sie sind so konzipiert, dass sie im Falle einer Quarantäne-Maßnahme in Blöcken abgetrennt werden können“, erklärt Dr. Clemens Schilling. So müsse man nicht die ganze Station absperren. Schilling ist der Ärztliche Leiter der Internistischen Intensivmedizin.

Viele medizinische Geräte

Diese Station befindet sich ein Stockwerk tiefer. Aufgebaut ist sie wie die operative Intensivstation. Sie verfügt über 22 Plätze. Auf der „Operativen“ gibt es sechs Zwei-Bett-Zimmer, der Rest sind Einzelräume. Alle sind identisch aufgebaut. Noch ist keines voll ausgestattet, überall fehlen die Betten. Ein Blick in einen der Räume zeigt jedoch bereits eine Unmenge an medizinischen Gerätschaften. „Das sind aber erst 20 Prozent von dem, was normalerweise in den Zimmern ist“, wirft Stationsleiterin Jana Englert ein.

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Am Fenster befinden sich die Vorrichtungen für Infusionen und Spritzen. In der Mitte steht das Beatmungsgerät. An der Türseite stehen alle Überwachungsgeräte. Jeder Bettplatz verfüge über eine eigene EDV-Funktion, erklärt Dr. Clemens Schilling. In diesem System werden alle Infos und Dokumente des Patienten gespeichert, um zentral abgerufen zu werden. Werde irgendwo auf der Station Alarm geschlagen, so könne man von überall her darauf reagieren, sagt er. So sei die ganze Station miteinander vernetzt.

Während die Ärzte und Pfleger über die medizinischen Geräte fachsimpeln, weist Georg Peter auf das Beleuchtungskonzept im Zimmer hin. Er schaltet eine LED-Lichtleiste an, die an der Decke angebracht ist. Sie erstrahlt in mehreren Farben in Grün, Blau und Lila. Das diene der Therapieunterstützung, sagt Peter. Eine weitere Besonderheit befindet sich an der Decke: das Patientenlifter-System. Das ist eine Vorrichtung mit Schlaufen, in die der Patient gelegt werden und so hochgehoben werden kann. Das unterstütze die Mitarbeiter bei der Pflege, erklärt Stationsleiterin Jana Englert. „Es ist eine große Entlastung für uns“, fügt Dr. Katharina Lenherr, Ärztliche Leiterin Internistische Intensivmedizin, hinzu. „Und es hilft bei der frühen Mobilisation der Patienten.“

Pausenraum nach Süden ausgerichtet

An die Monitoring-Zentrale in der Mitte der Station schließt sich ein Stauraum mit Medikamentenkühlschränken und Infusionen an. Drei Stück gibt es davon. Am Ende des Ganges angekommen, zweigt ein Weg nach links ab. Er führt zum zweiten Teil der Station. Die Ärzte und Pfleger führen zielstrebig in den Personalaufenthaltsraum. Er ist gen Süden ausgerichtet, mit Blick auf die Berge und mit viel Licht. Dass das Zimmer außerhalb des Arbeitsbereiches, sei bewusst so gestaltet worden, sagt Bauleiter Georg Peter.

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Ausgehend vom Pausenraum führt der zweite Gang an Toiletten, dem Ärztebüro und Patientenzimmern nach vorne zur Eingangstür. Dort befindet sich ein weiterer wichtiger Raum: das Sekretariat mit der Stationsmanagerin. Sie behalte den Überblick über alle Informationen, empfange Besucher und benachrichtige jeden Tag die Angehörigen über den Zustand der Patienten. Der erste Teil des großen Umzugs in das neue Reich steht in der zweiten Januarwoche an. Die Ärzte und Pfleger freuen sich schon.

Rubriklistenbild: © Schlecker

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