TH Rosenheim richtet Professur für Künstliche Intelligenz ein

Studierende im Roteg-Laborfür nachhaltige Wärmeerzeugungsanlagen und Energiemonitoring. Hammerich
+
Studierende im Roteg-Laborfür nachhaltige Wärmeerzeugungsanlagen und Energiemonitoring. Hammerich

Im Zuge der Hightech Agenda Bayern wird die TH Rosenheim künftig die Forschung und Lehre im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) unterstützen. Bei einem landesweiten Wettbewerb um KI-Professuren mit 175 Bewerbungen ging die Hochschule als einer der Sieger hervor. In den kommenden Jahren wird eine Professur für KI-gestützte Energiedatenanalyse aufgebaut.

Rosenheim – Die TH Rosenheim wird damit wichtiger Bestandteil des von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) angekündigten Forschungsnetzwerks zur Künstlichen Intelligenz in Bayern. Hintergrund für die neue Professur ist die Bedeutung des Energieverbrauchs von Gebäuden, die etwa ein Drittel der weltweiten CO2-Emissionen verursachen und damit einen der Schlüsselfaktoren bei der Erreichung der Klimaschutzziele darstellen. „Die Professur soll vor allem die notwendigen KI-Systeme entwickeln, die eine kostengünstige automatisierte Datenanalyse durch Monitoring-Systeme erlauben“, erläutert Professor Dr. Heinrich Köster, Präsident der TH Rosenheim.

+++

Tipp der Redaktion: Kennen Sie schon unseren kostenlosen Feierabend-Newsletter? Die Top-Themen der Region um 17 Uhr per E-Mail – sauber ausrecherchiert und aufgeschrieben von Ihrer OVB-Redaktion. Jetzt Newsletter ausprobieren!

+++

Diese Monitoring-Systeme sollen die Betriebsdaten analysieren, den fehlerfreien Betrieb der Gebäude und Netze sicherstellen und die Metadaten zwischen Gebäude und Versorgungsnetzen austauschen. Die Professur wird im übergeordneten, interdisziplinären und fakultätsübergreifenden Forschungsbereich Bauen, Planen und Energie angesiedelt.

Dabei profitiert sie von der fachlichen Ausrichtung der TH Rosenheim. „An der Hochschule wird jeder Teil des Bauens, seit jeher mit Schwerpunkt Holz, abgedeckt. Sämtliche Studiengänge haben eine Zukunftsorientierung mit Fokus auf Umwelt und Klimadesign sowie digitale Vorfertigung in der Baubranche“, so Köster.

Tatsächlich hat die Hochschule bereits in mehreren Projekten die Anwendung von KI-Methoden auch im Bereich Gebäude und Energie erprobt, darunter beim Projekt „Nullenergiestadt Bad Aibling“. Zugute kommen der neuen Professur die Forschungseinrichtungen der TH, darunter das Technologiezentrum Energie & Gebäude (roteg), in dem die für die Gebäudetechnik relevanten Bereiche zusammengefasst sind. Zur Verfügung stehen das Labor für Machine Learning und Computer Vision sowie das Data Science Lab der Fakultät für Informatik. „Wir können hervorragend Synergieeffekte mit bestehenden Laboren und Professuren nutzen. Außerdem fließen neue Erkenntnisse in weitere Anwendungsgebiete ein“, führt Köster weiter aus.

Kommentare