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Familientradition wird fortgeführt

Sind sie auch im wahren Leben ein Paar? Das Rosenheimer Prinzenpaar stellt sich vor

In der Tanzschule Kesmarki: Hier proben Carina Hammerschmidt und Philip Kesmarki für den Rosenball.
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In der Tanzschule Kesmarki: Hier proben Carina Hammerschmidt und Philip Kesmarki für den Rosenball.
  • Jennifer Beuerlein
    VonJennifer Beuerlein
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Vor 66 Jahren lernte sich das damalige Königspaar der Faschingsgilde Rosenheim kennen und lieben. Jetzt steht ihr Enkel an der selben Stelle. Wiederholt sich damit auch die Liebesgeschichte?

Rosenheim - Geplant hatten Carina Hammerschmidt und Philip Kesmarki nicht, das neue Prinzenpaar der Faschingsgilde Rosenheim zu werden. Seit 2017 haben die beiden dreimal auf dem Rosenball debütiert und 2018 sogar auf dem Wiener Opernball getanzt. Die Faschingsgilde des Wirtschaftlichen Verbands war so begeistert von den Tänzern, dass sie die beiden als neues Prinzenpaar wollten. Die Zusage kam sofort.

Faschingstradition wird weitergeführt

Seit ihrer Kindheit interessieren sich die Rosenheimer für den Fasching. „Es ist vielleicht Fügung, dass wir nun das Prinzenpaar sind. Bedenkt man die Geschichten unserer Familien“, sagt Hammerschmidt. Ihre Großmutter übernahm das Amt des Prinzen vor 66 Jahren. Eine ihrer Freundinnen war die Prinzessin und hatte keinen Partner. Deshalb sei ihre Oma eingesprungen. Hammerschmidts Mutter nähte zudem viele Jahre die Kostüme der Tanzmariechen aus Bad Eichstätt. „Als Kind haben mich die tollen Kostüme fasziniert.“ Nun darf sie selbst solche Kostüme tragen.

Auch bei Philip Kesmarki ist der Fasching ein wichtiger Bestandteil in der Familie. „Ohne den Fasching gäbe es mich heute nicht“, sagt er. Auch seine Großmutter war vor 66 Jahren an der Spitze der Faschingsgilde. Auf dem Ballbesuch im Gasthaus Höhensteiger lernte sie den Ballkönig kennen und lieben. So wurde sie kurzerhand selbst zur Ballkönigin. Und wie es der Zufall wollte, standen vor 33 Jahren seine Mutter und sein Onkel an der gleichen Stelle. „Und jetzt sind wir an der Reihe“, sagt Kesmarki.

Geheimnis vor der eigenen Familie

Das Geheimnis über ihre Regentschaft für sich zu behalten, fiel vor allem Hammerschmidt schwer. Denn die Eltern ihres Prinzen sind die Inhaber der Tanzschule Kesmarki und zugleich die Tanzlehrer des Prinzenpaars. Philip Kesmarkis Eltern wussten deshalb früher von dem Geheimnis als Hammerschmidts Verwandte. Der Prinzessin sei es deshalb besonders schwer gefallen, ihrer Mutter nichts sagen zu dürfen. Sie nähte sogar das Kleid für die Enthüllung am 11. November um, ohne zu wissen für welchen Anlass.

Training startete im Juli

Bereits im Juli hat das Paar mit dem Training begonnen. Mittlerweile seien vier Tage in der Woche dafür eingeplant. Vor allem für Philip Kesmarki ist das eine große Herausforderung. Für sein Geigen-Studium am Mozarteum zog er nach Salzburg - nun pendelt er unter der Woche nach Rosenheim. „Es ist anstrengend, aber ich weiß wofür ich das machen. Es ist positiver Stress“, sagt der Student.

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Beim Training arbeiten sie stundenlang an der Choreografie, ihrer Armhaltung und Mimik. Denn alles soll perfekt werden. Obwohl beide aus der Fachrichtung Tanz und Musik kommen, müssen auch sie viel üben. „Vielleicht müssen wir sogar mehr trainieren als andere. Wir haben bemerkt, dass die Erwartungen an uns sehr hoch sind“, sagt Hammerschmidt. Für den Abend sei ein Wiener Walzer geplant und der Auftritt auf dem Rosenball solle den Erwartungen gerecht werden.

Die Choreografie steht bereits. Nun gehe es an die Feinarbeit. „Ich glaube, eine Hürde für uns ist unser eigener Perfektionismus“, sagt Hammerschmidt. Sie selbst seien ihre größten Kritiker. „Wir machen das alles, weil wir den Leuten auf dem Rosenball Freude bringen wollen. Es soll eine tolle Show werden“, sagt Philip Kesmarki. Trotz der vielen Arbeit haben die beiden Spaß. Tanzen sei für sie eine große Leidenschaft und verbinde sie.

Vom Tanzpaar zum Liebespaar?

Kennengelernt haben sich die beiden vor sechs Jahren - auf der Weihnachtsfeier der Tanzschule Kesmarki. Danach wurden sie ein Tanzpaar und durch das Training zu besten Freunden. Doch dann entwickelte sich mehr. Auf einer Familienfeier 2021 wurden sie ein Paar. „Wir haben uns ja schon etwas angestellt“, sagt Kesmarki. Durch den Anstoß eines Freundes fasste er den Mut seine Tanzpartnerin offiziell zu fragen, ob sie seine Freundin sein möchte.

Seitdem unternehmen die beiden viel miteinander. Neben dem Tanzen gehört das Bogenschießen auf Gummitiere zu ihren Hobbys. Im Sommer gehen die beiden gerne auf Bergwanderungen. Im Winter tauschen sie Wanderschuhe gegen Skier. Doch für die Hobbys wird in den nächsten Wochen nur wenig Zeit sein. Schließlich sind die beiden auch beruflich eingespannt. Philip Kesmarki ist mit seinem Studium beschäftigt. Seine Prinzessin hat ihr Innenarchitekturstudium an der Fachhochschule Rosenheim bereits abgeschlossen. Doch dann machte sie ihre Leidenschaft zum Beruf: Anstatt Innenarchitektin wurde sie Tanzlehrerin an der Tanzschule Kesmarki.

Vorfreude auf den Rosenball

Neben Studium und Beruf zählt für die beiden nun aber vor allem Eines: der Fasching. Und ihre Vorfreude auf die Bälle ist den beiden Tänzern zufolge groß. Neben dem Gilde- und Kinderball freuen sie sich vor allem auf den Rosenball - auf den ersten großen Auftritt. Sie erinnern sich noch genau sich an die letzten Jahre. „Es war immer wie ein kleiner, zauberhafter Abend“, sagt Hammerschmidt. Und Kesmarki ergänzt: „Wir hoffen, dass wir mit unserem Auftritt diese Magie auch versprühen können. Die Zuschauer sollen einen unvergesslichen Moment haben“.

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