Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Das steckt hinter der neuen Allgemeinverfügung

Gefahr Geflügelpest: Warum der Landkreis Rosenheim vor neuem Erreger in der Region warnt

Es sind wohl Wildvögel wie diese Schwäne, die das Vogelgrippe-Virus über weite Entfernungen und womöglich auch im Landkreis Rosenheim verbreiten können.
+
Schön gefährlich: Schwäne in freier Wildbahn. Auch sie könnten das Virus über weite Strecken verbreiten.
  • Michael Weiser
    VonMichael Weiser
    schließen

Corona ist noch nicht besiegt, da droht ein neuer Erreger: Geflügelpest. Das Landratsamt Rosenheim stellt in einer neuen Allgemeinverfügung Geflügelzucht unter strenge Auflagen. Wie hoch ist das Risiko? Und können sich Menschen anstecken?

Rosenheim - Die Auflagen, die das Landratsamt Rosenheim in seiner Allgemeinverfügung für Geflügelzüchter und Händler verhängt, sind streng und werden den Tierärzten Extra-Arbeit verschaffen. Um eine Verbreitung der laut Allgemeinverfügung „hochansteckenden und leicht übertragbaren Vogelgrippe“ zu vermeiden, müssen Tiere längstens vier Tage vor der Abgabe - in den meisten Fällen also vor dem Verkauf - tierärztlich auf Grippeviren untersucht worden und der Bescheid negativ ausgefallen sein.

Bei Enten und Gänsen reicht es, wenn 60 Tiere pro Bestand virologisch untersucht werden. Werden weniger als 60 Enten oder Gänse gehalten, sind alle vorhandenen Tiere zu untersuchen. Die Regelung trat am Freitag (21. Oktober) um 0 Uhr in Kraft und richtet sich an Halter von Hühnern, Truthühnern, Perlhühnern, Rebhühnern, Fasanen, Laufvögeln, Wachteln, Enten und Gänsen.

Verfügung ist für ganz Bayern gültig

Der Transport von Geflügel und in Gefangenschaft gehaltenen Vögeln stellt laut Landratsamt „ein erhöhtes seuchenhygienisches Risiko dar, die Vogelgrippe-Viren überregional zu verbreiten“. Sprecher Michael Fischer teilte auf OVB-Anfrage mit, dass der Behörde noch kein Fall in der Region Rosenheim bekannt sei.

Die Notwendigkeit der Allgemeinverfügung sei vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt- und Verbraucherschutz festgestellt und über die Regierung von Oberbayern auch an die Stadt und den Landkreis Rosenheim verteilt worden. Heißt: Die Allgemeinverfügung wird in allen kreisfreien Städten und Landkreisen des Freistaats erlassen. Auch das Robert-Koch-Institut warnt vor dem Virus. Nach Auskunft des RKI ist die Übertragung auch auf Menschen möglich. Das Risiko einer Infektion sei aber nicht hoch. 

Übertragung auf Menschen möglich

In Bayern wurden in der Saison 2021/2022 über 30 Fälle von Geflügelpest bei Wildvögeln sowie mehrere Fälle bei gehaltenen Vögeln bestätigt. Nachdem Mitteleuropa in der Saison 2020/2021 von einem der schwersten Geflügelpest-Geschehen überhaupt betroffen gewesen war, hatte sich die Lage im Sommer 2021 entspannt, doch ab Oktober 2021 breitete sich die Geflügelpest wieder bundesweit aus.

Aktuell ist die Situation in Bayern laut Landesamt für Gesundheit ruhig, der bislang letzte Fall wurde im April 2022 gemeldet. Die Vogelgrippe breitet sich derzeit jedoch in Norddeutschland aus. Daher lässt Bayern schon jetzt strengere Regeln verhängen. „Anlass für die Allgemeinverfügungen ist das anhaltend schwere und weiterhin hochdynamische Geflügelpest-Geschehen in Europa und insbesondere auch in Norddeutschland, dessen weitere Ausbreitung über den überregionalen Handel mit Geflügel im Reisegewerbe unterbunden werden soll“, heißt es aus dem bayerischen Umweltministerium.

Außerdem sei aktuell bekannt, dass Hühner und Enten aus einem von der Geflügelpest betroffenen Betrieb in Nordrhein-Westfalen (Landkreis Gütersloh) auch nach Bayern gebracht worden seien.

Kommentare