Thermen und Hallenbäder im Landkreis Rosenheim teilweise wieder offen – die Übersicht

Die Therme Bad Aibling ist ein Anziehungspunkt in der Region. Noch ist unklar, wann sie in Betrieb geht.
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Die Therme Bad Aibling ist ein Anziehungspunkt in der Region. Noch ist unklar, wann sie in Betrieb geht.
  • Janina Sgodda
    vonJanina Sgodda
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  • Heidi Geyer
    Heidi Geyer
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Dreieinhalb Monate waren die Thermen in der Region zu. Seit dem 22. Juni dürfen sie wieder öffnen. Das gelingt nicht überall. Denn bis zuletzt haben die Betreiber auf konkrete Informationen der bayerischen Staatsregierung gewartet. 

Update 28. Juni:

Rosenheimer Hallenbad öffnet 

Am Mittwoch, 1. Juli, öffnen die Stadtwerke Rosenheim das Hans-Klepper-Hallenbad für den öffentlichen Badebetrieb. Das teilten die Verantwortlichen jetzt mit. Da aktuell im Hallenbad kein Schul- oder Vereinssport stattfindet, wurden die Öffnungszeiten auf 10 bis 18 Uhr täglich angepasst.

Update 26. Juni 

Badria öffnet ab 1. Juli

Nach dreieinhalbmonatiger Schließungszeit wird das Badria Mittwoch, 1. Juli, wieder seine Pforten öffnen und neben dem Freibad, das seit Kurzem geöffnet hat, nun endlich auch wieder das Hallenbad und die Saunawelt seinen Gästen zur Verfügung stellen, wie die Stadtwerke Wasserburg mitteilen. Dampfbäder und etwa Rutschen bleiben noch gesperrt.

In einer 14-tägigen Testphase mit eingeschränkten Öffnungszeiten – täglich von 11 bis 19 Uhr – wolle man nun die Entwicklung der politischen Vorgaben abzuwarten

Chiemgau-Therme in Bad Endorf schließt eine Stunde früher 

Glück haben in diesem Fall die Chiemgau Thermen in Bad Endorf. Dort klappte die Öffnung, wenn auch mit verkürzten Öffnungszeiten. Nur bis 21 Uhr, nicht bis 22 Uhr wird die Therme geöffnet sein. „Diese Stunde ist notwendig, um ausgiebig zu reinigen und zu desinfizieren, auch wenn das über den Tag verteilt schon geschieht“, so Geschäftsführer Markus Füller. 

Eine vorherige Online-Reservierung ist nicht notwendig. Solange es aufgrund der behördlichen Vorgaben Einschränkungen gibt, sind die Thermen- und Saunatarife reduziert.

Bad Aibling: Therme und Sauna öffnen am 1. Juli 

Die Bad Aiblinger Therme öffnet am kommenden Mittwoch, 1. Juli, wieder ihre Türen. An diesem Tag eröffnet auch die dortige Gastronomie unter dem neuen Pächter. 

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Update 22. Juni, 17.30 Uhr: 

Prienavera Erlebnisbad wieder offen

Prien – Zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie war das Prienavera Erlebnisbad seit Mitte März 2020 geschlossen. Rund zwei Wochen nachdem das Prienavera Strandbad die Pforten für Besucher wieder öffnen durfte, folgt nun das Hallenbad am Dienstag, den 23. Juni 2020 zu eingeschränkten Öffnungszeiten, täglich von 10 bis 18 Uhr. Der Saunabereich bleibt vorerst noch geschlossen. 

Basierend auf der Grundlage der aktuellen Bayrischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung liegt die derzeitige maximale Anzahl der zugelassenen Gäste bei 150 Personen im Erlebnisbad sowie 500 Besuchern im Strandbad. Für die Kontaktpersonenermittlung im Falle eines nachträglich identifizierten COVID-19-Falles unter Gästen oder Personal, ist eine elektronische Reservierung unter Angabe von Namen, Adresse und E-Mail vorgeschrieben. 

Die Buchungen können auf der Internetseite www.prienavera.de erfolgen. 

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Diese Corona-Regeln gelten in Thermen und Hallenbädern:

Finden Sie hier (PDF Download): Die gemeinsame Handlungsempfehlungen der Staatsministerien für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, des Innern, für Sport und Integration und für Gesundheit und Pflege in Abstimmung mit dem Bayerischen Heilbäderverband

  • Der Einlass von Kindern unter zwölf Jahren ist nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigen oder für die Betreuungen zuständige Erwachsenen erlaubt. 
  • Die allgemein gültigen Sicherheitsbestimmungen, wie beispielsweise der Mindestabstand von eineinhalb Metern gelten auch hier. 
  • Die Tragepflicht entfällt im Schwimmbad sowie im Außenbereich. 
  • Das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckung ist bis zum Umkleidebereich (solange Personen Straßenbekleidung tragen) erforderlich. 

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Update 22. Juni, 13 Uhr:

Huml: Kur- und Heilbäder leisten wertvolle Arbeit 

Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml hat die Bedeutung der Kur- und Heilbäder bei der Behandlung von Corona-Folgen betont. Huml sagte am Montag bei der Wiedereröffnung der Franken-Therme in Bad Windsheim: „Ich freue mich sehr, dass nun auch Kur- und Heilbäder wieder ihrer wertvollen Arbeit nachgehen können. Denn gerade für die in der COVID-19-Pandemie wichtigsten Krankheitsbilder sind sie hervorragend aufgestellt. So sind zum Beispiel 20 Kurorte und Heilbäder auf Erkrankungen der Atemwege ausgerichtet.“

Hilfe auch bei Folgen von Corona

Die Ministerin ergänzte: „Gerade in Zeiten von COVID-19 können die Kur- und Heilbäder einen wichtigen Beitrag leisten. Nicht nur Erkrankte benötigen die Behandlung von Corona-Folgeerscheinungen. Auch nach überstandener Erkrankung oder bei Belastungszuständen können Anwendungen in Bädern einen wertvollen Effekt haben." Und: "Die Kur- und Heilbäder sind ein bedeutender Faktor in der Gesundheits- und Pflegewirtschaft in Bayern. Fast jede vierte Reha-Einrichtung Deutschlands befindet sich im Freistaat. Damit ist Bayern Reha-Land Nummer 1.“

Mit einem Jahresumsatz von knapp 4,5 Milliarden Euro sichern die bayerischen Kurorte und Heilbäder rund 100.000 Arbeitsplätze im ländlichen Raum. Jedes Jahr lassen sich Tausende Menschen aus aller Welt in Bayern behandeln.

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Erstmeldung 17. Juni

Badria Wasserburg öffnet nur das Freibad

Das Badria in Wasserburg wird Sauna und Hallenbad ab 22. Juni noch nicht öffnen. Leiter Marius Regler bittet um Verständnis bei den Gästen: „Aufgrund der unklaren Rechtslage können wir noch nichts Konkreteres mitteilen“, sagt Regler. Man müsse entsprechend der Vorgaben dann ein Konzept entwickeln, von dem auch der Öffnungstermin abhinge. Dabei gehe es nicht nur um Hygiene und Sicherheit, sondern auch Öffnungszeiten und ein Preismodell für das Badria.

Das Freibad allerdings hat ab diesem Montag, den 22. Juni, geöffnet. 

Die tägliche Öffnungszeiten finden Besucher auf der Facebook-Seite des Badria

Öffnung in der Therme Bad Aibling unklar

Ein ähnliches Bild in Bad Aibling: Hier wartet man ebenfalls auf die Vorgaben der Regierung, so die Auskunft von Fritz-Walter Keilhauer, Leiter der Stadtwerke Bad Aibling, die die Therme betreiben. Unklar ist momentan, ob die Öffnung am Montag klappt. Der Wunsch ist groß, denn finanziell hat die Schließung bereits ein großes Loch gerissen. Die Stadt hat deshalb eine Kapitaleinlage bei den Stadtwerken getätigt, um die Liquidität zu sichern. Mit jedem Schließtag fallen Einnahmen in Höhe von 13 .000 bis 15.000 Euro aus.

Lesen Sie auch: Therme Erding dürfte ab Montag wieder öffnen - doch es dauert etwas länger.

Aber nach dreieinhalb Monaten Schließung sind gewisse Vorarbeiten notwendig, um die Therme wieder betreiben zu können. Seit Beginn der Woche sind die Mitarbeiter nicht mehr in Kurzarbeit, um die Therme vorbereiten zu können. Die Becken müssten wieder befüllt werden, eine Grundreinigung sei nötig, und auch die Technik der Filteranlagen müsse wieder auf den neuesten Stand gebracht werden.

Den genauen Termin der Wiedereröffnung will man demnächst bekannt geben, ist aber optimistisch: "In ein paar Tagen ist es soweit", steht auf der Webseite der Therme Bad Aibling

Unter den bekannten Auflagen ist das Freibad der Therme allerdings seit dem 15. Juni geöffnet. 

Zu wenig Vorlauf für Betreiber

Dass eine Therme eine gewisse Vorbereitung brauche und dies von der Staatsregierung zu wenig bedacht worden sei, kritisiert Dr. Christian Ochsenbauer, Sprecher der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen: „Es ist etwas absurd, davon auszugehen, dass man mit so kurzem Vorlauf die Thermen wieder öffnen kann.“

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Weniger Plätze in den Saunen

Dennoch werden die Chiemgau Thermen nicht nahtlos an den Betrieb von vor der Pandemie anknüpfen. Vorerst werden sie auf das Wedeln bei den Saunaaufgüssen und den Bereich Dampf verzichten. Fest steht für Füller allerdings: „Ein Saunabesuch ist nach unseren Informationen zu 100 Prozent sicher.“ In den Saunen seien Plätze eingezeichnet, um den Abstand zu garantieren. Insgesamt werden somit deutlich weniger Menschen in den Saunen Platz finden.

Finanzielle Belastung

Die Schließung hat auch in Bad Endorf die Therme finanziell stark belastet. Füller spricht von einem sechsstelligen Betrag, den die Thermen durch die Schließung verloren haben. Noch sei unklar, ob eine Versicherung für den Einnahmeverlust aufkommt. Zwar seien die Auflagen noch nicht klar, die Chiemgau Thermen rechnen allerdings bereits damit, dass sie nicht so gut besucht werden wie vor Corona – mit entsprechend niedrigeren Einnahmen.

Wann kommt Hygienekonzept für Thermen?

Und wann ist mit dem Hygienekonzept und den Auflagen für die Thermen zu rechnen? Derzeit werde an einem Konzept gearbeitet, so die Aussage des bayerischen Innenministeriums gegenüber den OVB-Heimatzeitungen. Vorab nannte das Ministerium einige Details, so beispielsweise ein Abstand zwischen den Ruheliegen und eine Temperatur von mindestens 60 Grad für Saunakabinen. Spätestens am Freitag solle das Gesamtkonzept dann stehen.

Die OVB-Heimatzeitungen fragten im bayerischen Innenministerium nach, wann mit dem Hygienekonzept und den Auflagen für die Thermen zu rechnen sei. Nach Auskunft der Pressestelle, werde derzeit am Konzept für die Thermen gearbeitet.

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