TH Rosenheim und Ernst-Freiberger-Stiftung unterzeichnen Forschungskooperation für „DeinHaus 4.0“

Bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zwischen TH und Ernst-Freiberger-Stiftung: die Geschäftsführerin der Ernst-FreibergerStiftung, Stefanie Ludwig, Anja Freiberger, Ernst Freiberger, TH-Präsident Professor Dr.Heinrich Köster (vorne von links) sowie vom Büro der Freiberger-Unternehmensgruppe Stephanie Pypetz; Professor Dr. Franz Benstetter (Prodekan der Fakultät für Angewandte Gesundheits- und Sozialwissenschaften), TH-Vizepräsident Professor Dr. Peter Niedermaier sowie Professor Dr. Sabine Ittlinger als Dekanin der Fakultät für Angewandte Gesundheits- und Sozialwissenschaften.
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Bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zwischen TH und Ernst-Freiberger-Stiftung: die Geschäftsführerin der Ernst-FreibergerStiftung, Stefanie Ludwig, Anja Freiberger, Ernst Freiberger, TH-Präsident Professor Dr.Heinrich Köster (vorne von links) sowie vom Büro der Freiberger-Unternehmensgruppe Stephanie Pypetz; Professor Dr. Franz Benstetter (Prodekan der Fakultät für Angewandte Gesundheits- und Sozialwissenschaften), TH-Vizepräsident Professor Dr. Peter Niedermaier sowie Professor Dr. Sabine Ittlinger als Dekanin der Fakultät für Angewandte Gesundheits- und Sozialwissenschaften.

Der nächste Schritt und damit ein Meilenstein ist fürs zukunftsweisende Forschungsprojekt „DeinHaus 4.0“ erfolgt. Die Ernst-Freiberger-Stiftung Amerang hat mit der TH Rosenheim einen Kooperationsvertrag über die Nutzung eines Gebäudes im Zentrum von Amerang geschlossen.

Rosenheim/Amerang– Dort wird in den kommenden Jahren untersucht, wie innovative Technik älteren und pflegebedürftigen Menschen das Leben zuhause erleichtern beziehungsweise überhaupt erst ermöglichen kann.

Beratung für ältere Menschen zu ihrer Wohnsituation

Das neue Gesundheitskompetenzzentrum soll ältere Menschen und deren Angehörige zu den Möglichkeiten beraten, wie sich Wohnungen je nach Bedarf baulich verändern und technisch ausstatten lassen. Außerdem können sich Interessierte über Hilfs- und Unterstützungsangebote für eine Versorgung in den eigenen vier Wänden informieren.

Testwohnungen für besseren Praxisbezug

Um einen möglichst hohen Praxisbezug zu erreichen, beherbergt das Kompetenzzentrum auch Testwohnungen. So können zum Beispiel Patienten im Anschluss an eine geriatrische oder neurologische Rehabilitationsmaßnahme testen, ob für sie ein Wohnen im häuslichen Umfeld unter Zuhilfenahme von Anpassungs- und Assistenz-Systemen möglich ist. Des Weiteren soll das Kompetenzzentrum als Einrichtung für den Lehr- und Forschungsbetrieb der Fakultät für Angewandte Gesundheits- und Sozialwissenschaftengeplant. „Wir können hier am neuen Campus Amerang im idealen Umfeld unsere Studierenden in der Anwendung neuer Versorgungskonzepte ausbilden sowie pflegeunterstützende Technologien erproben und weiterentwickeln“, erläutert Professor. Dr. Sabine Ittlinger, Dekanin der Fakultät und Leiterin des Forschungsprojekts. Das innovative Kompetenzzentrum wird in einem Gebäude der Freiberger Unternehmensgruppe an der Wasserburger Straße in Amerang eingerichtet.

450 Quadratmeter Fläche verteilt über drei Stockwerke

Die Stiftung stellt das Gebäude derTechnischen Hochschule Rosenheim kostenlos zur Verfügung und baut die Räumlichkeiten für die Hochschule um. Verteilt über drei Stockwerke stehen rund 450 Quadratmeter Fläche zur Verfügung. Darin untergebracht werden sollen mehrere Testwohnungen, eine Lehr- und Ideenwerkstatt für die Studierenden sowie Präsentations- und Informationsräume für Patienten und Angehörige. Die Räume im Gebäude werden ergänzt durch einen Freisitz und einen Therapiegarten.

Geplant sind Therapieinhalte zu den Bereichen Selbstversorgung, Kommunikation und Interaktion, berufliche Partizipation, Freizeitaktivitäten und Entwicklungsförderung. „Zu unserem Stiftungszweck gehört es, älteren Menschen zur Seite zu stehen und ihnen ein selbstständiges Leben zu erhalten. Insofern ist das Forschungsprojekt nicht nur gesellschaftlich enorm wichtig, sondern passt auch sehr gut zu unseren Zielen“, sagt Stiftungsgründer Ernst Freiberger. Und weiter: „Ich freue mich sehr über den Abschluss des Kooperationsvertrages und denke, dass dieses zukunftsgerichtete Projekt auch für die Gemeinde Amerang sehr wichtig ist.“ Der Unternehmer wuchs in Amerang auf und betreibt mit der Medical Park Kliniken Gruppe 13 Fachkliniken und ambulante Gesundheitszentren mit medizinisch-therapeutischen Leistungen zur Rehabilitation und Prävention, die meisten davon in Oberbayern.

Die 1994 ins Leben gerufene Ernst-Freiberger-Stiftung engagiert sich sozial und gesellschaftspolitisch und soll sich künftig schwerpunktmäßig verschiedenen Themen aus dem Bereich Pflege widmen.

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