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Omikron auf dem Rückzug

Corona-Welle klingt ab – und dennoch sind die Fallzahlen in der Region Rosenheim hoch

Die Corona-Lage in der Region Rosenheim.
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Die Corona-Lage in der Region Rosenheim.
  • Rosi Gantner
    VonRosi Gantner
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Die Inzidenzen sinken, alle Zeichen stehen auf Entspannung - doch in einzelnen Gemeinden in der Region Rosenheim sind die Fallzahlen in dieser Woche astronomisch hoch. Das hat einen besonderen Grund.

Rosenheim – Die Corona-Lage in der Region Rosenheim entspannt sich weiter. Die 7-Tage-Inzidenz ist nun auch im Landkreis deutlich unter die Marke 1000 gefallen. Zuletzt lag die Inzidenz für den Landkreis bei 811,6 (Stand 22. April; Vorwoche: 1049,6), für die Stadt Rosenheim bei 665,2 (Vorwoche: 894,8).

Omikron-Welle klingt ab

Das Infektionsgeschehen hat laut Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim, im Vergleich zur Vorwoche noch einmal abgenommen, die aktuelle Welle klingt weiter ab. „Zu beachten ist dabei jedoch, dass in vielen Fällen kein PCR-Test mehr durchgeführt wird, was zu einer Unterschätzung der tatsächlichen Infektionszahlen führen kann“, warnt Hierl.

Schnelltest-Zahlen steigend

Die Testzahlen bei den Antigentests in den Teststellen der Region im März hingegen zeigen laut Gesundheitsamt mit über 170 000 Tests im Vergleich zu den Vormonaten eine weiter ansteigende Tendenz, ebenso die Positiv-Rate (5,6 Prozent). Hierl: „Das Virus ist weiter unter uns und verbreitet sich. Wir müssen davon ausgehen, dass es spätestens im Herbst aufgrund der unzureichenden Immunität in der Bevölkerung zu einer erneuten Infektionswelle kommen wird.“

Dr. Hierl ruft zur Impfung auf

Über die Schwere der Erkrankungen lasse sich nur spekulieren, ist Hierl überzeugt. „Um gut für die kalte Jahreszeit gerüstet zu sein, müssten sich noch deutlich mehr Menschen gegen Covid-19 impfen und boostern lassen“, so Hierl.

Impfquote unterdurchschnittlich

Die Impfquote in der Region Rosenheim liegt weiter hinter dem bundesweiten Durchschnitt zurück mit 64,5 Prozent bei der Erstimpfung (bundesweit 76,7), 66,2 Prozent bei der Zweitimpfung (bundesweit 76,1) und 45,9 Prozent beim Booster (bundesweit 59,2 Prozent).

Die Entwicklung der Impfquote in der Region Rosenheim (Stand 22. April 2022).

Die Zahl der wöchentlichen Neumeldungen beläuft sich aktuell auf 2971 Fälle für Stadt und Landkreis – wobei diese Zahlen nicht der tatsächlichen Inzidenz entsprechen. Denn: Hier fließen nach wie vor Nachmeldungen aus der Datenpanne von Ende Februar ein, die immer noch nachgetragen werden. Seitens des Gesundheitsamtes heißt es dazu: „Diese Altmeldungen fließen noch in die Fallzahlen der neu gemeldeten Fälle beim Robert Koch-Institut ein, aber nicht in die Berechnung der 7-Tage-Inzidenz. Damit fließen die Altfälle auch in die Auflistung der Gemeindefallzahlen ein.“

Der Grund für die hohen Gemeindezahlen

Der technische Aufwand, die Altfälle in den einzelnen Kommunen rechnerisch von den tatsächlichen Neufällen zu trennen, sei für das Rosenheimer Gesundheitsamt allerdings nicht leistbar. „Die Nachmeldung ist aber wichtig, um korrekt darzustellen, wie viele Positiv-Meldungen es seit Pandemiebeginn insgesamt in der Region gegeben hat“, so eine Behördensprecherin.

Entsprechend hoch sind die Fallzahlen für die ein oder andere Gemeinde im Landkreis Rosenheim. An der Marke 300 kratzen die Städte Bad Aibling und Kolbermoor sowie Bruckmühl. Zudem bewegen sich einige Kommunen deutlich über der Marke 100, darunter Wasserburg, Prien, Raubling und Stephanskirchen.

Die Corona-Lage in der Region Rosenheim mit den Neumeldungen binnen einer Woche (Stand 22. April 2022).

Weiter rückläufig ist die Zahl der pro Woche registrierten Corona-Toten in der Region. Sie ist zuletzt von vier auf nurmehr zwei an oder mit Covid-19-Verstorbene zurückgegangen. Die Gesamtzahl der seit Pandemiebeginn in Stadt und Landkreis offiziell registrierten Corona-Toten liegt nun bei 835, davon 40 im Alter von unter 60 Jahren. Die zuletzt hinzugekommenen zwei Todesfälle betreffen die Altersgruppe 60 bis 80 sowie über 80. Eine Person war in einem Heim betreut worden.

Kliniken holen OPs nach

In den Kliniken der Region entspannt sich die Lage weiter. Nach Aussage des Ärztlichen Leiters Krankenhauskoordinierung, Dr. Michael Städtler, sind die Covid-19-Belegungszahlen auf den Normalstationen weiter abnehmend. Die Auslastung der Kliniken auf den Normalstationen ist Städtler zufolge unter anderem durch aufgeschobene Behandlungen insgesamt sehr hoch.

Die Lage in den Heimen

Unverändert ist die Infektionslage in den Alten- und Pflegeheimen der Region. Infektionsgeschehen registrierte das Gesundheitsamt in dieser Woche in 27 Alten- und Pflegeheimen (Vorwoche: 27). In vier Einrichtungen (Vorwoche: 7) ereigneten sich Ausbrüche mit fünf und mehr Fällen. Betroffen waren laut Gesundheitsamt 54 Bewohner (Vorwoche: 91) und 68 Mitarbeiter (Vorwoche: 78). Fünf Heimbewohner (9 Prozent; Vorwoche: 6) mussten hospitalisiert werden.

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