In der Inntalhalle

Rosenheims Corona-Impfzentrum: Alles ist bereit – zuerst starten mobile Impftrupps

Ein Blick in das Corona-Impfzentrum in der Inntalhalle in Rosenheim.
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Ein Blick in das Corona-Impfzentrum in der Inntalhalle in Rosenheim.
  • Michael Weiser
    vonMichael Weiser
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Das Corona-Impfzentrum in der Inntalhalle in Rosenheim ist startklar. Der Impfstoff ist nun auch zugelassen. Dennoch könnte es noch ein paar Tage dauern, bis die Impfungen an der Loretowiese losgehen. Zuerst sollen mobile Impftrupps in der Region die Arbeit aufnehmen.

Update 22. Dezember

Rosenheim – Wochenlang verhandelte die Stadt Rosenheim mit potenziellen Vermietern, dann ging alles ganz schnell: das Corona-Impfzentrum in der Inntalhalle ist einsatzbereit, so wie vom Freistaat eingefordert.

Risikogruppen kommen zuerst an die Reihe

Der Aufbau der von Stadt und Landkreis gemeinsam getragenen Einrichtung laufe „plangemäß“, meldete bereits Anfang vergangener Woche Christian Schwalm, Sprecher der Stadt Rosenheim. Damit stehen, wie Schwalm bestätigte, auch die mobilen Impfteams bereit, die zuerst die „vulnerablen Gruppen“ etwa in Senioren- und Pflegeheimen oder auch in ihren Wohnungen impfen sollen.

Bildergalerie: Das Coronavirus-Impfzentrum in der Inntalhalle in Rosenheim

Das Corona-Impfzentrum in der Inntalhalle in Rosenheim - ein Rundgang.
Das Corona-Impfzentrum in der Inntalhalle in Rosenheim - ein Rundgang.
Das Corona-Impfzentrum in der Inntalhalle in Rosenheim - ein Rundgang.
Das Corona-Impfzentrum in der Inntalhalle in Rosenheim - ein Rundgang.
Bildergalerie: Das Coronavirus-Impfzentrum in der Inntalhalle in Rosenheim

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„Das Rosenheimer Gesundheitsamt wird diese Personengruppen schriftlich zur Impfung informieren“, sagte der städtische Impfzentrums-Koordinator Hans Meyrl zum weiteren Vorgehen. Das Impfzentrum an der Loretowiese selbst soll täglich 750 Impfungen vornehmen können. Die medizinische Betreuung der Einrichtung wird vom Malteser Hilfsdienst übernommen.

Termine im Impfzentrum telefonisch und online

„Die Personalplanungen für die Besetzung des Impfzentrums sind bereits abgeschlossen. Alle notwendigen Personalstellen sind für einen mehrmonatigen Dauereinsatz besetzt“, sagte Meyrl zum Stand der Vorbereitungen. Der weitere Ablauf der Impfstrategie wird vom bayerischen Gesundheitsministerium vorgegeben.

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Man wird sich online wie auch über Telefon für einen Termin im Impfzentrum anmelden können. Es steht von der Datenverarbeitung bis zum Personal alles. Und nun ist auch der notwendige Impfstoff in der EU zugelassen.

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Die Erstmeldung vom 11. Dezember

Rosenheim –Stadt und Landkreis Rosenheim haben die Inntalhalle an der Loretowiese zu ihrem Corona-Impfzentrum erkoren. Pünktlich am 15. Dezember kann es losgehen, wenn denn bis dahin ein Impfstoff zugelassen ist. Die Inntalhalle wird zu diesem Zweck bereits umgerüstet. Die medizinische Betreuung der Einrichtung wird vom Malteser Hilfsdienst übernommen.

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Man rechne damit, 750 Impfungen pro Tag vornehmen zu können, sagt der städtische Impfzentrums-Koordinator Hans Meyrl. Das Impfzentrum wird daher kaum eine Einrichtung von kurzer Dauer sein. Das Herbstfest stehe aber wegen des Zentrums nicht zur Debatte, sagte Christian Schwalm, Sprecher der Stadt. Man werde gegebenenfalls in enger Abstimmung mit dem Wirtschaftlichen Verband nach Lösungen suchen.

„Für die Menschen in Stadt und Landkreis Rosenheim ist das Impfzentrum in der Inntalhalle ein Symbol der Hoffnung auf ein baldiges Ende der Pandemie und die Rückkehr in einen möglichst normalen Alltag.“ So werden Landrat Otto Lederer und Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März (beide CSU) in einer gemeinsamen Erklärung zitiert.

Mobile Teams sollen Senioren impfen

„Zunächst kommen mobile Impfteams zum Einsatz, um gesundheitlich besonders gefährdete, so genannte vulnerable Gruppen in Alten- oder Pflegeheimen oder an ihrem Wohnsitz zu impfen. Das Rosenheimer Gesundheitsamt wird diese Personengruppen schriftlich zur Impfung informieren“, sagte Hans Meyrl zum weiteren Vorgehen.

Während die Spitzen von Stadt und Landkreis einen Silberstreif am Horizont melden, hat die Region die erste Nacht unter den neuen strengen Corona-Beschränkungen absolviert. Von Mitternacht an galt in den Hotspots – als solchen nannte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann am Mittwoch auch die Stadt Rosenheim – eine Ausgangssperre. Man habe die Einhaltung dieser Regel in den Hotspots im Präsidiumsbereich Kontrollen durchgeführt, sagte Stefan Sonntag, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. Dabei wurden 31 Verstöße festgestellt, 25 wurden zur Anzeige gebracht.

Eine Auskunft, wie teuer Verstöße gegen diese Ausgangssperre kommen, war vom Gesundheitsministerium auch gestern nicht zu bekommen. Es bleibt auch weiter offen, wie lange die strenge nächtliche Ausgangssperre für Rosenheim zwischen 21 und 5 Uhr gilt. Die kreisfreie Stadt Rosenheim hatte am Donnerstag eine Sieben-Tage-Inzidenz von 195,1. Der Landkreis Rosenheim wiederum, für den vorerst noch die üblichen Beschränkungen gelten, hat sich am Donnerstag (10. Dezember) mit einer Inzidenzzahl von 193,2 knapp der kritischen Grenze vor der Ausgangssperre genähert.

Zu den Landkreisen der Region, über die Innenminister Joachim Herrmann am Mittwoch eine Ausgangssperre verhängt hatte, hatten Altötting, Mühldorf und Traunstein gehört.

Vorsicht, Kontrolle: Klarsichtmasken reichen nicht mehr aus

Die Polizei wird bei ihren Kontrollen tagsüber weiterhin Menschen ansprechen, die keine oder nur unzureichende Mund-Nase-Masken tragen, Dazu gehören nun auch Klarsichtmasken. Das Gesundheitsministerium hat entsprechende Anweisungen an die Gesundheitsämter übermittelt.

Nachdem es als wissenschaftlich gesichert gelte, dass neben Tröpfchen auch Aerosole das Virus übertragen, Klarsichtmasken aus Kunststoff Aerosole aber nicht ausreichend zurückhalten können, sei eine Neubewertung durch das Ministerium „unumgänglich“ gewesen, sagte Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Staatlichen Gesundheitsamts Rosenheim. Verstöße gegen die Maskenpflicht mit Kunststoffmasken sollen aber noch nicht sofort geahndet werden – die Nachricht müsse sich erst herumsprechen, heißt es seitens des Gesundheitsamts.

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