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Brenner-Nordzulauf: Das sind die Trassenverläufe

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Bei der Präsentation der fünf Zulauftrassen (von links): Thorsten Gruber (Projektleiter DB Netz AG), Klaus-Dieter Josel (Deutsche Bahn), der bayerische Verkehrsminister Hans Reichhart, Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig.
  • Rosi Gantner
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  • Anton Maier
    Anton Maier
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Es geht um die Zukunft der Region - die OVB-Heimatzeitungen berichten live: Am Montagmittag hat Verkehrsminister Andreas Scheuer in Rosenheim die fünf möglichen Trassen zum Brenner-Nordzulauf vorgestellt. SEHEN SIE BEI UNS DIE KARTEN DER TRASSENVERLÄUFE.

Update 13.20 Uhr: Die Rosenheimer Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig: "Für die gesamte Region ist ein solches europäisches Projekt, gelinde gesagt, eine ausgesprochen große Herausforderung." Jetzt habe jeder wieder die Chance, sich einzubringen. Für Ludwig sei wesentlich, dass die Bestandsstrecke den steigenden Verkehr bis zum Neubau der Brennernordzulauf-Trassen auffangen muss. Dies bedeute einen noch weitergehenden Lärmschutz. "Das ist noch nicht das Ende der Diskussion."

Update 13.10 Uhr: Bayerns Verkehrsminister Hans Reichhart spricht von den geplanten Maßnahmen im Nahverkehr. So wolle man den Takt auf stündliche Fahrten schließen, Fahrten von Rosenheim nach München sollen noch schneller gehen. "Uns ist es wichtig, dass in Zukunft mindestens zwei Züge pro Stunden im Nahverkehr fahren können." 

Update 13 Uhr: Verkehrsminister Andreas Scheuer: „Ich bin sehr dankbar, dass wir heute wieder einen großen Schritt weitergekommen sind. Nach dem Treffen mit den Bürgermeistern habe ich ja zugesagt, dass wir nochmal die Möglichkeiten auf der Stammstrecke untersuchen.“ Er erwähnt einen Vertrauensgewinn in Sachen Lärmschutz, spricht aber auch davon, dass „kein Güterverkehr im Inntal“, so wie ihn manche Gegner fordern, wohl keine Lösung sein könne: „Wenn ich mir die Straßen- und Schienensituation anschaue, ist das ziemlich unrealistisch.“ Der Haushaltsentwurf zur Ertüchtigung und Digitalisierung der Bestandsstrecke sei letzte Woche im Kabinett besprochen worden – in Höhe von 570 Millionen Euro für die "digitale Schiene". Das reiche aber nach den „fixen Prognosen“ nicht aus.

Das Entscheidende sei auch, dass in ganz Deutschland die Anliegen, die sich an die Politik richten, im Großteil für einen Neubau der Strecken plädieren. Hier gebe es die größten Zugewinne, nicht nur in Sachen Lärmschutz.

„Wir sind das einzige Land in Europa, dass nicht nur dreistellige Beträge für den Lärmschutz vorsieht, sondern auch Durchfahrten von Güterzügen verbieten wird. Dazu gibt es Beschlüsse“, so der Minister.  Man werde für diese Maßnahmen auf der Bestandsstrecke wahrscheinlich auch von anderen EU-Ländern verklagt werden. 

Update 12.40 Uhr: Die Bestandsstrecken seien danach untersucht worden, was besonders auf den zweigleisigen Strecken noch an Verkehr möglich sei.  Die klare Antwort auf die Frage, ob es eine Alternative zum Neubau gebe, sei demnach ein "Nein", so Gesamtprojektleiter Torsten Gruber. Selbst ein dreigleisiger Ausbau der Bestandsstrecke erfülle nicht die Voraussetzungen für die Zukunft: Geschwindigkeit, Güterverkehr und ÖPNV seien ohne Neubau zu limitiert, vor allem auch am Bahnhof Rosenheim. 

Jede der Trassenvarianten habe ober- und unterirdische Planungsanteile, so Gesamtprojektleiter Torsten Gruber. Aber auch die noch oberirdischen Teile könnten noch in einer Tunnel-Lösung münden. 

Update 12.20 Uhr: Erste Varianten sind vor über einem Jahr vorgestellt worden, seither habe man aus 110 weiteren Vorschlägen fünf Trassenvarianten erarbeitet. 

Gesamtprojektleiter Torsten Gruber sagt, man habe gemeinsam mit den Foren und Gemeinden über Entwicklung und Wachstum gesprochen, um die beste Lösung zu finden. In vier von den 5 Grobtrassen seien diese Vorschläge eingeflossen. 

Update 12.10 Uhr: Der Protest gegen die geplanten Trassen scheint sich etwas abgekühlt zu haben. Zumindest kommt es so bei Bayerns Bahnchef Klaus-Dieter Josel an. Er spricht zu Beginn der Pressekonferenz von einem konstruktiven Dialog und „kaum Ablehnung“ beim kurzen Austausch am Montagmorgen mit den Trassengegnern. Nur mit einer starken Schiene seien die Klimaziele noch zu erreichen. Man brauche sie aber auch für den Nahverkehr aus der Region. 

Die Pressekonferenz der Bahn zur Trassenplanung im Video

Das sind die Trassen-Varianten für den Brenner-Nordzulauf 

110 unterschiedliche Planungsvorschläge aus der Region wurden geprüft und anschließend die Zahl der Varianten auf fünf Grobtrassen reduziert.

Das ist die Variante "Türkis":

 Diese Variante berührt die Gemeindegebiete von Langkampfen, Kufstein, Kiefersfelden, Oberaudorf, Flintsbach, Brannenburg, Raubling, Kolbermoor, Bad Aibling, Großkarolinenfeld und Tuntenhausen.

Mögliche Verknüpfungsstellen:

Nördlich Rosenheim: Ostermünchen Südlich Rosenheim: Breitmoos oder Reischenhart

In Verknüpfungsstellen werden Neubau- und Bestandsstrecke miteinander verbunden. Züge können von der einen auf die andere Strecke wechseln und so an Bahnhöfen der Bestandsstrecke halten. Gesucht wird jeweils eine Verknüpfungsstelle südlich und nördlich von Rosenheim.

Ab der Verknüpfungsstelle Ostermünchen wird der nächste Abschnitt der Neubaustrecke in Richtung Grafing anschließen. Die Planungen haben in diesem Bereich noch nicht begonnen.


Das ist die Variante "Gelb":

Diese Variante berührt die Gemeindegebiete von Langkampfen, Kufstein, Kiefersfelden, Oberaudorf, Flintsbach, Brannenburg, Raubling, Kolbermoor, Bad Aibling und Großkarolinenfeld.

Mögliche Verknüpfungsstellen:

Nördlich Rosenheim: Riederbach Südlich Rosenheim: Reischenhart

In Verknüpfungsstellen werden Neubau- und Bestandsstrecke miteinander verbunden. Züge können von der einen auf die andere Strecke wechseln und so an Bahnhöfen der Bestandsstrecke halten. Gesucht wird jeweils eine Verknüpfungsstelle südlich und nördlich von Rosenheim.

Ab der Verknüpfungsstelle Riederbach wird der nächste Abschnitt der Neubaustrecke in Richtung Grafing anschließen. Die Planungen haben in diesem Bereich noch nicht begonnen

Das ist die Variante "Oliv":

Diese Variante berührt die Gemeindegebiete von Langkampfen, Kufstein, Kiefersfelden, Oberaudorf, Flintsbach, Brannenburg, Raubling, Kolbermoor, Bad Aibling und Großkarolinenfeld.

Mögliche Verknüpfungsstellen:

Nördlich Rosenheim: Riederbach Südlich Rosenheim: Niederaudorf BAB, Breitmoos oder Reischenhart

In Verknüpfungsstellen werden Neubau- und Bestandsstrecke miteinander verbunden. Züge können von der einen auf die andere Strecke wechseln und so an Bahnhöfen der Bestandsstrecke halten. Gesucht wird jeweils eine Verknüpfungsstelle südlich und nördlich von Rosenheim.

Ab der Verknüpfungsstelle Riederbach wird der nächste Abschnitt der Neubaustrecke in Richtung Grafing anschließen. Die Planungen haben in diesem Bereich noch nicht begonnen.

Das ist die Variante "Blau":

Diese Variante berührt die Gemeindegebiete von Langkampfen, Kufstein, Kiefersfelden, Oberaudorf, Flintsbach, Nußdorf, Neubeuern, Rohrdorf, Riedering, Stephanskirchen, Prutting, Rosenheim, Schechen, Großkarolinenfeld und Tuntenhausen.

Mögliche Verknüpfungsstellen:

Nördlich Rosenheim: Großkarolinenfeld oder Aubenhausen Südlich Rosenheim: Niederaudorf BAB

In Verknüpfungsstellen werden Neubau- und Bestandsstrecke miteinander verbunden. Züge können von der einen auf die andere Strecke wechseln und so an Bahnhöfen der Bestandsstrecke halten. Gesucht wird jeweils eine Verknüpfungsstelle südlich und nördlich von Rosenheim.

Ab der Verknüpfungsstelle Großkarolinenfeld bzw. Aubenhausen wird der nächste Abschnitt der Neubaustrecke in Richtung Grafing anschließen. Die Planungen haben in diesem Bereich noch nicht begonnen.

Das ist die Variante "Violett":

Diese Variante berührt die Gemeindegebiete von Langkampfen, Kufstein, Kiefersfelden, Oberaudorf, Flintsbach, Nußdorf, Samerberg, Rohrdorf, Riedering, Stephanskirchen, Prutting, Rosenheim, Schechen, Großkarolinenfeld und Tuntenhausen.

Mögliche Verknüpfungsstellen:

Nördlich Rosenheim: Großkarolinenfeld oder Aubenhausen Südlich Rosenheim: Niederaudorf BAB

In Verknüpfungsstellen werden Neubau- und Bestandsstrecke miteinander verbunden. Züge können von der einen auf die andere Strecke wechseln und so an Bahnhöfen der Bestandsstrecke halten. Gesucht wird jeweils eine Verknüpfungsstelle südlich und nördlich von Rosenheim.

Ab der Verknüpfungsstelle Großkarolinenfeld bzw. Aubenhausen wird der nächste Abschnitt der Neubaustrecke in Richtung Grafing anschließen. Die Planungen haben in diesem Bereich noch nicht begonnen.

Service-Hinweis:

Nach der Vorstellung der reduzierten Grobtrassen am 1. Juli 2019 starten DB und ÖBB eine Serie von Infomärkten in der Region. Hierbei erläutern die Bahnen den Menschen vor Ort die fünf Einzelvarianten und die anstehenden Planungsschritte. Die Veranstaltungen sind offen. Die Termine:

DATUMORT
22. Juli 2019 16-20 UhrNußdorf am InnTurnhalle, Flintsbacher Straße 6, 83131 Nußdorf am Inn
23. Juli 2019 16-20 UhrFlintsbach am InnGasthof Falkenstein, Kufsteiner Straße 6, 83126 Flintsbach am Inn
24. Juli 2019 16-20 UhrRiederingHirzinger Stadl, Endorfer Str. 13, 83083 Riedering
25. Juli 2019 16-20 UhrBad AiblingKurhaus, Wilhelm-Leibl-Platz 1, 83043 Bad Aibling
29. Juli 2019 16-20 UhrRohrdorfTurner Hölzl, Bgm.-Hollinger-Platz 2, 83101 Rohrdorf
30. Juli 2019 16-20 UhrTuntenhausenTurnhalle der Fritz-Schäffer-Schule, Niedergartenweg 7, 83104 Tuntenhausen
31. Juli 2019 16-20 UhrKiefersfeldenPfarrheim, Pfarrer-Gierl-Weg 8, 83088 Kiefersfelden
01. August 2019 16-20 Uhr RaublingGemeindehalle, Rosenheimer Straße 2, 83064 Raubling
05. August 2019 16-20 UhrSchechenPfleger Theaterstadl, Lohen 15, 83135 Schechen

Umfrage

3000 Demonstranten hatten Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) bei seinem letzten Besuch in Rosenheim mit Trillerpfeifen und Spruchbändern empfangen

3000 Demonstranten hatten Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) bei seinem letzten Besuch in Rosenheim mit Trillerpfeifen und Spruchbändern empfangen, um gegen den Brenner-Nordzulauf zu demonstrieren. Heute wird er erneut in Rosenheim erwartet, wenn die Bahn ab 12.30 Uhr fünf mögliche Trassen der umstrittenen Verbindung präsentiert. Wo die Trassen entlangführen könnten und was der Minister zu den Bahn-Plänen sagt, erfahren Sie live auf www.ovb-online.de. 

Update, 11.5 Uhr: Die Pressekonferenz der Bahn ist von 12.30 Uhr auf 12 Uhr vorverlegt worden.

Update 11.30 Uhr: Mahnwache der Trassen-Gegner am falschen Platz

Im Gegensatz zum letzten Protest fanden diesmal nur ein paar Dutzend Demonstranten den Weg zur Mahnwache am Rosenheimer Ballhaus.

Seit 7.30 Uhr stehen die Gegner der Trassenplanungen vor dem Ballhaus in Rosenheim bei einer Mahnwache. Ihre Annahme, Minister Andreas Scheuer werde die Trassen im Ballhaus bekannt geben, hatte sich als Irrtum herausgestellt. Eine Genehmigung, den Mahnwacheort auf die Schnelle zu verlegen, war jedoch so kurzfristig nicht mehr zu organisieren. Größere Veranstaltungen wie etwa eine Demo wollten die Verantwortlichen mit Rücksicht auf die Hitze heute nicht organisieren. Aktuell stehen etwa 40 bis 50 Aktivisten und Unterstützer beisammen. Sie haben Megafone, Trillerpfeifen und rote Westen. Teilweise gibt es Schilder. Ein großes Banner verkündet "Bestand modernisieren statt Heimat zerstören". Es werden Flyer verteilt und es wird auf die Online-Petition hingewiesen.  

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