29 positive Testergebnisse

Corona am Romed-Klinikum Bad Aibling: Alle Fachbereiche wieder geöffnet

Im Romed-Klinikum in Bad Aibling geht aktuell kaum noch jemand ein und aus. Alle Mitarbeiter und Patienten werden nach einem Ausbruch auf das Coronavirus getestet.
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Im Romed-Klinikum in Bad Aibling geht aktuell kaum noch jemand ein und aus. Alle Mitarbeiter und Patienten werden nach einem Ausbruch auf das Coronavirus getestet.
  • Rosi Gantner
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Gute Nachrichten von der Romed-Klinik Bad Aibling: Alle Fachbereiche sind zwischenzeitlich wieder geöffnet, Patienten können wieder aufgenommen werden.

Update, 17. November 2020, 18.04 Uhr

Bad Aibling - Anfang November war nach einem Corona-Ausbruch auf einer Station, wie berichtet, ein Aufnahmestopp über das Krankenhaus verhängt worden. Alle Mitarbeiter der betroffenen Station wurden laut einer Romed-Sprecherin nun ein zweites Mal getestet. Das Ergebnis: Insgesamt 26 Mitarbeiter waren positiv. Davon sind 17 auf der Ausbruchsstation tätig. Bei vier Mitarbeitern gibt es laut Romed einen möglichen Bezug zu dieser Station. Die anderen fünf positiv getesteten Mitarbeiter seien auf private Ansteckungen zurückzuführen.

Die betroffenen Patienten – insgesamt zehn – hätten eine milde Symptomatik gezeigt und seien mittlerweile entlassen.

Die zweite Testung der Mitarbeiter von der betroffenen Station sowie der OP-Pflege, Anästhesie-Pflege, Endoskopie und Reinigung wurde laut der Romed-Sprecherin Ende vergangener Woche abgeschlossen. Das Personal auf den Stationen sowie das Reinigungspersonal würden weiterhin engmaschig getestet. Die Mitarbeiter der Covid-Station würden wöchentlich getestet.

„Einmal mehr zeigt es sich, wie leicht das Virus übertragen werden kann. Es konnte nicht endgültig festgestellt werden, wie die Infektionen erfolgten. Alle Mitarbeiter haben sich an die Schutz- und Hygienemaßnahmen wie das Tragen von FFP2-Masken bei Patientenkontakt gehalten. Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es offensichtlich nicht. Wir sind froh, dass wir in der Romed-Klinik Bad Aibling jetzt wieder in vollem Umfang für unsere Patienten da sein können.“, so die Bilanz des Ärztlichen Direktors Dr. Markus Konert.

Update 5. November, 17.35 Uhr

Romed Klinik Bad Aibling nimmt wieder Patienten auf

Der Corona-Ausbruch am Krankenhaus Bad Aibling ist allmählich unter Kontrolle: Eine Reihentestung ergab sechs weitere positive Fälle unter den Mitarbeitern. Das Infektionsgeschehen ist aber offenbar auf eine Station begrenzt. Der Rest des Hauses geht wieder in den Normalbetrieb.

Nachdem am Romed-Klinikum in Bad Aibling mehrere Coronafälle aufgetaucht waren, läuft die Nachverfolgung der Fälle. Wie das Klinikum mitteilt, liegen aktuell von 260 Mitarbeitern die Testergebnisse vor. Insgesamt sind jetzt 19 Mitarbeiter positiv, 16 davon waren auf der betroffenen Station tätig. „Die drei anderen Positiv-Testungen stehen nicht im Zusammenhang mit dem Klinikbetrieb“, lässt das Klinikum wissen. Alle positiv getesteten Mitarbeiter befinden sich in häuslicher Quarantäne.

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Zehn Patienten sind mit dem Coronavirus infiziert. Das haben die Tests ergeben. Wobei eine Nachmeldung über das Gesundheitsamt erfolgte. Es handelte sich dabei um einen bereits entlassenen Patienten der betroffenen Station. Das Klinikum teilt zu den Ergebnissen der Untersuchung mit: „In der heutigen gemeinsamen Besprechung der Klinik mit dem staatlichen Gesundheitsamt wurde das Ausbruchsgeschehen als lokal - auf eine Station beschränkt - eingestuft.“

Wie geht es jetzt weiter am Romed-Klinikum Bad Aibling? 

Die isolierten, positiv getesteten Patienten werden auf die bereits im Frühjahr eingerichtete Covid-Station verlegt. Die betroffene Ausbruchsstation wird, so das Klinikum, nach desinfizierender Reinigung und zweiter negativer Testung der dort tätigen Mitarbeiter für den Normalbetrieb wieder geöffnet. Andere Bereiche des Hauses wie die Zentrale Notaufnahme, HNO, Chirurgie und Unfallchirurgie sind ab sofort wieder geöffnet.

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Besucher sind ab sofort wieder zugelassen. Die Besuchsregelungen – ein Besucher für eine halbe Stunde pro Tag – werden wieder eingeführt. Besuche auf der Ausbruchstation und der Covidstation bleiben weiterhin untersagt. Besucher von Patienten der Akutgeriatrie und der Alterstraumatologie sollten – auch zum Schutz ihrer Angehörigen – einen Coronatest durchführen lassen und die Patienten nur mit einem negativen Testergebnis besuchen.

Mitarbeiter werden regelmäßig getestet

Auf der betroffenen Station erfolgen bis auf weiteres wöchentlich Personaltestungen. In den Risikobereichen wie z. B. Zentrale Notaufnahme (ZNA) wird nach verfügbaren Kapazitäten im 14-tägigen Rhythmus getestet. Alle anderen Mitarbeiter werden mindestens alle vier Wochen getestet.

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Update 4. November, 15.36 Uhr

Bad Aibling - Damit steigt die Gesamtzahl der infizierten Mitarbeiter auf 17 an. Sie befinden sich allesamt in häuslicher Quarantäne. Überdies sind neun Patienten betroffen.

Laut Romed liegen inzwischen die Ergebnisse von etwa 260 Abstrichen vor. Mit den übrigen Testergebnissen wird bis Donnerstag, 5. November, gerechnet. Parallel dazu sind für Donnerstag Gespräche mit dem Staatlichen Gesundheitsamt Rosenheim und dem Landesgesundheitsamt (LGL) bezüglich des weiteren Vorgehens angesetzt: Ab wann der Klinikbetrieb – vollständig beziehungsweise Schritt für Schritt – wieder aufgenommen werden kann. Seit dem Ausbruch vom Wochenende sind die Tore des Aiblinger Krankenhauses geschlossen, selbst Notfälle werden nicht mehr aufgenommen. Behandlungen wurden abgeblasen, auch Patientenbesuche sind bis auf Weiteres untersagt.

Doch der ärztliche Direktor des Romed-Hauses, Dr. Markus Konert, gibt sich zuversichtlich: „Mit den Testungen sind wir fast fertig. Da danke ich meinen Kollegen, die die Abstriche organisiert haben ganz besonders. Alle verhalten sich professionell und umsichtig, sodass ich vorsichtig optimistisch bin, dass wir bald wieder ans Netz gehen.“ 

Corona-Ausbruch am Romed-Klinikum in Bad Aibling: Kompletter Aufnahmestopp (Stand 2.11.20)

Bad Aibling – Schwerer Schlag für das Krankenhaus Bad Aibling: Aufgrund eines massiven Corona-Ausbruchs musste die Romed-Klinik abgeriegelt werden. Der Aufnahmestopp beinhaltet selbst Notfälle.

Die Bilanz nach einer ersten Testreihe: elf Positiv-Fälle bei Mitarbeitern, neun bei Patienten. Nun soll das gesamte Krankenhaus, also sämtliche Patienten und Mitarbeiter, durchgetestet werden. Bis die Ergebnisse vorliegen, bleiben die Kliniktore vorerst geschlossen.

Zwei Mitarbeiter in Bad Aibling mit Symptomen

Vergangene Woche nahm das Unheil am Krankenhaus Bad Aibling seinen Lauf: Mitarbeiter hatten vereinzelt grippeähnliche Symptome gezeigt. Gleichzeitig wurden drei Mitarbeiter bei einer routinemäßigen Reihentestung positiv auf das Coronavirus getestet. Die Folge: Alarmstufe Rot.

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Sämtliche Mitarbeiter und Patienten der betroffenen Station wurden umgehend getestet. Die Ergebnisse der Testungen, die über das Wochenende liefen: Elf Mitarbeiter und neun Patienten haben sich auf einer einzigen Station infiziert. „Ein massiver Ausbruch“, zeigt sich Romed-Gesamtgeschäftsführer Dr. Jens Deerberg-Wittram im Gespräch mit unserer Zeitung erschüttert.

Infizierte Patienten und Romed-Mitarbeiter mit milden Symptomen

Zwei der betroffenen Patienten sind in der Zwischenzeit ans Romed-Klinikum Rosenheim verlegt worden, davon einer auf Intensivstation – laut Klinik aber ohne typische Covid-Symptome. Die übrigen sieben hat Romed vorerst in Bad Aibling belassen, isoliert in Einzelzimmern.

Wie steht es um den Gesundheitszustand der Infizierten? „Die allermeisten sind symptomfrei oder haben nur milde Symptome“, kann Deerberg-Wittram vorerst Entwarnung geben. Ein Großteil der Patienten könnte das Krankenhaus in Kürze gar verlassen und sich in häusliche Quarantäne begeben. Die betroffenen Mitarbeiter befinden sich Romed zufolge ebenfalls in ihren eigenen vier Wänden in Isolation, sechs von ihnen mit grippeähnlichen Symptomen.

Bis auf Weiteres keine Patientenbesuche

Die Konsequenz des Corona-Ausbruchs am Romed-Standort in Bad Aibling: Das gesamte Krankenhaus musste gesperrt werden – selbst Notfälle können nicht mehr aufgenommen werden. Und: Alle Mitarbeiter und Patienten müssen sich aktuell Corona-Tests unterziehen.

„Wir testen gerade das ganze Haus durch“, erklärt der Klinik-Chef. „Das dürfte ein, zwei Tage in Anspruch nehmen, bis wir auch alle Mitarbeiter, die gerade nicht im Dienst sind, erreicht haben.“ Auch Patientenbesuche sind bis auf Weiteres nicht gestattet.

Ursache des Corona-Ausbruchs noch unklar

Über die Gründe des Ausbruchs kann die Klinikleitung bis dato nur spekulieren. „Wir wissen es leider nicht. Nach unseren Erkenntnissen haben sich die Mitarbeiter strikt an die Hygienemaßnahmen gehalten wie das Tragen einer FFP2-Maske beim Betreten des Patientenzimmers“, berichtet Dr. Markus Konert, Ärztlicher Direktor der Romed Klinik Bad Aibling. Mit der Hygieneabteilung des Klinikverbunds sowie dem Gesundheitsamt bestehe enger Kontakt und es werde intensiv nach den Ursachen geforscht.

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Hinzu kommt der „Worst Case“ für den Klinik-Verbund, dass mit dem Ausbruch der Standort Bad Aibling für die medizinische Versorgung vorerst wegfällt. „Bis zur Klärung der Situation können keine Patienten aufgenommen werden. Alle Operationen, die nicht unmittelbar nötig sind, werden abgesagt. Ebenso können wir keinen regulären Ambulanzbetrieb, keine Sprechstunden oder Ähnliches durchführen“, erklärt Erhard Marburger, kaufmännischer Leiter.

Ziel sei es, den Status der Mitarbeiter der Zentralen Notaufnahme und des Röntgenbereichs so schnell wie möglich zu erfassen, um an der ambulanten Notfallversorgung des Landkreises wieder teilnehmen zu können. Die gute Nachricht: Die Versorgung der Patienten könne man weiterhin auf hohem Niveau gewährleisten. „Dank unserer motivierten und einsatzbereiten Mitarbeiter“, so Ingrid Urban, Pflegedienstleiterin der Romed Bad Aibling.

Stichwort: Die Corona-Lage an den Romed-Kliniken

Die Lage an den Romed-Kliniken, die, solange der Katastrophenfall noch nicht ausgerufen ist, die Covid-19-Versorgung in erster Linie bewerkstelligen, spitzt sich zu. Das betont Klinik-Geschäftsführer Dr. Jens Deerberg-Wittram auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen.

Aktuell (Stand 2. November) verzeichnen die Romed-Häuser 40 bestätigte Covid-Fälle (Freitag: 25). „Ein signifikanter Anstieg“, unterstreicht der Klinik-Chef. Hinzu kämen 13 Covid-Verdachtsfälle. Stabil ist die Lage indes im Intensivbereich im Romed-Klinikum Rosenheim mit nach wie vor einem Covid-Patienten sowie zwei Verdachtsfällen.

Dennoch bereitet sich das Klinikum auf die zweite Welle vor, insbesondere im Intensivbereich. „Wir haben aufschiebbare Behandlungen runtergefahren, um die Intensivbetten leer zu bekommen“, erklärt Deerberg-Wittram. Die Kapazität dann: 18 Intensivbetten, im Katastrophenfall 87.  

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