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TV-Triell: Scholz schafft das Triple und gewinnt Kandidaten-Dreikampf

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MEDIZINISCHER DIREKTOR DER ROMED-KLINIKEN

Navigator im Rosenheimer Krankenhausalltag: Dr. Christoph Knothe geht in den Ruhestand

Eine Bilderkollage zum Abschied: Dr. Christoph Knothe (links), Medizinischer Direktor der Romed-Kliniken, mit Romed-Geschäftsführer Dr. Jens Deerberg-Wittram.
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Eine Bilderkollage zum Abschied: Dr. Christoph Knothe (links), Medizinischer Direktor der Romed-Kliniken, mit Romed-Geschäftsführer Dr. Jens Deerberg-Wittram.

Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin, Medizinischer Direktor der Romed-Kliniken, Menschenfreund: Dr. Christoph Knothe geht in den Ruhestand. Die Verabschiedungsrunde im Rosenheimer Klinikum fiel coronabedingt recht klein aus.

Rosenheim – Beinahe 40 Jahre lang hat Dr. Christoph Knote in verschiedenen Kliniken verbracht, zum Beispiel im Bundeswehrkrankenhaus München, in Fulda, Gießen und schließlich in Rosenheim. Dort war er 19 Jahre lang der Chef der Anästhesie und Intensivmedizin. In all den Jahren hat er miterlebt, wie sich die Medizin entwickelte.

Arzt-Patienten-Verhältnis habe sich verändert

Was ihn besonders beeindruckt: „Das Arzt-Patienten-Verhältnis habe sich radikal gedreht“, sagt Knothe. Er persönlich begrüße das sehr. „Zu Beginn meiner Tätigkeit waren Ärzte noch vielfach „Halbgötter.“ Sie hätten wie ein Vormund entschieden, was für einen Patienten gut war und welche Informationen er über seinen eigenen Krankheitszustand erhielt.

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Heute sei das Idealbild zwischen Arzt und Patient „eine partnerschaftliche Beziehung mit einem informierten Patienten auf Augenhöhe“. Für Knothe, dem nach eigenen Angaben die Menschenwürde respektierende Medizin am Herzen liegt, heißt das aber auch, dass der Patient mehr Verantwortung für sich selbst übernehmen müsse.

In seinem eigenen Fachgebiet, die Anästhesie, sieht er vor allem die Transformation der Narkose als zentralen Punkt. Als er als Arzt zu arbeiten begann, seien Patienten nach der Narkose den ganzen Tag müde und schläfrig gewesen. Heute sei es fast schon selbstverständlich, dass sie auch nach größeren Operationen wach und fit genug sind, Zeitung zu lesen – „und dann auch noch wissen, was in der Zeitung stand.“

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Als Anästhesist wisse Knothe, wie wichtig ein gut geregelter OP-Ablauf und eine gute Kommunikation nicht nur für die Klinikmitarbeiter, sondern vor allem auch für die Qualität des Heilungsverlaufs, seien. Das zu sichern, sei eine seiner Gründe dafür gewesen, als Medizinischer Direktor der Romed-Kliniken zu arbeiten.

Den Posten hat Knothe 2014 nebenberuflich übernommen, seit 2017 war er Vollzeit-Direktor. Sein Credo: Qualität muss immer hart erarbeitet werden. Allen Mitarbeitern, den Pflegekräften und den Ärzten würden dabei immer wieder auch – zum Teil schmerzliche – Kompromisse abverlangt.

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So zum Beispiel auch im Jahr 2009, als sich die vier Romed-Kliniken fusioniert haben. Veränderungen könnten nicht erzwungen werden und bräuchten Zeit. Nach wie vor halte er den Zusammenschluss aber als „ausgesprochen wertvoll“.

Er verhindere „unsinnige Konkurrenz“ und ermögliche eine „wohnortnahe Versorgung mit vernünftiger Verteilung von Ressourcen“. „Gerade die aktuelle Corona-Krise hat einen großen Schub bei der Klinik-übergreifenden Zusammenarbeit gebracht“, sagt Knothe.

Was er allen Romed-Mitarbeitern auf den Weg gibt: Dass sie mit „Schwung, Zähigkeit und eigener Lebensfreude“ nach dem Motto arbeiten, das er selbst seit Jahren anwende: „Zum Wohl aller“. Seine eigene berufliche Reise bei den Romed-Kliniken ist nunvorbei. Und was hat er jetzt im Ruhestand vorhat? „Einfach mal die sogenannte Work-Life-Balance in Richtung ,Life‘ verschieben.“ re

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