Dekanatssynode im Dekanatsbezirk Rosenheim tagte

Religionsunterricht stand im Mittelpunkt

Im Gespräch (von links): Dekanin Hanna Wirth, Peter Selensky, Vorstand des Diakonischen Werks Rosenheim, und Oberkirchenrat Detlev Bierbaum. Foto re
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Im Gespräch (von links): Dekanin Hanna Wirth, Peter Selensky, Vorstand des Diakonischen Werks Rosenheim, und Oberkirchenrat Detlev Bierbaum. Foto re

Oberaudorf - Bei der Frühjahrstagung des Leitungsgremiums des evangelischen Dekanatsbezirks Rosenheim stand das Thema "Religionsunterricht in einer veränderten Welt" auf der Tagesordnung. Außer den 60 Synodalen waren auch eine große Anzahl von Religionspädagoginnen anwesend. Gastgebende Gemeinde war Oberaudorf.

Die drei Präsiden, Martin Busch aus Ebersberg, Karl Mehltretter aus Raubling, der auch der Landessynode angehört und Dekanin Hanna Wirth aus Rosenheim, konnten auch Gäste des öffentlichen Lebens begrüßen: Bürgermeister Hubert Wildgruber aus Oberaudorf, Landrat Josef Neiderhell und der katholische Ortsgeistliche Pater Robert Schmidbauer.

Das Referat zum Thema hielt der zuständige Oberkirchenrat, Detlev Bierbaum, der von seinen Referenten Eckard Landsberger und Renate Braier begleitet wurde. Er würdigte den Dienst der 68 Frauen und Männer, die im Dekanatsbezirk Rosenheim in 127 Schulen Religionsunterricht geben als große Herausforderung und wertvolle Arbeit. Mehrfach nahm er auch Bezug auf das Bildungswort der Dekanatssynode, das diese im Jahr 2008 verabschiedet hatte und in dem sie sich für eine noch engere Vernetzung von Schule, Kirchengemeinde und Kommune aussprach. Zwei besondere Probleme gerade hier in der Diaspora nannte der Referent: die meisten Lehrkräfte geben an mehreren Schulen Unterricht, die Lerngruppen umfassen oft bis zu 30 Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Jahrgangsstufen. Pfarrerin Claudia Wieland, die Schulbeauftragte im Dekanatsbezirk, machte auf die anspruchsvolle und zugleich belastende Arbeit der Lehrkräfte aufmerksam. Eine sorgfältig gestaltete Ausstellung gab einen Einblick in die pädagogische Arbeit.

In der nachfolgenden Gesprächsrunde wurden von Synodalen und Lehrkräften auch kritische Fragen an den Oberkirchenrat gestellt. Im Anschluss bildete sich eine Arbeitsgruppe, die ein Konzept für flexiblere Einsatzmöglichkeiten für Religionspädagogen erarbeiten möchte. Weitere Themen waren der Haushalt 2011 und die Berichte der übrigen Arbeitsbereiche. re

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