Reißender Absatz

Neu designte Gabor-Geschäfte sollen in Zukunft vor allem junges, weibliches Publikum anziehen.  Fotosre
+
Neu designte Gabor-Geschäfte sollen in Zukunft vor allem junges, weibliches Publikum anziehen. Fotosre

Im Jahr 2010 erzielte die Gabor Shoes AG, Rosenheim, einen Umsatz von 319 Millionen Euro (inklusive Lizenzen für "Gabor bags", "Gabor kids" und "Gabor shoecare", eigenbetriebene Shops und Gabor Footwear GmbH) und legte damit um 13,1 Prozent zu. Es war der höchste Umsatz, den das Unternehmen seit seiner Gründung 1949 erzielte.

Rosenheim - In Deutschland konnte das Unternehmen unter der Marke Gabor rund 3,3 Millionen Paar Schuhe verkaufen. Man spüre kräftigen Rückenwind durch das positive Marktumfeld und könne derzeit sogar noch stärker als der Markt zulegen, so Achim Gabor.

Auch die Situation im Ausland habe sich wieder verbessert. Dort legten die Rosenheimer auf drei Millionen Paar verkaufter Schuhe zu. Wichtige Exportmärkte hätten sich dem Unternehmen zufolge erholt und erreichten teils die Volumen vor der Krise. Insgesamt, einschließlich "Gabor kids" und der Marken "camel active" und "snipe", setzte der Konzern 7,8 Millionen Paar Schuhe ab.

Die Umsätze mit den Schuhen der Marke Gabor beliefen sich auf 252,4 Millionen Euro, mit "camel active" erzielte man 50,8 Millionen Euro. Die junge Marke "snipe" kam laut Unternehmenssprecher Markus Reheis auf 6,6 Millionen Euro.

Aufgrund des sehr positiven Inlandsgeschäfts verringerte sich der Exportanteil bei Gabor von 54 auf 50 Prozent. Die Gabor Footwear GmbH mit den Marken "camel active" und "snipe" hatte ihren Schwerpunkt mit 70 Prozent weiterhin im Inland.

Zum Ende des Jahres 2010 gab es weltweit 466 Gabor-Flächen, die als Mono-Stores oder Shop-in-Shops überwiegend von selbständigen Händlern geführt wurden. 49 Flächen wurden in 2010 neu eröffnet.

Die Zahl der Mitarbeiter blieb mit 2685 insgesamt konstant. In der Rosenheimer Zentrale wurden mit 264 Mitarbeitern 15 mehr beschäftigt als ein Jahr zuvor. Für 2011 glaubt Gabor an eine weiterhin positive Entwicklung, auch wenn sich das Wachstum etwas abschwächen dürfte.

Sorgen bereiten dem Unternehmen die gestiegenen Beschaffungskosten, insbesondere bei Leder. Einen Teil der höheren Kosten könne man über Produktivitätssteigerungen abfangen, aber bei einzelnen Produktgruppen werde man um moderate Preiserhöhungen nicht umhin kommen.

Mit der beginnenden Frühjahr-/Sommersaison startet Gabor wieder eine großangelegte Werbekampagne. Neben Zeitschriften und Werbung auf Großflächen und City-Light-Plakaten will das Unternehmen auch wieder TV-Spots schalten. Der Werbeetat erhöht sich auf einen zweistelligen Millionenbetrag. Die Werbung für Frühjahr/Sommer 2011 wurde auch von der visuellen Darstellung her neu konzipiert: Sie ist dem Unternehmen zufolge femininer, frecher, emotionaler und noch hochwertiger geworden. So will man insbesondere jüngere Zielgruppen für die Marke hinzugewinnen und neue Wachstumspotenziale erschließen.

Auch die Zahl der neuen Shop-Projekte will Gabor erhöhen. In den Krisenjahren hätten sich die Händler mit Neuinvestitionen zurückgehalten, aber nun ziehe die Investitionsbereitschaft in Deutschland und anderen Ländern wieder an. Gabor peilt 60 bis 80 neue Flächen für 2011 an. re

Kommentare