Protestaktion in Rosenheim: Landwirte fordern Rücktritt von Bundesumweltministerin Schulze

Protestaktion in Rosenheim:Zehn Bulldogs fuhren am gestrigen Donnerstag durch die Innenstadt. Reisner

Der Verein „Land schafft Verband“ hat am Donnerstag, 28. Mai, zu bundesweiten Protesten aufgerufen. Auch in Rosenheim.

Rosenheim –  Die Landwirte in der Region sind sauer. Wie der Verein „Land schafft Verbindung“ in einem Schreiben mitteilt, soll die Bundesumweltministerin Svenja Schulze in ihrem „Bericht zur Lage der Natur“ in Berlin, der Landwirtschaft „die Alleinschuld am Verlust der Artenvielfalt“ gegeben haben. „Wir Landwirte wehren uns gegen die Diffamierung durch die Politik“, heißt es in dem Schreiben. Um ihrem Ärger Luft zu machen, organisierten die im Verein vereinten Bauern am Donnerstag, 28. Mai, eine Protestaktion in der Rosenheimer Innenstadt.

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Zehn Bulldogs steuerten unter anderem das SPD-Büro an der Färberstraße in Rosenheim an, die Landwirte übergaben einen Brief an SPD-Politikerin Maria Noichl, in dem sie den sofortigen Rücktritt von Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) und Staatssekretär Jochen Flasbarth (SPD) forderten. Maria Noichl, Mitglied des EU-Parlaments, allerdings kann wenig mit dem Vorwurf des Vereins anfangen. Denn nach ihrer Aussage steht im „Bericht zur Lage der Natur“ eindeutig, dass unter anderem auch der Siedlungsbau, der Straßenbau, aber auch Sport, Freizeit und Tourismus Schuld am Verlust der Artenvielfalt hätten. Es sei einfach falsch, zu sagen, Svenja Schulze habe allein den Landwirten die Schuld gegeben.

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