Zwischen Rosenheim und Salzburg

Petition an den Landtag: Protest gegen den Ausbau der A8 im Chiemgau

Stau auf der A8: Den geplanten Ausbau der Autobahn sehen unsere Leser durchaus kritisch.
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Stau auf der A8: Durch den Ausbau soll der Verkehr flüssiger rollen. Gegner machen mobil.

Mit einer Petition an den bayerischen Landtag haben Anwohner und Naturschützer ihr Nein zum Ausbau der Autobahn 8 von Rosenheim bis zur österreichischen Grenze unterstrichen. Ausbau-Gegner übergaben am Dienstag im Landtag 3000 Unterschriften.

München/Rosenheim (dpa/lby) - Das Motto der Ausbaugegner: „Stoppt das A8 Monster: Keine Zerstörung des Chiemgaus!“. Die Autobahn hat in dem Bereich vier Spuren und keinen Standstreifen. Sie soll deshalb sechsspurig werden und Standstreifen bekommen.

Die Petition solle zeigen, dass viele Menschen in der Region das Projekt nicht wollten, sagte Initiatorin Edda Weimann. Es sei zu teurer, zu aufwendig, klimaschädlich - und zudem würden mit der Baustelle über Jahre Staus kreiert, sagte die Aschauer Gemeinderätin von den Grünen.

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Mit dem geplanten Bau des Brenner-Nordzulauf bringe dies den Verkehrsinfarkt für die Region. Auch viele Menschen aus anderen Teilen Deutschlands und aus Österreich hätten unterschrieben - mancher sorge sich wohl um das Urlaubsparadies Chiemgau, sagte Weimann.

Der Ausbau widerspreche dem Pariser Klimaabkommen, der Bayerischen Klimaschutzoffensive und dem Bundesklimaschutzgesetz. Er sei nicht notwendig und zerstöre Wälder, Feuchtgebiete und zehn Naturschutzgebiete. „Immer noch hat Naturschutz, Umweltschutz und Klimaschutz bei politischen Entscheidungen und Großprojekten in Deutschland keine Bedeutung“, sagte Weimann. Es müssten andere Lösungen geprüft werden.

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