Polizei kündigt scharfe Kontrollen der Maskenpflicht an

Rosenheim – Die Polizei will die Maskenpflicht in Stadt und Landkreis Rosenheim in den kommenden Wochen scharf kontrollieren.

Wer gegen die Einhaltung der Corona-Regeln verstoße, müsse mit einer Anzeige und einer Geldbuße von 150 Euro rechnen, die im Falle von wiederholten Verstößen verdoppelt werden kann, machte Polizeipräsident Robert Kopp via Pressemitteilung deutlich. Der Grund: Stadt und Landkreis würden als einer der „Corona-Hotspots“ in Deutschland gelten – mit knapp 37 Prozent mehr Todesfällen als zum Beispiel das gesamte Bundesland Schleswig-Holstein.

Die Verpflichtung, einen Mund-Nasen-Schutz im öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen zu tragen, gilt in Stadt und Landkreis Rosenheim bereits seit Mittwoch vergangener Woche, ab heute gilt die Regelung nun in ganz Bayern. „Die Beachtung der Schutzregeln ist schon deshalb notwendig, weil diese auch Voraussetzung für weitere Lockerungen sind“, so Kopp.

Nach den ersten Tagen der Maskenpflicht ergibt sich für die Stadt und den Landkreis Rosenheim zur dortigen Pflicht des Tragens von Mund-Nasen-Bedeckungen erfreulicherweise ein positives Bild. Die Bürgerinnen und Bürger zeigten sich laut Polizei sehr einsichtig, sodass fast keine Beanstandungen durch die Polizei notwendig waren. Nach den vorläufigen polizeilichen Beobachtungen dürfte „die Maskenpflicht im Bewusstsein von großen Teilen der Bevölkerung schon angekommen sein“. Im südlichen Oberbayern hat bereits in dieser Woche ein nicht unerheblicher Teil der Personen die bisherige Empfehlung für das Schutzmaskengebot beachtet.

Über 16 000 Kontrollen

Zugleich zieht das Präsidium Oberbayern Süd eine positive Wochenbilanz zum Einsatzgeschehen rund um die Corona-Pandemie. Seit 21. März kontrollieren die Dienststellen die Einhaltung der Ausgangsbeschränkung sowie der Abstands- und Schutzregeln, die für den Freistaat Bayern zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie gelten. „Fast alle Menschen im südlichen Oberbayern akzeptieren die Regeln und halten sich nach wie vor an die Beschränkung“, teilt die Polizei mit. Mehr als 16 000 Kontrollen führte die Polizei bis zum gestrigen Sonntag durch. Dabei wurden 1372 Verstöße festgestellt. In 817 Fällen wurden Anzeigen erstattet, die meisten – genau 779 – wegen Missachtung der Ausgangsbeschränkung.

Vergangenen Montag sind erste Lockerungen in Kraft getreten. So konnten Bau- und Gartenmärkte, Gärtnereien, Baumschulen und Fahrradwerkstätten wieder öffnen. Mit der Neuregelung darf nun die Wohnung zu Sport und Bewegung an der frischen Luft alternativ auch mit einer weiteren nicht im selben Hausstand lebenden Person verlassen werden. „Auch diese neu gelockerten Regeln wurden zum Großteil von den Menschen im südlichen Oberbayern beachtet, wobei insgesamt betrachtet mit 1372 Verstößen allerdings über 230 Verstöße mehr als noch in der Vorwoche festgestellt werden mussten“, teilt das Präsidium mit. Die Beamten setzen unter Berücksichtigung der neuen Regelungslage verstärkt auf mündliche Erläuterungen, sodass die Zahl der Anzeigen nur leicht auf 817 angestiegen ist. In der Vorwoche waren es 791.

Am Samstag war im Vergleich zu den letzten Wochenenden – trotz der schönen Witterung – weniger Ausflugsverkehr festzustellen. Nur im Bereich einiger weniger Ausflugsziele seien etwas stärker frequentierte Wanderparkplätze festzustellen gewesen. Die Wanderer und Radfahrer beachten aber laut Polizei mehrheitlich die Vorgaben, sodass es kaum zu Beanstandungen kam.

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