Pistole direkt vor die Stirn gehalten

Weil er eine Frau in Rosenheim mit einer Waffe bedroht hatte, musste sich jetzt ein 36-jähriger Mann aus Edling vor Gericht verantworten.
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Weil er eine Frau in Rosenheim mit einer Waffe bedroht hatte, musste sich jetzt ein 36-jähriger Mann aus Edling vor Gericht verantworten.

Traunstein/Edling – Mit einer zur Bewährung ausgesetzten Freiheitsstrafe von zwei Jahren kam ein 36-jähriger Handwerker aus Edling bei Wasserburg vor dem Landgericht Traunstein davon.

Er hatte ab August 2019 in den Kellerräumen seiner Wohnung eine professionelle Marihuana-Plantage betrieben, griffbereit eine Softair-Pistole aufbewahrt und eine Rosenheimerin mit einer Selbstladepistole bedroht. Die Zweite Strafkammer mit Vorsitzendem Richter Erich Fuchs verurteilte den Angeklagten jetzt wegen „unerlaubten bewaffneten Handeltreibens“ mit Drogen, wegen Besitzes von Betäubungsmitteln, jeweils in nicht geringer Menge, wegen Bedrohung sowie Waffendelikten.

Während einer verbalen Auseinandersetzung hatte der 36-Jährige der Frau in deren Wohnung in Rosenheim am 12. November 2019 eine vollfunktionsfähige halbautomatische Selbstladepistole circa fünf Zenti meter vor die Stirn gehalten. Die Geschädigte nahm die Bedrohung ernst. In seinem Keller in Edling zog der Handwerker in sechs Zuchtanlagen 72 Marihuana-Pflanzen auf.

Die Polizei beschlagnahmte alles bei einer Durchsuchung am 14. November 2019. Das Traunsteiner Gericht ging davon aus, dass die getrocknete Ernte mit einem Gewicht von etwa 2,8 Kilogramm Marihuana mit verschiedenem Wirkstoffgehalt für Abnehmer in Edling und Umgebung bestimmt war.

Neben der Softair-Pistole der Marke Heckler & Koch, Kaliber sechs Millimeter, entdeckten die Beamten auch noch die in einer abgedeckten Türzarge versteckte Selbstladepistole Marke Femaru FEG, Kaliber 7,65 Millimeter, dazu zwei Magazine und zwölf passende Patronen. Eine waffenrechtliche Erlaubnis konnte der 36-jährige Mann nicht vorweisen. Monika Kretzmer-Diepold

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