Zwischenbilanz

Piekser am Wochenende: So laufen die Corona-Impfungen durch die mobilen Teams in Rosenheim

Ein mobiles Impfteam trägt Kisten mit Impfstoffen und Ausrüstung zu einem Auto, um sich auf den Weg in ein Seniorenheim zu machen.
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Ein mobiles Impfteam trägt Kisten mit Impfstoffen und Ausrüstung zu einem Auto, um sich auf den Weg in ein Seniorenheim zu machen.
  • Alexandra Schöne
    vonAlexandra Schöne
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Seit rund zwei Wochen, seit dem 27. Dezember, sind in Stadt und Landkreis Rosenheim mobile Impfteams unterwegs. Sie verteilen den Corona-Impfstoff unter Bewohnern in Senioren- und Pflegeheimen, spritzen ihn Mitarbeitern in den Kliniken. Vor den Teams liegt noch viel Arbeit. Eine Zwischenbilanz.

Raubling/Rosenheim – Aus dem Eingang des Pflegeheims Margarete im Raublinger Ortsteil Pfraundorf gehen zwei junge Männer. Sie sind Teil des mobilen Impfteams sechs des Malteser Hilfsdienstes. Die beiden tragen große Kisten mit Impfmaterial. Sie packen zusammen, ihre Arbeit im Pflegeheim Margarete ist getan.

Heimleiter Regman ist zufrieden

Heimleiter Lukas Regman ist zufrieden. Er war am vergangenen Samstag, am Impf-Tag, selbst vor Ort und hat den Prozess begleitet. Sein Fazit: durchweg positiv, alles sei „reibungslos abgelaufen“. Das Impfteam, das in seinem Pflegeheim vor Ort war, ist eines von insgesamt sechs. Laut Christian Schwalm, Pressesprecher der Stadt Rosenheim, werden diese von einem zentralen Impfleiter gesteuert. Jede Gruppe bestehe aus drei Personen.

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Das Impfteam sechs, das bei Lukas Regman am Wochenende in Raubling die Spritzen angesetzt hat, hat seine Arbeit laut dem Heimleiter „super“ erledigt. Im Vorfeld habe er gehört, dass das Impfen in den Heimen manchmal chaotisch sei. Er selbst hat in seiner Einrichtung eine andere Erfahrung gemacht. 25 Senioren seien in knapp drei Stunden geimpft worden. Die meisten im großen Aufenthaltsraum des Heimes, die fünf bettlägerigen Patienten in ihren Zimmern.

Auch drei Mitarbeiter wurden geimpft

Damit sind nun fast alle Bewohner gegen das Virus geschützt. Die Stimmung am Samstag: gut, ein bisschen „aufgeregt“ vielleicht. „Der Impfarzt konnte aber alle beruhigen“, berichtet Lukas Regman. „Niemand hat sich in letzter Sekunde umentschieden.“ Weil noch Impfdosen übrig waren, hätten auch noch drei seiner Mitarbeiter den Stoff gespritzt bekommen. Die übrigen 29 müssen warten. Wie lange, das weiß auch der Heimleiter nicht. „Da haben wir noch nicht Bescheid bekommen.“

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Über das Impf-Prozedere sei er im Vorhinein aber ausreichend informiert worden. Er habe eine Checkliste erhalten, zu Vorbereitung. Die Organisation des Tages X sei für ihn und seine Mitarbeiter ein „großer organisatorischer Kraftaufwand“ gewesen. Einwilligungen von den Bewohnern und deren gesetzlichen Betreuern mussten eingeholt werden, Dokumente sortiert und der Impf-Raum vorbereitet. Außerdem mussten die Patienten auf das Impfen eingestellt werden. Das bestätigt auch Stadt-Pressesprecher Christian Schwalm. „Die Bewohner sind über die Impfung und ihre Vor- und Nachteile aufzuklären“, sagt er.

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Darüber, dass im Pflegeheim Margarete am Ende alles geklappt habe, ist Heimleiter Lukas Regman froh. Doch nicht nur er hat einen erfolgreichen Impftag in seinem Pflegeheim erlebt. Laut Schwalm gebe es „durchgängig positive Rückmeldungen aus den Einrichtungen“. Die Menschen würden meist „sehnsüchtig“ auf die Ankunft der Impfteams warten.

20.000 Menschen, die über 80 Jahre alt sind

Vermutlich tun dies auch einige der 20.000 Menschen, die in Stadt und Landkreis Rosenheim leben und über 80 Jahre alt sind. Sie gehören zu den Personengruppen mit der höchsten Priorität bei den Impfungen. Doch wann sie benachrichtig werden und einen Impftermin bekommen, ist noch ungewiss.

„Die Briefe an die Bevölkerung in Stadt und Landkreis Rosenheim würden verschickt, wenn eine regelmäßige und dauerhafte Belieferung des Impfzentrums mit Impfstoffen gewährleistet ist, teilt Christian Schwalm auf Nachfrage unserer Zeitung mit.

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