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33-jähriger Italiener singt auf Dienststelle

Mit Papageno-Tönen Unschuld beteuert

Raubling - Das erleben die Bundespolizisten nicht alle Tage. Weil ein 33-jähriger Italiener als Schleuser verdächtigt wurde, wurde er von den Beamten vernommen.

Anstatt der Lügenmärchen über die zufällige Mitnahme von illegal eingereisten Personen, die die Beamten oft hören, bekamen sie diesmal eine Strophe des "Papageno" aus der "Zauberflöte" geboten.

Das Auto des Italieners wurde von Schleierfahndern auf der Autobahn bei Raubling angehalten. Nur der Fahrer konnte sich ausweisen, seine 18 und 19 Jahre alten Begleiter aus Algerien hatten keine Papiere dabei. Bei der Bundespolizei gab der 33-Jährige an, dass ihn die beiden jungen Algerier über eine Mitfahrzentrale kontaktiert hatten. In Bozen seien sie zugestiegen. Für die Fahrt bis nach München sollten sie sich mit jeweils 17 Euro an den Benzinkosten beteiligen. Schließlich wäre die Fahrt bei Oberaudorf unterbrochen worden, da der italienische Tenor dort Gesangsunterricht erteilt habe. Seine beiden Mitreisenden hätten so lange im Fahrzeug gewartet. Um seine Unschuld zu untermauern, stimmte der Sänger einen Auszug aus der Oper "Die Zauberflöte" an.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnte er schließlich die Dienststelle verlassen. Der 19-jährige Algerier stellte einen Asylantrag und wurde in eine Aufnahmestelle für Flüchtlinge in München gebracht. Sein 18-jähriger Freund soll nach Österreich zurückgeschoben werden. re

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