OVB-Leser zeigen Herz: Die Weihnachtsaktion 2019 startet

Das Leben ist schön – und gemeinsam noch schöner. Blick in eine Wohngemeinschaft des Katholischen Jugendsozialwerks. Die OVB-Aktion ist heuer zwei außergewöhnlichen WG-Projekten in Rosenheim und Aschau gewidmet. kjsw
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Das Leben ist schön – und gemeinsam noch schöner. Blick in eine Wohngemeinschaft des Katholischen Jugendsozialwerks. Die OVB-Aktion ist heuer zwei außergewöhnlichen WG-Projekten in Rosenheim und Aschau gewidmet. kjsw
  • Ludwig Simeth
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Gesund sein, das Leben ganz allein in die Hand nehmen können: ein Geschenk, das nicht selbstverständlich ist. Auch nicht in der Region, wo es vielen Menschen gut geht. Deshalb gibt es die OVB-Weihnachtsaktion. Heuer ist sie zwei einzigartigen inklusiven Wohnmodellen in Rosenheim und Aschau gewidmet.

Rosenheim/Mühldorf – Seit dem Start der OVB-Weihnachtsaktion 1990 haben unsere Leser in fast 30 Jahren schon Tausenden geholfen: Menschen mit Beeinträchtigung ebenso wie alten und kranken Menschen, Opfern von Kriegen, Schicksalsschlägen, Armut, Naturkatastrophen und Gewalt. Dabei haben sie Großes und Bleibendes geschaffen: Waisenhäuser, Schulen, Wohnhäuser, Förderstätten und Therapiezentren wurden gebaut, erweitert oder modernisiert.

2019 ist die Weihnachtsaktion „OVB-Leser zeigen Herz“ zwei außergewöhnlichen Projekten in der Region gewidmet, die jungen Menschen mit Beeinträchtigung zu einem eigenen Zuhause und mehr Selbstbestimmung verhelfen sollen. In Rosenheim und Aschau werden zwei Wohngemeinschaften entstehen, die ebenso spannend wie nachhaltig sind.

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In Rosenheim geht es um eine ganz spezielle inklusive WG. Der Clou dabei: Studenten und Menschen mit Beeinträchtigung wohnen zusammen unter einem Dach. In München gibt es das schon, jetzt soll das Erfolgsmodell auch am TH-Standort Rosenheim Fuß fassen.

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Die Pläne dafür liegen quasi schon in der Schublade. Die Studierenden übernehmen klar definierte Betreuungsschichten und können dafür mietfrei wohnen – und das nur einen Steinwurf von der Technischen Universität entfernt. Sobald die Sache läuft, gibt es Unterstützung vom Sozialhilfeträger, der eine hauptamtliche sozialpädagogische Fachkraft und eine weitere Betreuungskraft vollfinanziert.

In Großstädten gibt es das Modell schon

Das Pilotprojekt ist nach dem Vorbild in anderen deutschen Uni-Städten auf eine WG mit vier bis fünf Studenten und fünf bis sechs volljährigen Bewohnern im Alter von 18 bis 30 Jahren zugeschnitten. Dahinter steht mit dem Katholischen Jugendsozialwerk (KJSW) ein starker Träger, der im Raum Rosenheim bereits mehrere Einrichtungen und Dienste für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung betreibt.

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Begrenzt ist das barrierefreie Wohnangebot für Menschen mit Behinderung auch im Chiemgau. Dort hat der Verein Benedetto-Menni-Nest in Aschau ein ebenso einzigartiges Wohnmodell angepackt: ein Haus mit zwei ambulant betreuten Wohngemeinschaften für junge Menschen mit Hilfebedarf. Die Sechser-WG im Parterre läuft schon, 2020 sollen im Obergeschoss sechs weitere junge Männer und Frauen mit körperlichen und kognitiven Einschränkungen einziehen.

Für den jungen Verein, 2018 aus einer lange bestehenden Selbsthilfegruppe von Eltern Betroffener hervorgegangen, ist das Projekt natürlich eine Herkulesaufgabe. Erst nach einem erfolgreichen Start können sich die Wohngemeinschaften selbst finanzieren.

Deshalb setzt der Vorsitzende Dieter Klemens ganz auf die Hilfsbereitschaft der OVB-Leser: „In unserem Benedetto-Menni-Haus können Hilfebedürftige in ihrer Heimat in engem Kontakt zu Familie und Freunden alt werden – so selbstständig und so gut integriert wie nur möglich. Das ist doch großartig.“

5000 Euro von Stiftung des OVB-Medienhauses

Das Geld aus der OVB-Aktion wird für spezielle barrierefreie Anforderungen und Ausstattungen verwendet. Das würde sicher auch Benedetto Menni gefallen. Der italienische Ordenspriester, 1999 heiliggesprochen, ist Schutzpatron und Namensgeber des Vereins und des Hauses. Er hatte sich bereits im 19. Jahrhundert für eine würdevolle Behandlung und eine baulich inspirierende Umgebung für Menschen mit Behinderung eingesetzt.

Unter dem Motto „OVB-Leser zeigen Herz“ fließt auch diesmal jeder Spendencent direkt und ohne Abzug von Kosten in die Wohnmodelle. Als Starthilfe steuert die OVB-Medienhaus-Stiftung 5000 Euro bei.

Spenden kann man ab sofort bei der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling, IBAN DE13711500000020145900 oder dem zweiten Sonderkonto der Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee mit der IBAN-Nummer DE91711600000008161160 (siehe eingeblockte Grafik).

Zahlscheine liegen der heutigen Ausgabe bei.

https://www.ovb-online.de/weihnachtsaktion

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