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AUS DEM GEMEINDERAT OBERAUDORF

Oberaudorf: Architekturbüros stellen Entwürfe für Bebauung des Gebiets „Am Heimfeld“ vor

Neuer Wohnraum im Gebiet „Am Heimfeld“ (siehe roter Kreis): In der jüngsten Gemeinderatssitzung stellten fünf Architekturbüros ihre Pläne vor.Grafik: Klinger
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Neuer Wohnraum im Gebiet „Am Heimfeld“ (siehe roter Kreis): In der jüngsten Gemeinderatssitzung stellten fünf Architekturbüros ihre Pläne vor.
  • Barbara Forster
    VonBarbara Forster
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Einst ein Hallenbad, jetzt künftiges Wohngebiet: Im Gebiet „Am Heimfeld“ tut sich was – zumindest planerisch. In der jüngsten Gemeinderatssitzung waren Architekturbüros zu Gast, um ihre Pläne für das sogenannte Filetgrundstück vorzustellen. Die Veranstaltung war rein informativ.

Oberaudorf – Im November 2020 wurde die Fläche durch die Aufstellung eines neuen Bebauungsplans in ein „Allgemeines Wohngebiet“ (WA) umgewandelt. Im Dezember legte das Gremium Ziele für die Bebauung fest, um damit in die Ausschreibung gehen zu können.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung stellten fünf Architekturbüros ihre Pläne für die Bebauung des Heimfelds vor. Die Veranstaltung sei „rein informativ“, erklärte Bürgermeister Matthias Bernhardt (FWO) zu Beginn. Eine Diskussion unter den Gemeinderäten gab es deshalb nicht. Welche der Ideenskizzen auserwählt wird, soll in einer der nichtöffentlichen Sitzungen beschlossen werden.

Vier Präsentationen in je 20 Minuten

Der Gemeinderat gab den Planern vorab einige Vorgaben an die Hand: Gewünscht war ein Mehrfamilienhaus, in zweiter Reihe Doppelhäuser oder Dreispänner, und im Anschluss an das Feld Einfamilienhäuser. Die Höhenabstufung der Gebäude solle von Westen nach Osten erfolgen. Zudem sollte auch eine hohe Aufenthaltsfunktion für die Anwohner eingeplant werden. Jedes Architekturbüro erläuterte seine Vorentwürfe in jeweils rund 20 Minuten. Es gab vier Präsentationen.

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Den Beginn machten Manfred Brennecke vom Architekturbüro „Arc Architekten“ und Architekt Alois Juraschek, beide bildeten eine Arbeitsgemeinschaft. Sie präsentierten mehrere Gebäude. Im Nordosten des Gebiets könnte ein Wohnhof mit sieben Wohneinheiten, einem Hof und einem gemeinschaftlichen Carport entstehen. Im Osten sollen mehrere Reihenhäuser mit zwölf bis 16 Wohneinheiten realisiert werden. Weiter planen die Architekten, Mehrgenerationenhäuser an der Bad-Trißl-Straße. Als Parklösung sähe die Arbeitsgemeinschaft einen „Stadl“ vor. Der könne im Sommer auch für Feiern verwendet werden, so die Idee. Optional wäre auch eine Tiefgarage möglich. In puncto Straßenerschließung kämen zwei Stichstraßen als „verkehrsberuhigte Zone“ in Frage.

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Die nächste Präsentation kam von Landschaftarchitektin Belinda Reiser der Arbeitsgruppe für Landnutzungsplanung (AGL). Sie nahm in ihrer Planung vor allem auf die bestehenden Bäume Rücksicht. Nur zwei Bäume müssten gefällt werden. Westlich an der Bad-Trißl-Straße würde sie drei Mehrfamilienhäuser für etwa sechs Wohneinheiten vorschlagen. Dadurch wäre das dahinterliegende Wohngebiet abgeschirmt, erklärte sie.

Für den zentralen Bereich des Gebiets gebe es zwei mögliche Varianten: Dreispänner oder Villen. Diesbezüglich sei man in der Planung flexibel. Darüber hinaus soll das Wohngebiet mit mehreren Einzelhäusern abschließen. Was die Straßen betrifft, so würde Reiser eine beidseitig befahrbare Wohnstraße, vorschlagen, die alle Grundstücke des Geländes erschließt.

Eine Tiefgarageneinfahrt könnte ostseitig im Baugebiet realisiert werden. Weil sich die Gemeinde eine hohe Aufenthaltsfunktion im Gebiet wünscht, wäre ein Spielplatz in die Planung integriert. Ein weiterer Punkt in ihren Skizzen war die Geländeangleichung, weil das ehemalige Hallenbadgelände derzeit uneben sei.

Johann Wagenstaller vom Architekturbüro „Guggenbichler und Wagenstaller“ zeigte in seinem Übersichtsplan ein Mehrgenerationshaus westlich der Bad-Trißl-Straße sowie mögliche Doppelhäuser an der nördlichen Seite des Gebiets.

An der Ostseite wären Einfamilienhäuser angedacht. In der Mitte wäre Platz für einen Spielplatz. Als Erschließungsflächen kämen zwei Ringstraßen in Frage plus eine zusätzliche Straße, die parallel zur Bad-Trißl-Straße verlaufen soll. Alles Weitere müsste man in Zusammenarbeit mit der Gemeinde erarbeiten, machte Wagenstaller deutlich.

Angebote für junge Leute

Abschließend war Architekt Raimund Baumann aus Oberaudorf am Zug. Grundsätzlich würde er die Häuser so konzipieren, dass man sie immer noch erweitern könnte, so seine Idee. Neben drei Mehrfamilienhäusern plädiert er für Reihenhäuser mit geringer Grundstücksgröße „für junge Leute“. Die Grundstücke wären über eine „Ringerschließung“ erreichbar.

Die zwei Straßeneinfahrten würde er mit einem Baumtor kennzeichnen. Die Autos könnten die Bewohner in einer großen Tiefgarage mit vier Abfahrten unterbringen. Wichtig sei ihm bei der Planung ein einzäunungsfreier Bereich bei den Straßen. Um dem Kriterium eines hohen Aufenthaltsbereichs gerecht zu werden, sehe er einen Kinderspielbereich vor.

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