Herbstversammlung der Rosenheimer Schreinerinnung

Neuer Lehrplan kommt nicht überall gut an

Obermeister Hans Weigl überreicht Weltmeister Richard Martin Schauer (links) ein Präsent der Innung.  Foto Reisner
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Obermeister Hans Weigl überreicht Weltmeister Richard Martin Schauer (links) ein Präsent der Innung. Foto Reisner

Schwabering - Der Stolz war dem Obermeister der Rosenheimer Schreinerinnung, Hans Weigl, anzumerken. In der jüngsten Herbstversammlung durfte er einen jungen Mann ehren, der es vom Innungssieger bis zum Weltmeister seines Fachs gebracht hat: Richard Martin Schauer aus Rohrdorf hatte bei den Berufsweltmeisterschaften "WorldSkills 2011" in London in der Disziplin Möbelschreiner die Goldmedaille gewonnen (wir berichteten).

Die Herbstversammlung fand diesmal im Betrieb von Alois Schmidmayer in Schwabering statt, der sich seit vielen Jahren im Bau von Holztreppen spezialisiert hat und 20 Mitarbeiter beschäftigt.

Obermeister Weigl streifte in seinem Rechenschaftsbericht die wichtigsten Aktivitäten der Innung und verwies vor allen auf die jüngste Obermeistertagung, die sich unter anderen ausführlich mit der Gesellenprüfung beschäftigte. So komme die neue Art des Lehrplans und der Gesellenprüfung nicht überall gut an. Unverändert seien die Leistungen geblieben, es sei auffällig, dass sich der Trend weg von besonders guten oder schlechten Noten hin zum Mittelmaß bewege, sagte Weigl.

Ein heikles Thema, so Weigl, sei die Tatsache, dass der zwangsweise Wechsel von der Christlichen Gewerkschaft zur IG-Metall dazu geführt habe, dass unter anderem bisher ausgehandelte Verträge so auch die Anhebung der wöchentlichen Arbeitszeit von 38 auf 40 Stunden erneut verhandelt werden müsse.

Bei der Versammlung stellte Weigl auch das neue Logo der Innung vor, einen Würfel. Der Obermeister kündigte für das kommende Jahr erneut eine Nachwuchswerbung in den Schulen an, um Schulabgänger für den Beruf zu interessieren. jre

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