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Nazi-Oldtimer wurden zu gutem Geschäft

München - Zwei Oldtimer-Händler (49 und 50 Jahre alt) aus dem Landkreis Rosenheim wurden gestern wegen Steuerhinterziehung zu Haftstrafen verurteilt: Das Landgericht München II schickte den 50-jährigen, tatsächlichen Geschäftsführer eines Luxus-Autohauses für sieben Jahre ins Gefängnis, weil er dem Staat mehr als sieben Millionen Euro vorenthalten hat.

Sein Handlanger, der als eingetragener Geschäftsführer der Oldtimer-Firma fungierte, muss vier Jahre in Haft. In seinem letzten Wort erklärte sich der 50-Jährige noch einmal. 25 Jahre lang sei er im Oldtimer-Geschäft gewesen, habe Tausende von Autos verkauft - bis vor ein paar Jahren der inzwischen verstorbene Unternehmer Stefan Schörghuber sein Kunde geworden sei. "Mein Fehler war: Anhand der riesigen Summen, die sonst nicht der Fall waren, habe ich mich verleiten lassen, sie nicht dem Finanzamt zu melden." Die Geschäfte mit Stefan Schörghuber waren die lukrativsten des 50-jährigen Oldtimer-Händlers. So hatte er für Schörghuber eine Sammlung von Nazi-Autos in den USA eingekauft: 21 Mercedes Benz 770 K, die einst Adolf Hitler und der damaligen deutschen Reichsregierung gehörten. 45 Millionen Euro zahlte Schörghuber für die Fahrzeuge, die er anschließend selbst gewinnbringend weiterveräußerte. Von den 45 Millionen Euro fielen 8,9 Millionen Euro Provision für den Händler aus dem Landkreis Rosenheim ab. Die verschwieg er dann dem Fiskus - ebenso wie einige andere Geschäfte. 5,3 Millionen Euro hat er dem Staat inzwischen zurückzahlen können. Den Rest plus Zinsen will er durch einen Immobilienverkauf decken.

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