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Nachruf

Maitenbeth nimmt Abschied von Andrea Wimmer: Beliebte Bürgerin mit 56 Jahren verstorben

Andrea Wimmer
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Andrea Wimmer
  • VonLorenz Richterstetter
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Sie war engagiert und beliebt: eine Frau, die mit ihrer herzlichen und offenen Art sowie ihrem Tatendrang unvergessen bleibt: Groß ist die Trauer um Andrea Wimmer in Maitenbeth.

Maitenbeth – Wie ein Lauffeuer breitete sich die Nachricht über den Tod von Andrea Wimmer in der Gemeinde Maitenbeth und im Umkreis aus und löste eine Welle von tiefer Betroffenheit, großer Anteilnahme und Trauer aus. Mit Andrea Wimmer wurde eine immer engagierte, lebenslustige und überall beliebte Mitbürgerin im Alter von nur 56 Jahren auf dem Maitenbether Kirchenfriedhof von einer großen Trauergemeinde zu ihrer letzten Ruhestätte begleitet. Am Seelengottesdienst in der Pfarrkirche konnte man über Lautsprecher auch an der Aussegnungshalle und am Friedhof teilhaben. Pfarrer Marek Kalinka zelebrierte den Gottesdienst, die Maitenbether Klangfarben übernahmen die musikalische und gesangliche Umrahmung.

Sehr aktiv im Vereinsleben

Andrea Johanna Wimmer wurde am 4. Mai 1965 in München als einziges Kind von Hilde und Hans Hasieber geboren und wuchs in Markt Schwaben auf, wo sie auch von 1971 bis 1980 die Grund- und Hauptschule besucht hat. Ihre Kindheit verbrachte sie in engem Kontakt mit ihrer Familie, insbesondere ihre Cousine Heidi war ihr immer wie eine Schwester.

Nach der Schulzeit begann Andrea von 1980 bis 1983 eine Lehre als Malerin und Lackiererin bei der Firma Rackl. Im Anschluss daran arbeitete sie als Fachverkäuferin für Maler- und Lackiererbedarf bei der Firma Flamuco und von 1990 bis 1992 bei der Firma Schiller Medizintechnik.

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Im Herbst 1984 lernte sie ihren späteren Ehemann Albert beim Tanzen kennen. Zwei Jahre später begannen die beiden, sich den Traum von einem Eigenheim in Maitenbeth zu erfüllen. Mit viel Eigenleistung stellten sie sie alles fertig, so konnte am 6. September 1990 erst die standesamtliche Trauung und zwei Tage später die kirchliche Hochzeit gefeiert werden.

1992 kam Tochter Yvonne zur Welt, 1995 folgte Sabina. Andrea war mit Herz und Seele Mutter und Ehefrau, ihre Familie ging ihr immer über alles. Mit dem Umzug 1990 nach Maitenbeth brachte sich Andrea Wimmer schnell ins Vereinsleben ein und wurde aktiv beim FC Maitenbeth tätig. Zunächst war sie Kassiererin im Skiclub, nach dessen Umbenennung in die Abteilung Fitness war sie dort viele Jahre lang im Vorstand tätig.

Leidenschaft für den Line Dance

Bei allen Festlichkeiten in Maitenbeth arbeitete sie immer an vorderster Front mit und war maßgebliche Initiatorin des traditionellen Maitenbether Christkindlmarkts. Bis zum Herbst 2021 leitete sie regelmäßig Fitness-Programme: früher Aerobic, Stepp Aerobic und Fit for Kids, die letzten Jahre Pilates und Line Dance. Insbesondere Line Dance war für Andrea mehr als nur ein Sport, es war ein lieb gewonnenes Hobby von ihr, welches sogar in Corona-Zeiten zu Hause im Speicher ausgeübt wurde. Ihre Teilnehmerinnen nannte sie liebevoll immer ihre Line-Dance-Mädls.

Auch in die Kirchengemeinschaft brachte sie sich ein und war dort seit 1994 als Lektorin tätig. In den Jahren, als ihre Töchter Kommunion und Firmung hatten, übte sie das Amt der Kommunion- und Firmmutter aus.

Aufgrund ihrer herzlichen, offenen und einfühlsamen Art durfte sie Patin von drei Taufkindern und einem Firmling werden, worauf sie immer sehr stolz war. Als ihre Töchter dann in die Lehre gingen, begann Andrea Wimmer, wieder zu arbeiten. Zuerst bei der Firma Schletter in der Kantine und anschließend bei der Metzgerei Mair in Haag. Insbesondere die Arbeit bei der Metzgerei Mair hat ihr viel Spaß gemacht.

Gesellig und voller Ideen

Andrea Wimmer liebte die Geselligkeit, egal ob im Verwandten- oder im Freundeskreis. Wenn es galt, Feiern, Feste oder Aufführungen dazu zu organisieren, hatte sie immer glänzende Ideen und half tatkräftig mit, diese auch umzusetzen.

Im Mai vergangenen Jahres dann die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs. Eine Welt brach zusammen. Andrea folgte dem Rat ihres Arztes, diese Nachricht zu nehmen, sie in eine Schuhschachtel zu packen und unters Bett zu schieben und bewies fortan ihre enorme Stärke und Willenskraft. Sie verbrachte viel Zeit mit Familie und Freunden und strahlte dabei nach allen Seiten Optimismus aus. Im Dezember kam ein schwerer Schlaganfall dazu, trotzdem versuchte sie mit ihrem Lächeln weiterhin Hoffnung und Liebe zu verbreiten.

Die letzten Tage ihres Lebens durfte sie zu Hause bei ihren Liebsten verbringen, in deren Beisein sie dann am Sonntagmorgen, den 9. Januar, friedlich eingeschlafen ist.

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