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Überraschender Tod

Nachruf auf Ludwig „Luggi“ Härter aus Großkarolinenfeld

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Ludwig Härter
  • Sylvia Hampel
    VonSylvia Hampel
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Die Nachricht vom plötzlichen Tod des langjährigen Gemeinderates und engagierten Mitglieds vieler Vereine Ludwig „Luggi“ Härter (60) hat sich seit Freitag wie ein Lauffeuer in Großkarolinenfeld verbreitet. „Er wird an allen Ecken und Enden fehlen“ fasst TuS-Vorsitzender Siegfried Strehle die Stimmung in der Gemeinde zusammen.

Großkarolinenfeld – „Luggi wurde sehr geschätzt“, so Bürgermeister Bernd Fessler. „Er hat sich neben seiner 24-jährigen Mitgliedschaft im Gemeinderat in so vielen Vereinen aktiv eingebracht, teilweise auch in verantwortlicher Funktion, dass wir alle tief betroffen sind; es fühlt sich teilweise an wie eine Schockstarre, die über Großkarolinenfeld liegt.“

Mehr Zeit für die Familie

Im März wurde Luggi Härter 60 Jahre alt. Er wollte ein wenig kürzer treten, nicht mehr so viele Verpflichtungen eingehen, hatte die Malerfirma an den Sohn übergeben und wollte mehr Zeit für seine Frau Claudia und die Familie haben. Es sollte nicht sein.

Gestaltung der Ortsmitte lag ihm am Herzen

Härter saß bis 2020 im Gemeinderat, war auch Mitglied des Bauausschusses. Als Malermeister interessierte er sich sehr für die Baumaßnahmen der Gemeinde und für die Gestaltung der Ortsmitte. Sein Wissen und Können stellte er gerne zur Verfügung. „Luggi war jemand, der konstruktiv angeschoben und Lösungen gesucht hat“, so Fessler.

Weitere Berichte und Nachrichten aus Großkarolinenfeld finden Sie auf unserer OVB-Themenseite

Das haben auch viele Vereine in der Gemeinde erlebt. Härter war seit 2007 Vorsitzender des Theatervereins, Stadionsprecher, Sponsor und viel mehr beim TuS Großkarolinenfeld, Gründungsmitglied beim Maibaumverein, Stockschütze und ja, er war auch bei der Feuerwehr.

Stadionsprecher und Sponsor

Angeschoben hat Härter auch beim TuS Großkarolinenfeld so einiges. „Er war Initiator und meist auch fleißigster Arbeiter bei einigen Baumaßnahmen, zum Beispiel der Umgestaltung des Vereinsheims“, sagt der Vereinsvorsitzende Siegfried Strehle. Strehle und Härter verband eine jahrzehntelange Freundschaft.

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„Ich war über das Wochenende mit anderen Freunden aus dem Sportverein für ein paar Tage unterwegs. Es war ein Schock, als wir die Nachricht von Luggis Tod erhielten“, so Strehle, hörbar immer noch fassungslos. „Er wird mir fehlen und er wird dem Verein an allen Ecken und Enden fehlen.“

Das Bühnenbild war seine Passion

Das ist beim Theaterverein, dessen Vorsitzender Härter seit 2007 bis zu seinem Tod war, nicht anders. „Er war Motivator und Mädchen für alles. War zu jeder Tages- und Nachtzeit für Einsätze zu haben und es galt immer ‚geht ned gibt‘s ned‘ “, sagt Wolfgang Himmelstoß, langjähriger Weggefährte im Vorstand, zuletzt als Stellvertreter, und ebenso langjähriger Freund.

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Um die Regie habe sich Härter nie gekümmert, erzählt Himmelstoß, seine Leidenschaft galt dem Bühnenbild. Es kam immer wieder vor, dass Härter, Brille auf die Stirn geschoben, vor dem gerade fertig gemalten Bühnenbild saß und grübelte. „Bei der nächsten Probe hatten wir dann ein völlig anderes Bühnenbild“, erinnert sich Himmelstoß. Und Härter hielt das Vereinsleben abseits der Bühne am Laufen, organisierte Radtouren, Wanderungen, Faschingsfeiern und vieles mehr. Im Herbst wollte er zum letzten Mal als Vorsitzender kandidieren, so Himmelstoß, wollte mehr Zeit mit seiner Frau Claudia und mit der Familie genießen.

„Auf Luggi war hundertprozentig Verlass“

„Auf Luggi war hundertprozentig Verlass, nicht nur als Gemeinderat und Vereinsmitglied, sondern auch als Nachbar und Freund. Mir ist noch sehr präsent, wie er an Weihnachten alles darangesetzt hat, eine Bühne zwischen den Kirchen aufzustellen, um die Weihnachtsgottesdienste im Freien unter Corona-Bedingungen zu ermöglichen“, sagt Bernd Fessler.

Heute, Mittwoch, um 10 Uhr nehmen Familie, Freunde und ein ganzes Dorf Abschied von Ludwig „Luggi“ Härter.

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