QUARANTÄNE AUFGEHOBEN

Nach OVB-Bericht über Besuchsverbot in Kiefersfeldener Altenheim: Tochter darf Mutter besuchen

Wiedersehen mit FFP2-Maske und Abstand: Angela Bauer (rechts) und ihre Mutter Justine beim Besuch am vergangenen Donnerstag.
+
Wiedersehen mit FFP2-Maske und Abstand: Angela Bauer (rechts) und ihre Mutter Justine beim Besuch am vergangenen Donnerstag.
  • Barbara Forster
    vonBarbara Forster
    schließen

Sie habe „nicht mehr daran geglaubt“, sagt Angela Bauer aus Kiefersfelden. Doch am vergangenen Donnerstag, 21. Januar, konnte sie ihre Mutter, Bewohnerin des Caritas-Altenheims St. Peter, endlich wiedersehen. Das Pflegeheim habe die Angehörigen benachrichtigt, dass Besuche nun wieder zugelassen sind.

Kiefersfelden – Seit dem massiven Corona-Ausbruch Mitte Dezember, bei dem von gut 90 Bewohnern 45 positiv auf Corona getestet worden waren und elf verstorben sind, war das Heim abgeschottet. Besuche waren nicht erlaubt. Da es bereits im November ein eingeschränktes Verbot nach einzelnen Corona-Infektionen gab, war Angela Bauer und ihre Mutter, Justine Bauer, rund zwei Monate lang voneinander getrennt. Für beide eine schwere Zeit, zumal ihre Mutter selbst infiziert worden war, glücklicherweise aber keine Symptome gezeigt hatte.

+++ Aktuelle Nachrichten und Artikel rund um das Thema Coronavirus in der Region finden Sie auf unserer OVB-Themenseite +++

Gegenüber den OVB-Heimatzeitungen hatte Bauer vor wenigen Tagen vor allem daran Kritik geübt, dass „keine Lösungen oder andere Konzepte“ erarbeitet würden und in der Einrichtung aufgrund einer Erkrankung des Heimleiters ein direkter Ansprechpartner fehle. Bauer: „Die Leute werden entmündigt und nicht in die Maßnahmen mit eingebunden.“

Im Lauf der Woche dann die positive Nachricht per Infobrief: Die Lage habe sich laut Caritas, Betreiber des Altenheims, „weiter stabilisiert“, so dass die generelle Quarantäne nach Gesprächen mit dem Gesundheitsamt aufgehoben werden konnte. Daher hat die Caritas unter bestimmten Bedingungen nun Besuchsmöglichkeiten für nichtinfizierte und genesene Bewohner des Hauses St. Peter realisiert.

Lesen Sie auch:

Senioren der Kursana-Residenz Prien vertragen Corona-Impfung gut – Pieks als Hoffnungsschimmer

Ein Angebot, von dem Angela Bauer dann gleich Gebrauch gemacht hatte. „Endlich konnte ich mir wieder einmal einen Eindruck davon mache, wie es meiner Mutter geht“, sagte Bauer gegenüber den OVB-Heimatzeitungen. Rund eine Stunde lang saß sie „mit reichlich Abstand“ ihrer Mutter im Besuchersaal gegenüber. Zuvor musste sie einen PCR-Test machen. Eine kleine Hürde, die Angela Bauer für ihre Mutter gerne in Kauf genommen hatte.

Mehr zum Thema

Kommentare