Rauchmelder verhindern Katastrophe - 45 Feuerwehrleute im Einsatz

Mutter rettet Kinder aus den Flammen

Das Kinderzimmer nach dem Feuer.
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Das Kinderzimmer nach dem Feuer.

Feldkirchen-Westerham/Unterlaus - Eine umgefallene Nachttischlampe hat am Montagabend einen Wohnungsbrand verursacht. Gegen 22.30 Uhr hatte der Rauchmelder des Bauernhauses in Oberstetten Alarm geschlagen.

Die 32-jährige Mutter von fünf Kindern erkannte, dass in einem der Kinderzimmer ein Feuer ausgebrochen war. Ein Kinderbett stand bereits in Flammen.

Die Mutter löschte die Flammen mit einem Feuerlöscher und brachte zwei Kinder (den zweijährigen Sebastian und die vierjährige Anna) aus dem Zimmer in Sicherheit. "Gott sei Dank ist die Kleine durch den Rauchmelder geweckt worden und sofort aus dem Zimmer gerannt", erzählte die noch immer geschockte 32-Jährige gestern dem OVB. "Ich versuchte, die noch kleinen Flammen zu löschen und habe gleichzeitig den Sebastian, der im Bettstadl schlief, aus dem Zimmer geholt." Scheinbar gerade noch rechtzeitig, denn in der Zwischenzeit hatte sich die Bettdecke erneut entzündet. Als kurz darauf der 38-jährige Familienvater nach Hause kam, stand das Zimmer komplett in Flammen.

Die Feuerwehren Feldkirchen-Westerham, Höhenrain und Unterlaus waren mit 45 Mann im Einsatz. "Wir haben mit einem speziellen Hochdruckgerät die Flammen löschen und dennoch einen hohen Wasserschaden vermeiden können", sagte Anton Kiesl, Kommandant der Unterlauser Wehr. Die Hitzeentwicklung in dem Zimmer sei aber so stark gewesen, dass die Rettungskräfte das Bersten der Fenster nicht mehr verhindern konnten. Der Sachschaden beläuft sich auf zirka 30000 Euro. Verletzt wurde niemand. Die Kriminalpolizei Rosenheim hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Für die Eltern ist es nach wie vor ein Rätsel, wie die Nachttischlampe auf das Kinderbett hatte fallen können. "Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn im Schlafzimmer keine Rauchmelder installiert gewesen wären!"

me/zip/Oberbayerisches Volksblatt

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